10.03.2010 - 09:42 - Vereine & Verbände

ÖAMTC-Sicherheitsoffensive: Kleber “Rettungskarte im Fahrzeug” ab sofort an allen Stützpunkten erhältlich

Pressemitteilung von: Freiwillige Feuerwehr Gloggnitz-Stadt
PR Agentur: Pressestelle der Feuerwehr Gloggnitz-Stadt

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Feuerwehr Gloggnitz unterstützt die ÖAMTC Aktion Rettungskarte in jedes Fahrzeug
Moderne Autos werden immer crashsicherer. Die Kehrseite: Wo früher nach einem Unfall ein fast beliebiger Schnitt mit der Bergeschere das Opfer befreit hat, ist heute exaktes Wissen über den Karosserie- und Elektronikaufbau des Fahrzeugmodells nötig. Nur so ist eine schnelle und sichere Rettung gewährleistet. Deshalb fordern ÖAMTC und Österreichischer Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) seit längerem die standardisierte Einführung von Rettungskarten in Neuwagen. Bis dato bieten erst einige Hersteller die DIN A4-Blätter mit den wichtigsten Rettungsinformationen zum jeweiligen Modell im Internet an. “Das ist ein erster Schritt”, so Walter Schmitl, Stützpunktleiter der Dienststellen Wr. Neustadt, Gloggnitz und Aspang. “Jeder sollte zu seiner Sicherheit nachschauen, ob es von Herstellerseite eine downloadbare Rettungskarte für das eigene Fahrzeug gibt.” Der Club hat eine Internetseite erstellt, die alle Links zu den Herstellern enthält: www.oeamtc.at/rettungskarte. Damit die Retter auch wissen, dass sie hinter der Fahrer-Sonnenblende die Rettungsinfos finden, gibt es beim Club ab sofort kostenlos den Kleber “Rettungskarte im Fahrzeug” für die Windschutzscheibe. “Dieser Aufkleber, der am Fahrzeug auf die Rettungskarte im Auto hinweist, ist für die Helfer am Einsatzort eine großartige Hilfestellung”, sagt der Feuerwehrkommandant der Freiweilligen Feuerwehr Gloggnitz, HBI Thomas Rauch.

Freiwillige Feuerwehr Gloggnitz geht mit gutem Beispiel voran
„Die Mitglieder der Feuerwehr Gloggnitz-Stadt wollen mit gutem Beispiel voran gehen und statten ihre privaten Fahrzeuge mit den Rettungskarten und dem Aufkleber „Rettungskarte im Auto“ aus“, so Feuerwehrkommandant Rauch. Die Feuerwehr Gloggnitz leistete in den vergangenen Jahren durchschnittlich 300 Einsätze pro Jahr – überwiegend nach zum Teil schweren Verkehrsunfällen. Für die Rettung nach einem Unfall gilt die sogenannte „goldene Stunde“, die für das Überleben eines Verletzten essentiell ist. „Sie gliedert sich in Alarmierung und Anfahrt, Verweildauer am Unfallort sowie medizinische Versorgung und Abtransport“, erklärt HBI Thomas Rauch. Nach mehr als 60 Minuten wird die Überlebenschance eines Verletzten immer geringer und auch die Gefahr, dass bleibende Schäden bleiben, steigt. „Um keine Verzögerungen in der Rettungsphase zu haben, finden wir die Hinweise, wie sie in den Rettungskarten vorhanden sind, als entscheidende Hilfestellung.“ Weiters appelliert der Feuerwehrkommdant ebenso wie der Club, dass eine Standardisierung der Rettungskarten wünschenswert wäre. „Dies auch im Hinblick auf eine einheitliche Ausbildung“, so Rauch abschließend.


