08.03.2010 - 08:31 - Politik, Recht & Gesellschaft
DIE WISSENSCHAFT HAT FESTGESTELLT: Jungs und Männer sind die Verlierer der Emanzipation
Pressemitteilung von: SJD- Die Falken Bundesvorstand
Seit mindestens 20 Jahren werden Jungen benachteiligt! Und sie leiden... z.B. unter der „Verweiblichung“ der Pädagogik, die männliche Eigenschaften, wie Stärke und Mut beweisen, bestraft. Die weiblichen Altersgenossinnen hingegen gelten als „Alphamädchen“, die selbstbewusst die Jungen in den Schatten stellen und scheinbar alles erreichen.
Dieses neue Verständnis des Geschlechterverhältnisses zeigt sich auch im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung: Von Gleichstellung ist dort nirgendwo die Rede, ebenso wenig von Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen oder der Förderung von Mädchenprojekten.
Judith Fiebelkorn, Referentin für Mädchen- und Frauenpolitik im Bundesvorstand der SJD – Die Falken, erklärt dazu: „Wir glauben nicht an verkürzte Darstellungen der Realität, wie sie in den Bildern der ‚armen Jungs’ und der ‚Alphamädchen’ zum Ausdruck kommen! Noch immer gibt es alltägliche Diskriminierung und Benachteiligungen, die gleichwertigen Lebensverhältnissen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern entgegenstehen.“
=> Nach wie vor sind Bildungschancen für Frauen ungleich Lebenschancen: Insgesamt betrachtet schneiden Mädchen im Bildungssystem zwar besser ab als Jungen. Aber Mädchen brauchen eine erheblich bessere Bildung, um annähernd gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.
=> Benachteiligung am Arbeitsmarkt: Noch immer bekommen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger Gehalt als Männer in gleicher Position. Besonders Frauen sind in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu finden, die Altersarmut und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
=> Alltägliche Diskriminierung: Auf den Straßen und in den Medien tauchen Frauenbilder vor allem als Sexualobjekte auf. Diese Bilder haben großen Einfluss auf das Selbstbild von Mädchen und jungen Frauen. Essstörungen und selbstzerstörerisches Verhalten kommen unter Mädchen weiterhin sehr häufig vor.
=> Keine Stimme: Im Bundestag und in den Länderparlamenten sind Frauen nur mit etwa 30 Prozent vertreten. Überall dort, wo sie sich für ihre Interessen und Rechte einsetzen können, kommen Frauen also kaum zu Wort.
Im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto „There is no alternative – feminism!“ haben die Falken Materialien für die Bildungsarbeit zusammengestellt. Neben diversen Kampagnenmaterialien ist auch eine Broschüre unter dem Titel „10 Argumente für Feminismus“ erschienen. Diese kann gegen Erstattung der Portokosten beim Bundesvorstand bestellt werden.
Hintergrund:
Der Internationale Frauentag am 8. März ist der Tag, an dem Frauen weltweit auf ihre Benachteiligungen im öffentlichen und privaten Leben aufmerksam machen und ihr Recht auf Gleichberechtigung einfordern.
1857 gingen erstmals New Yorker Arbeiterinnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn auf die Straße. Am 8. März 1908 traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in Manhattan für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauenwahlrecht, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne in den Streik.
Auf diese beiden Daten bezogen sich die Frauen, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen beschlossen, in allen Ländern jedes Jahr einen Frauentag zu veranstalten. Sie forderten Arbeitsschutzgesetze und einen Mindestlohn für Frauen, die Einführung eines Acht-Stunden-Tages, Wahl- und Stimmrecht für Frauen und setzten sich gegen den imperialistischen Krieg ein.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
SJD - Die Falken | Bundesvorstand | Lützowplatz 9 | 10785 Berlin | Marion Kleinsorge | Tel. 030 261 030 14 | mobil: 0163 67 87 668 | Fax: 030 261 030 50 |
| www.sjd-die-falken.de
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Mit den Falken können Kinder und Jugendliche Mitbestimmung und Selbstorganisation erleben, ins Zeltlager fahren, politisch aktiv werden oder sich als Freiwillige in der Gruppenarbeit engagieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Internationale Begegnung mit Partnerorganisationen in der ganzen Welt.
