19.02.2010 - 17:54 - Gesundheit & Medizin
Pflege-Zukunftsforum 2010: "Bisherige Konzepte nur bedingt zukunftstauglich"
Pressemitteilung von: CareEffects
Diskussionen zur Entwicklung der Pflegebranche auf dem Pflege-Zukunftsforum 2010
Über die künftigen Spielregeln und das Miteinander der Akteure in der Pflege und Gesundheitswirtschaft machte sich jetzt das hochkarätig besetzte Pflege-Zukunftsforum 2010 in Erkner Gedanken. Die Berliner Beratungsgesellschaft CareEffects hatte rund 30 Entscheidungsträger aus dem Bankwesen, der Betreiberlandschaft, der Politik, Projektentwicklung und den Verbänden in das Tagungszentrum an Rande der Hauptstadt eingeladen.
Die Basis für die Diskussionen legte zum Auftakt ein Ausblick auf die Entwicklung der Sozialsysteme und der Bevölkerungsstruktur. Senior-Economist Dr. Bernhard Gräf von der Deutsche Bank Research gab dazu die wichtigsten Erkenntnisse aus einem gemeinsamen Gutachten mit der Universität Freiburg wieder. Darin sehen die Analysten insbesondere die deutsche Pflegeversicherung vor großen Herausforderungen und rechnen bis zum Jahr 2050 mit rund 4 Mio. Pflegebedürftigen sowie einem stärkeren "Sog in die Heime". Analyst Dr. Gräf forderte ein Maßnahmenbündel angesichts der drastisch ansteigenden Pflegequoten in den kommenden Jahrzehnten.
Neben intensiven Netzwerkgesprächen standen vor allem die vier Vorträge am zweiten Veranstaltungstag im Mittelpunkt, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage beschäftigten, wie diesen veränderten Rahmenbedingungen begegnet werden kann und wie die knapper werdenden Ressourcen effektiv genutzt werden können, um auch in Zukunft eine umfassende Pflege für alle Teile der Bevölkerung zu gewährleisten.
Eine Rolle als wichtiger Partner der Träger werden dabei insbesondere die Banken spielen, war Dietmar Krüger, Vorstand der Bank für Sozialwirtschaft (BfS), überzeugt. Sie können nicht nur bei notwendigen Modernisierungen, sondern auch in wirtschaftlich kritischen Phasen beratend zur Seite stehen. Er mahnte die Betreiber jedoch zu einer kritischen Selbstbetrachtung und betonte, "eine Fortschreibung der bisherigen Konzepte ist nur bedingt zukunftstauglich". Die Kreditvergabe der Banken werde sich künftig mehr an den unternehmerischen "hard facts", aber auch der Tragfähigkeit und Sinnhaftigkeit des Geschäftsmodells orientieren. "Der Betreiber muss uns erklären, warum es dieses neue Haus geben muss", sagte Krüger.
Wolfram-Arnim Candidus von der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) beklagte, dass die Pflegebedürftigen und Patienten noch lange nicht als selbstbestimmte Kunden im Pflegesystem wahr- und ernstgenommen würden und forderte auch von den Patienten und Versicherten mehr Eigenverantwortung.
Um in einem stärker werdenden Wettbewerb bestehen zu können, müssen Träger und Einrichtungen mit der Qualitätsentwicklung Schritt halten und die ideale Versorgung der breiten Bevölkerung im Auge behalten, riet Herbert Mauel, Bundesgeschäftsführer des Verbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Ein wichtiges Marketinginstrument werde dabei der Transparenzbericht, der schon jetzt "die Eingangshürde zu Gesprächen über den Heimvertrag" darstelle. Die veröffentlichten Berichte seien ein weiten Teilen ein gutes Abbild der Pflegelandschaft und müssten im Detail jetzt evaluiert und nachjustiert werden.
Zum Abschluss der Tagung stellte sich Dieter Voß vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung konstruktiv der Frage, mit welchen Rahmenbedingungen die Akteure der Gesundheitswirtschaft zukünftig rechnen können und wie langfristig eine zeitgemäße Versorgung aller Pflegebedürftigen ermöglicht werden kann.
www.careeffects.de/pflegezukunftsforum_2010.php
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
CareEffects
Martin v. Berswordt-Wallrabe
Friedrichstraße 90, 10117 Berlin
Telefon (030) 2025 3573
Fax (030) 2025 3333
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Information, Kommunikation und politische Interessenvermittlung
CareEffects ist dabei der Partner an Ihrer Seite
Zeitnahe und verlässliche Informationen aus der Bundespolitik, der Pflegepraxis und der Gesundheitswirtschaft sind notwendig, um den politischen Meinungsbildungsprozess zu begleiten und frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Zusätzlich wird eine zielgerichtete Kommunikation, die das Profil nach außen schärft und gleichzeitig den Wandel auch nach innen verständlich macht, von immer größerer Bedeutung.
* Ein enger Informationsaustausch mit den Entscheiderkreisen schafft für Träger und Verbände zudem frühzeitig Planungssicherheit für die Zukunft und einen entscheidenden Wissensvorsprung.
* Eine klare Position innerhalb der branchenpolitischen Diskussion macht aus Praxiswissen und zukunftsfähigen Ideen einen hilfreichen Anstoß für die Fachpolitik.
* Eine professionell geplante Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bringt Akteure der Pflegebranche ins Gespräch und nimmt Mitarbeiter mit auf den Weg.
