(openPR) Die Auftaktveranstaltung findet am 10. April in Hamburg statt, es folgen Veranstaltungen in Köthen (April und Mai), Berlin (Juni), Stuttgart (Juli), Leipzig (Oktober), Essen (Oktober), Köthen (November) und München (November). Alle Themen, Texte und Termine befinden sich unter www.organon2010.de.
Zum 200-jährigen Jubiläum des Grundlagenwerks der Homöopathie, dem Organon der Heilkunst, führt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe an vielen Orten in Deutschland durch, zeigt eine Ausstellung und richtet zwei Kongresse aus. Die Veranstaltungen richten sich an ein Ärzte, Politiker, Journalisten und an die interessierte Öffentlichkeit und beschäftigen sich mit den wichtigsten Grundlagen der Homöopathie. Ein Ziel dabei ist es aufzuzeigen, welche Relevanz die vor 200 Jahren von Dr. Samuel Hahnemann formulierten Gedanken heute noch für die Medizin – auch über die homöopathische Medizin hinaus – haben. Der DZVhÄ führt diese Veranstaltungen gemeinsam mit verschiedenen medizinischen Fachinstitutionen und Wissenschaftlern aus Österreich, Schweiz und Deutschland durch.
Das Organon der Heilkunst
1810 erschien in Leipzig die erste Ausgabe Samuel Hahnemanns Organon der rationellen Heilkunde, ab der zweiten Ausgabe hieß es dann Organon der Heilkunst. Bis zum Jahr 1833 erschienen insgesamt fünf Auflagen, ein Jahr vor seinem Tod 1843 vollendete er das Manuskript der sechsten Auflage, die allerdings erst 1921 veröffentlicht wurde. Es bildet bis heute das Fundament der Ausbildung homöopathischer Ärzte weltweit.
Hahnemann skizzierte auf etwa 300 Seiten in 291 Paragrafen die Prinzipien des Heilens und die Grundgedanken der Homöopathie. Am Beginn der Entwicklung der Homöopathie steht die Forderung nach einer rationalen Medizin. In Paragraf 2 des Organon fordert er als Voraussetzung jeder Medizin:
„Das höchste Ideal der Heilung ist schnelle, sanfte, dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit, oder Hebung und Vernichtung der Krankheit in ihrem ganzen Umfange auf dem kürzesten, zuverlässigsten, unnachtheiligsten Wege, nach deutlich einzusehenden Gründen.“ Die Forderung nach einer rationalen Begründung der Arzneitherapie stellte Hahnemann als einer der Ersten in der Medizin auf – die damalige Medizin beruhte auf spekulativen Grundlagen; obwohl die Grundlagenforschung (Anatomie, Physiologie) teilweise schon naturwissenschaftlich geprägt war.
Auftaktveranstaltung, 10. April, Hamburg: Chronische Infektionskrankheiten und Seuchen – eine homöopathische Erfolgsgeschichte
Vortrag und Diskussion mit Curt Kösters (1. Vorsitzender des DZVhÄ, Hamburg) und Dr. Anton Rohrer (Großlobming, Österreich). Mitveranstalter: Homöopathische Bibliothek Hamburg, Zeit und Ort: 10. April, 16 - 19 Uhr, Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Vortragsraum), Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg
Die Erfolge der homöopathischen Behandlung großer Epidemien – insbesondere auch in den großen Cholera-Epidemien des 19. Jahrhunderts – waren ein wesentlicher Motor der weltweiten Ausbreitung dieser Therapiemethode. Die Vorgehensweise und Behandlungsergebnisse bei diesen und anderen großer Epidemien präsentiert der Vortrag von Dr. Anton Rohrer. Curt Kösters stellt das homöopathische Behandlungskonzept der Behandlung chronischer Infektionskrankheiten dar, und dessen mögliche Erweiterungen im Kontext neuerer Forschungsergebnisse.