Wir kämpfen für eine sozialistische Gesellschaft, in der kein Mensch aufgrund sozialer Klasse, Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder sexueller Orientierung benachteiligt wird. Wir treten vehement gegen jegliche Form von Diskriminierung, Unterdrückung und Benachteiligung ein, in der Gesellschaft sowie innerhalb unseres Verbandes.
Dieses neue Verständnis des Geschlechterverhältnisses zeigt sich auch im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung: Von Gleichstellung ist dort nirgendwo die Rede, ebenso wenig von Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen oder der Förderung von Mädchenprojekten.
Judith Fiebelkorn, Referentin für Mädchen- und Frauenpolitik im Bundesvorstand der SJD – Die Falken, erklärt dazu: „Wir glauben nicht an verkürzte Darstellungen der Realität, wie sie in den Bildern der ‚armen Jungs’ und der ‚Alphamädchen’ zum Ausdruck kommen! Noch immer gibt es alltägliche Diskriminierung und Benachteiligungen, die gleichwertigen Lebensverhältnissen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern entgegenstehen.“
=> Nach wie vor sind Bildungschancen für Frauen ungleich Lebenschancen: Insgesamt betrachtet schneiden Mädchen im Bildungssystem zwar besser ab als Jungen. Aber Mädchen brauchen eine erheblich bessere Bildung, um annähernd gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.
=> Benachteiligung am Arbeitsmarkt: Noch immer bekommen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger Gehalt als Männer in gleicher Position. Besonders Frauen sind in prekären Beschäftigungsverhältnissen zu finden, die Altersarmut und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
=> Alltägliche Diskriminierung: Auf den Straßen und in den Medien tauchen Frauenbilder vor allem als Sexualobjekte auf. Diese Bilder haben großen Einfluss auf das Selbstbild von Mädchen und jungen Frauen. Essstörungen und selbstzerstörerisches Verhalten kommen unter Mädchen weiterhin sehr häufig vor.
=> Keine Stimme: Im Bundestag und in den Länderparlamenten sind Frauen nur mit etwa 30 Prozent vertreten. Überall dort, wo sie sich für ihre Interessen und Rechte einsetzen können, kommen Frauen also kaum zu Wort.
Im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto „There is no alternative – feminism!“ haben die Falken Materialien für die Bildungsarbeit zusammengestellt. Neben diversen Kampagnenmaterialien ist auch eine Broschüre unter dem Titel „10 Argumente für Feminismus“ erschienen. Diese kann gegen Erstattung der Portokosten beim Bundesvorstand bestellt werden.
Hintergrund:
Der Internationale Frauentag am 8. März ist der Tag, an dem Frauen weltweit auf ihre Benachteiligungen im öffentlichen und privaten Leben aufmerksam machen und ihr Recht auf Gleichberechtigung einfordern.
1857 gingen erstmals New Yorker Arbeiterinnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn auf die Straße. Am 8. März 1908 traten Tabak- und Textilarbeiterinnen in Manhattan für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Frauenwahlrecht, für kürzere Arbeitszeiten und höhere Löhne in den Streik.
Auf diese beiden Daten bezogen sich die Frauen, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen beschlossen, in allen Ländern jedes Jahr einen Frauentag zu veranstalten. Sie forderten Arbeitsschutzgesetze und einen Mindestlohn für Frauen, die Einführung eines Acht-Stunden-Tages, Wahl- und Stimmrecht für Frauen und setzten sich gegen den imperialistischen Krieg ein.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Mit den Falken können Kinder und Jugendliche Mitbestimmung und Selbstorganisation erleben, ins Zeltlager fahren, politisch aktiv werden oder sich als Freiwillige in der Gruppenarbeit engagieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Internationale Begegnung mit Partnerorganisationen in der ganzen Welt.
Wir kämpfen für eine sozialistische Gesellschaft, in der kein Mensch aufgrund sozialer Klasse, Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder sexueller Orientierung benachteiligt wird. Wir treten vehement gegen jegliche Form von Diskriminierung, Unterdrückung und Benachteiligung ein, in der Gesellschaft sowie innerhalb unseres Verbandes.
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