04.03.2010 - 16:57 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Orientierung für Führungskräfte in der globalisierten Wirtschaft
Pressemitteilung von: Media Van TV Produktionsgesellschaft mbH
Siemens-Vorstandschef Peter Löscher will dem „Lehrbild des ehrbaren Kaufmanns“ auch in der globalisierten Wirtschaft Geltung verschaffen. Ein mit 1,76 Mio Euro aus seinem Privatvermögen ausgestatteter Stiftungslehrstuhl an der Technischen Universität München soll angehende Führungskräfte auf ihre Vorbildrolle vorbereiten. Führungspersönlichkeiten in Amt und Würden sind Hauptadressaten des Manifests ‚Globales Wirtschaftsethos‘, dessen Grundzüge Josef Wieland, Professor für Wirtschaftsethik, im Video-Interview mit www.vi-Lexikon.de erläutert. Wirtschaft und Wettbewerb dürften nicht als einseitiges Vernichtungsverfahren, als Krieg verstanden werden, wie es der Begriff in manchen Sprachen suggeriere. „Ob in Wirtschaft oder Politik, wir sind heute alle aufeinander angewiesen. Die notwendigen langfristigen Kooperationen sind nur möglich, wenn Wettbewerb als ein Spiel nach Regeln gesehen wird, bei dem einmal dieser, einmal jener, am Ende des Tages aber alle gewinnen“, so Wieland. Weltweit mangele es jedoch an Institutionen, die für ein allgemein anerkanntes Regelwerk sorgten. „Es ist wie eine Fußball-WM, bei der jeder nach eigenen Regeln spielt, ohne gemeinsames Verständnis von Fair Play und ohne Schiedsrichter. Wir wissen alle, dass das keine schönen Spiele würden.“ Unter diesen Umständen komme dem richtigen Handeln des Individuums besondere Bedeutung zu. Was im konkreten Falle richtig sei, müsse von den jeweiligen Stakeholdern gemeinsam erarbeitet werden. Das Manifest wolle eine Basis für diesen Dialog bieten. Wieland, unter dessen Federführung das Manifest entstand, geht davon aus, dass die darin festgehaltenen allgemeinen Prinzipien rund um den Globus anerkannt werden können. Dieses Minimum an gemeinsamen Überzeugungen solle miteinander ins Gespräch bringen. „Wenn wir die volle Anerkennung unserer eigenen Vorstellungen zur Voraussetzung machen, kommen wir nicht weiter.“ Außerdem sei ja nicht sicher, dass unsere Sicht der Dinge immer zutreffe. Den Vorwurf eines Verrats am eigenen Standpunkt will der Professor nicht gelten lassen. Wer Zweifel am eigenen Standpunkt zulasse, verrate diesen keineswegs. Ohne eigene Überzeugungen könne man keine Diskussion führen: „Es geht um gemeinsames Lernen! Nur wenn wir gemeinsame Erfahrungen zulassen und sich ein gemeinsamer emotionaler Raum bildet, an den wir uns gebunden fühlen, entsteht so etwas wie gegenseitige Verpflichtung.“ Insbesondere Top-Manager hätten hier eine große Verantwortung. „Es geht um die Art und Weise, wie sie ihr Unternehmen führen, wie sie kommunizieren und welche Haltung zum Geschäft sie zum Ausdruck bringen.“ Macht, richtig eingesetzt, sei ein wichtiges Instrument zur Koordination. Man bekomme sie jedoch von anderen zugewiesen und müsse sorgsam damit umgehen. Eine Pflichtverletzung begehe allerdings nicht nur der, der seine Macht missbrauche, sondern auch der, der Verantwortung tragen könnte, dies aber ablehne – ein Aufruf an alle Teilnehmer des Wirtschaftslebens, sich nach ihren Fähigkeiten für ein gelingendes Zusammenspiel zu engagieren.
Das Manifest ‚Globales Wirtschaftsethos‘ entstand durch eine Anregung Hans Küngs, der bis zu seiner Emeritierung Ökumenische Theologie lehrte und Präsident der Stiftung Weltethos ist.
Das Projekt www.vi-Lexikon.de wird von der TV-Produktionsgesellschaft Media Van unterstützt. Derzeit stehen mehr als 300 Videos von Fachleuten aus unterschiedlichen Themenbereichen zum Abruf zur Verfügung.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Media Van TV-Produktionsgesellschaft mbH
Susanne Kihm
Schulstr. 5
D-83607 Holzkirchen
Fon +49 (8024) 93052
Fax +49 (80 24) 93051
Susanne.Kihm(at)mediavan.de
www.mediavan.de
Das Unternehmen:
Die Media Van TV-Produktionsgesellschaft mbH mit Sitz in Holzkirchen südlich Münchens ist seit 15 Jahren zuverlässiger Partner deutscher und internationaler TV-Anbieter und großer Unternehmen für Außenübertragungen und broadcastfähige Aufzeichnungen. Zu den Auftraggebern gehören ARD, ZDF, Sky, ORF, Porsche, Audi, BMW, Volkswagen, Suzuki und Sony.
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