04.03.2010 - 17:03 - Kunst & Kultur
Sandra Lüpkes Stimme für Seeleute der Deutschen Seemannsmission
Pressemitteilung von: Deutsche Seemannsmission e.V.
Sandra Lüpkes (39, rechts), auf einem Poller vor der AS Asturia (Containerfrachter, Liberia-Flagge) sitzend, wird von der Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pastorin Heike Proske (links), im Hafen Bremen mit der "Stimme für Seeleute" in F
Die Schriftstellerin, die durch ihre Inselkriminalromane bekannt wurde (letzte Folge "Die Blütenfrau"), hat ihre Kindheit auf Juist verbracht, wo sie als Tochter des Inselpastors früh Kontakt zur Seemannsmission hatte. "Wir sind auf Fahrradtour mit der Familie nach Emden gefahren, haben im Seemannsheim dort übernachtet und meine Mutter hatte Socken für die Seeleute gestrickt", sagt die heute 39 jährige. Nach dem Abitur in Norden (Ostfriesland) wohnte sie mit zwei Kindern und ihrem damaligen Mann auch wieder einige Jahre auf Juist. Ähnlich wie von der Seefahrt, gäbe es sehr romantische Vorstellungen vom vermeintlich ruhigen Inselleben: "Das ist ein enger Mikrokosmos, in dem man sich genau überlegen muss, welche Konflikte man austrägt und welche man besser unterdrückt. Es weiß zwar jeder von jedem fast alles, aber wenn man deshalb bestimmte Dinge nicht einmal den besten Freunden erzählt, wird man einsam", so Lüpkes. Durch diese Erfahrungen sieht sie es als ihre Aufgabe an, in diesem Jahr bei Lesungen und öffentlichen Auftritten immer wieder über die Isolation der Seeleute an Bord, die praktische Nächstenliebe der Deutschen Seemannsmission und die Notwendigkeit vielfältiger Unterstützung für diese Arbeit aufzuklären. Nicht nur ihre langjährige Romankommissarin Wencke Tydmers hat den "Tatort Juist" mittlerweile verlassen, auch Sandra Lüpkes lebt heute mit den Kindern (10 und 13 Jahre) und ihrem Lebensgefährten in Münster (Westfalen). Von dort aus startet sie jährlich zu über 60 Lesungen, die sie teilweise mit eigenem Chansongesang untermalt, der von verschieden Instrumentalisten begleitet wird.
Zur Verleihung der Auszeichnung sagte die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pastorin Heike Proske, Frau Lüpkes habe vielfältige Verbindungen zur Seefahrt durch ihr Leben auf einer beengten Insel und an der Küste. Dadurch sei sie in der Lage einmal ganz anders zu hören und wieder auszudrücken, was Seeleute zu sagen hätten. Dies zeige sich in den spannenden Augenblicken an Bord und im Hafen, wie sie ihre Romankommissarin Wencke Tydmers immer wieder eindrücklich beschreibe. "Fraus Lüpkes kennt sich aus mit Konflikten zwischen Menschen in einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, wie Seeleute sie an Bord auch immer wieder erleben", so Proske. Als Mitherausgeberin und Autorin von "Kriminalgeschichten", die auf biblischen Geschichten beruhen (Bibelfliesen-Bilder, Band 10), habe sich Frau Lüpkes im letzten Jahr mit Konflikt- und Glaubenserfahrungen in der Bibel auseinander gesetzt. Weiter sagte die leitende Pastorin: "Die 'Stimme für Seeleute' ist insbesondere in der momentanen Wirtschaftskrise und im Internationalen Jahr des Seefahrer 2010 (IMO/UN) notwendig. Damit die, die an Bord, auf See weit draußen sind, an Land zur Sprache kommen. Und damit deren Leben, deren Sorgen und Nöte bekannt werden." Mitarbeitende der Seemannsmission sprechen Tag für Tag darüber auf den Schiffen sowie in ihren Seemannsheimen und Clubs.
Das Spendenkonto, für Menschen die diakonische Angebote der DSM für Seeleute fördern möchten, lautet: Deutsche Seemannsmission e.V., Konto 33 0 30, BLZ 210 602 37, Verw.zweck: "Stimme für Seeleute", Evangelische Darlehnsgenossenschaft eG (EDG) Kiel, Online-Spende unter: www.spenden.seemannsmission.org
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Bildbeschreibung: Sandra Lüpkes (39, links), auf einem Poller vor der AS Asturia (Containerfrachter, Liberia-Flagge) sitzend, wird von der Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pastorin Heike Proske (rechts), im Hafen Bremen mit der "Stimme für Seeleute" in Form eines Kreuzpollers ausgezeichnet, 03.03.10 Bremen.
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Bildbeschreibung: Auf der Brücke der AS Asturia unterhält sich Sandra Lüpkes (39, rechts) mit dem Chefingenieur Petar Milanov (52, links) aus dem bulgarischen Sozopol über die Arbeit an Bord, 03.03.10 Bremen.
Grafik (DSM): Auf Anfrage erhältlich (jpg,60KB)
Bildbeschreibung: Logo der Deutschen Seemannsmission
Frei zur Veröffentlichung, Belegexemplar bzw. Hinweise auf Veröffentlichungstermine erbeten.
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Ansprechpartner: Geschäftsstelle der Deutschen Seemannsmission e.V., Generalsekretärin Pastorin Heike Proske, Jippen 1, 28195 Bremen, Tel. 0421 - 17 36 30, Fax. 0421 - 1 73 63 23,
Fundraising & Öffentlichkeitsarbeit, André Schlesselmann, Jippen 1, 28195 Bremen, Tel. 0421 - 17 36 30, Fax. 0421 - 1 73 63 23,
Deutsche Seemannsmission e.V. (DSM)
Die Deutsche Seemannsmission e.V. unterhält im Ausland über 17 Seemannsstationen, die eine 'Heimat in der Fremde' für Seeleute bieten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen an Bord und sind für Gespräche, für die Sorgen und Nöte der Seeleute da, die langen Fahrenszeiten und immer kürzere Liegezeiten in den Häfen haben. In Deutschland sind 16 Stationen mit eigenständigen Inlandsvereinen unter dem Dach der DSM organisiert. Die diakonisch-missionarische Arbeit an Seeleuten wird von der Deutschen Seemannsmissionen seit über 150 Jahren getan. DSM e.V. ist als anerkannter Fachverband für die Arbeit an und mit Seeleuten weltweit ein Teil des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (Stuttgart/Berlin). Die Tätigkeit der DSM wird finanziell wesentlich durch die Ev. Kirche Deutschland, die Bundesregierung, private Spenden und freiwillige Abgaben von Reedereien unterstützt. Der Gesamthaushalt 2009 umfasste knapp 2,4 Mio. Euro.
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