Diese Offensive des ÖAMTC kann nur ein Anfang sein

Noch sind die angebotenen Rettungsinformationen der Hersteller zu uneinheitlich, teilweise lückenhaft und schwierig zu finden. “Die Autobauer müssen diese Rettungsinformationen für jedes Pkw-Modell einheitlich auf einem DIN A4-Blatt zusammenfassen und in allen Neufahrzeugen im Bereich der Fahrer-Sonnenblende einlegen”, fordert der ÖAMTC mehr Initiative von den Herstellern. Wieviel noch zu tun ist, zeigt ein Blick auf die Clubhomepage. Unter www.oeamtc.at/rettungskarte finden sich die Links zu Audi, BMW/Mini, Honda, Hyundai, ISUZU, Kia, Mazda, Maybach, Mercedes, Opel, Porsche, Saab, Seat, Skoda, smart, Subaru, Suzuki, Toyota und VW. Zu diesen Fabrikaten sind Rettungskarten im Internet verfügbar. “Allerdings legt kein Hersteller die Karten ab Fabrik dem Auto bei”, kritisiert Stützpunktleiter Walter Schmitl. Von folgenden Herstellern liegen derzeit noch gar keine Rettungskarten vor: Alfa Romeo, Chevrolet, Chrysler, Dacia, Daihatsu, Fiat, Ford, Jaguar, Lada, Lancia, Lexus, Mitsubishi, Nissan, SsangYong und Volvo. “Citroen, Peugeot und Renault haben erste Ansätze, auf den Karten fehlen aber wichtige Daten”, weiß Schmitl.

So muss die optimale “Rettungskarte” aussehen und verstaut sein

Nach einem Unfall müssen die Retter schnellstmöglich über Fahrzeugkarosserie und verbaute Elemente Bescheid wissen. Der Zeitdruck ist enorm: Sind bei einem Verkehrsunfall innere Organe verletzt, steigt das Sterblichkeitsrisiko ohne Behandlung im Dreiminutentakt um ein Prozent. “Nach einem Crash ist aber oft schon die schnelle Identifikation des genauen Fahrzeugmodells eine Herausforderung”, weiß Walter Schmitl. “Die größte Wahrscheinlichkeit, an Informationen zu kommen, hat man über die Windschutzscheibe. Deshalb sollte die Rettungskarte auch in diesem Bereich – in der Fahrer-Sonnenblende – aufbewahrt werden.” Auf der Karte befinden sich nicht nur die Fahrzeugmarke, sondern auch Angaben zu Lage und Anzahl der Batterien, Lage von Airbags und Sensorik, Lage von Gasgeneratoren und Gurtstraffern sowie eine Angabe zu den Verstrebungen und Versteifungen in der Karosserie. “Je nach Fahrzeughersteller befinden sich alle diese Komponenten an den verschiedensten Positionen im Fahrzeug”, erklärt Stützpunktleiter Walter Schmitl.

Mit gutem Beispiel voran – die gelbe Flotte fährt mit Rettungskarte

Die Gelben Engel gehen mit gutem Beispiel voran. Die Pannenfahrzeuge des Clubs werden genauso wie die zivile ÖAMTC-Dienstwagenflotte mit dem Rettungskleber und den Rettungskarten ausgestattet. “Wir hoffen, dass viele Österreicher zu ihrer eigenen Sicherheit diesem Beispiel folgen”, so Schmitl. “Das sollte Grund genug für die Hersteller sein, endlich vernünftige Rettungskarten-Lösungen ab Werk zur Verfügung zu stellen. Hier geht es schließlich um Menschenleben.”

Der ÖAMTC-Kleber “Rettungskarte im Fahrzeug” ist ab sofort an allen Stützpunkten des Clubs österreichweit kostenlos erhältlich. Alle Informationen und Links zu derzeit verfügbaren Rettungskarten (samt Downloadmöglichkeit) findet man unter www.oeamtc.at/rettungskarte.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Freiwillige Feuerwehr Gloggnitz-Stadt
Rennergasse 10a, A-2640 Gloggnitz
Thomas Rauch, Feuerwehrkommandant
Mobil +43 6766378861

Die Freiwillige Feuerwehr Gloggnitz-Stadt leistet im Jahr rund 300 Einsätze. 75 freiwillige Mitglieder stehen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, für die Sicherheit der Bürger und der Gäste in und um Gloggnitz zur Verfügung. Mehr auch im Internet unter www.feuerwehr-gloggnitz.at

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