Mit unserem Berliner Büro sowie zusätzlichen Arbeitsschwerpunkten in Düsseldorf und im spannenden Ballungsraum Ruhrgebiet verfügen wir über tragfähige Informationsnetze, gute Gesprächskanäle und die Erfahrung im Bereich der Unternehmenskommunikation und der politischen Interessenvermittlung.
Wir transportieren aktuelle Informationen und Entwicklungen aus den Entscheiderkreisen direkt zu Ihnen – und liefern die daraus resultierenden Zukunftskonzepte gleich mit.
Wir formulieren und platzieren gemeinsam mit Ihnen Ihre Positionen zu aktuellen Themen der Pflegebranche – so dass Sie die wichtigen Adressaten erfolgreich erreichen.
Wir gestalten Ihre Kommunikation nach innen und außen, identifizieren Ihre "Issues", bringen Sie regional und überregional durch Medienpräsenz ins Gespräch. Auch nach innen kommunizieren wir Neuigkeiten und Veränderungen an Ihre Mitglieder, Beschäftigten und Kunden.
Über die künftigen Spielregeln und das Miteinander der Akteure in der Pflege und Gesundheitswirtschaft machte sich jetzt das hochkarätig besetzte Pflege-Zukunftsforum 2010 in Erkner Gedanken. Die Berliner Beratungsgesellschaft CareEffects hatte rund 30 Entscheidungsträger aus dem Bankwesen, der Betreiberlandschaft, der Politik, Projektentwicklung und den Verbänden in das Tagungszentrum an Rande der Hauptstadt eingeladen.
Die Basis für die Diskussionen legte zum Auftakt ein Ausblick auf die Entwicklung der Sozialsysteme und der Bevölkerungsstruktur. Senior-Economist Dr. Bernhard Gräf von der Deutsche Bank Research gab dazu die wichtigsten Erkenntnisse aus einem gemeinsamen Gutachten mit der Universität Freiburg wieder. Darin sehen die Analysten insbesondere die deutsche Pflegeversicherung vor großen Herausforderungen und rechnen bis zum Jahr 2050 mit rund 4 Mio. Pflegebedürftigen sowie einem stärkeren "Sog in die Heime". Analyst Dr. Gräf forderte ein Maßnahmenbündel angesichts der drastisch ansteigenden Pflegequoten in den kommenden Jahrzehnten.
Neben intensiven Netzwerkgesprächen standen vor allem die vier Vorträge am zweiten Veranstaltungstag im Mittelpunkt, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage beschäftigten, wie diesen veränderten Rahmenbedingungen begegnet werden kann und wie die knapper werdenden Ressourcen effektiv genutzt werden können, um auch in Zukunft eine umfassende Pflege für alle Teile der Bevölkerung zu gewährleisten.
Eine Rolle als wichtiger Partner der Träger werden dabei insbesondere die Banken spielen, war Dietmar Krüger, Vorstand der Bank für Sozialwirtschaft (BfS), überzeugt. Sie können nicht nur bei notwendigen Modernisierungen, sondern auch in wirtschaftlich kritischen Phasen beratend zur Seite stehen. Er mahnte die Betreiber jedoch zu einer kritischen Selbstbetrachtung und betonte, "eine Fortschreibung der bisherigen Konzepte ist nur bedingt zukunftstauglich". Die Kreditvergabe der Banken werde sich künftig mehr an den unternehmerischen "hard facts", aber auch der Tragfähigkeit und Sinnhaftigkeit des Geschäftsmodells orientieren. "Der Betreiber muss uns erklären, warum es dieses neue Haus geben muss", sagte Krüger.
Wolfram-Arnim Candidus von der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) beklagte, dass die Pflegebedürftigen und Patienten noch lange nicht als selbstbestimmte Kunden im Pflegesystem wahr- und ernstgenommen würden und forderte auch von den Patienten und Versicherten mehr Eigenverantwortung.
Um in einem stärker werdenden Wettbewerb bestehen zu können, müssen Träger und Einrichtungen mit der Qualitätsentwicklung Schritt halten und die ideale Versorgung der breiten Bevölkerung im Auge behalten, riet Herbert Mauel, Bundesgeschäftsführer des Verbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Ein wichtiges Marketinginstrument werde dabei der Transparenzbericht, der schon jetzt "die Eingangshürde zu Gesprächen über den Heimvertrag" darstelle. Die veröffentlichten Berichte seien ein weiten Teilen ein gutes Abbild der Pflegelandschaft und müssten im Detail jetzt evaluiert und nachjustiert werden.
Zum Abschluss der Tagung stellte sich Dieter Voß vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung konstruktiv der Frage, mit welchen Rahmenbedingungen die Akteure der Gesundheitswirtschaft zukünftig rechnen können und wie langfristig eine zeitgemäße Versorgung aller Pflegebedürftigen ermöglicht werden kann.
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* Ein enger Informationsaustausch mit den Entscheiderkreisen schafft für Träger und Verbände zudem frühzeitig Planungssicherheit für die Zukunft und einen entscheidenden Wissensvorsprung.
* Eine klare Position innerhalb der branchenpolitischen Diskussion macht aus Praxiswissen und zukunftsfähigen Ideen einen hilfreichen Anstoß für die Fachpolitik.
* Eine professionell geplante Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bringt Akteure der Pflegebranche ins Gespräch und nimmt Mitarbeiter mit auf den Weg.
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