09.03.2010 - 17:49 - Gesundheit & Medizin

Sonne schützt Männer vor Nierenkrebs

Pressemitteilung von: IGS - Initiative Gesundes Sonnen

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Arbeiten in der Sonne hält gesund. Der Vitamin D-Spiegel eines Dachdeckers ist um ein Vielfaches höher als z.B. der eines Büroarbeiters. (Foto: istock)
Je mehr Sonne, desto geringer das Risiko an Nierenkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie vom National Cancer Institute in Rockville, USA.

Gemäß dieser Studie konnten nachgewiesen werden, dass sich für Männer, die aufgrund ihrer Arbeit regelmäßig der (intensiven) Sonne ausgesetzt sind, das Risiko an Nierenkrebs zu erkranken um bis zu 38 Prozent verminderte. Für die methodische Erhebung, die einer besonderen Sorgfalt unterlag, wurden 1,097 Patienten mit Nierenkrebs aus Mittel- und Osteuropa untersucht und mit 1,476 gesunden Probanden verglichen.

Die Forscher legten ihrer Studie, die in den kommenden Tagen in der führenden Fachzeitschrift CANCER erscheinen wird, folgende Beobachtung zugrunde:
In den vergangenen Jahrzehnten hatten die Nierenkrebs-Erkrankungen stetig zugenommen, während gleichzeitig die Vitamin D-Versorgung der Bevölkerung kontinuierlich zurückging. 
Folglich lag die Vermutung nahe, dass der Mangel an “Sonnenschein-Vitamin” Auswirkungen auf die Entstehung und Entwicklung des Nierenkrebses haben könnte.

Die Wissenschaftler mussten jedoch feststellen, dass dieser deutliche Zusammenhang vom Vitamin D-Gehalt im Blut und dem Nierenkrebs-Risiko lediglich bei Männern eine statistisch relevante Größe erreichte, nicht hingegen bei Frauen.

Mögliche Ursachen für dieses rätselhafte Ergebnis sahen die Forscher u.a. in der Rolle der weiblichen Hormone aber auch in der Tatsache, dass Frauen (wie Umfrage-Studien regelmäßig nachweisen) häufiger und regelmäßiger zu Sonnenschutzmitteln greifen und damit die Vitamin D-Synthese verhindern. Zudem, wird bei Männern, die im Freien mit bloßem Oberkörper arbeiten und entsprechend mehr Haut der Sonne aussetzen, die Vitamin D-Bildung begünstigt.

Tatsächlich ist  der Vitamin D-Spiegel etwa eines durchschnittlichen Büroarbeiters um ein Vielfaches niedriger als z.B. dem eines Gärtners oder Dachdeckers. Darüber hinaus ist die Vitamin D-Bildung bei Männern, die einer Tätigkeit unter freiem Himmel nachgehen, gleichmäßig und konstant, während die Büroarbeiter unter der Woche so gut wie keine UVB-Strahlung aufnehmen und kein Vitamin D bilden können.

Diese Ergebnisse müssen allerdings noch in weiteren Studien -über die Arbeitswelt hinaus- bestätigt werden.

Studie: Sara Karami et al., Occupational sunlight exposure and risk of renal cell carcinoma, CANCER; www.sonnennews.de/wordpress/2010/03/07/sonne-schutzt-vor-...

Vitamin D wird zum weit überwiegenden Teil durch die kontinuierliche und maßvolle Bestrahlung der Haut mit UVB (sei es durch Sonne oder im Solarium) gebildet.
Vitamin D3, umgeformt in das Serum Calcitriol (1,25-dihydroxyvitamin D), bremst das Wachstum der Krebszellen und beschleunigt deren Zelltod.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

P R E S S E K O N T A K T

IGS-Redaktion

Leopold Bergmann
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