19.02.2010 - 17:14 - Freizeit, Buntes, Vermischtes

Vier Delfin-Todesfälle in der Türkei - Wal- und Delfinschutz-Forum fordert Schließung aller Delfinarien

Pressemitteilung von: Journal Society GmbH
PR Agentur: Journal Society GmbH

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Delfine in der Türkei (WDSF-Foto)
(Hagen-Westf./Alanya/Türkei 19.02.2010) Innerhalb von acht Tagen verstarben im Sealanya-Delfinarium in Alanya an der türkischen Riviera vier von elf Großen Tümmler unter mysteriösen Umständen. Das Delfinarium hatte zur Eröffnung im Jahr 2008 aus der japanischen Delfintreibjagd in Taiji insgesamt 10 Delfine für einen Gesamtpreis von 280.000 Dollar importiert. Ein Autopsie-Ergebnis soll erst in der kommenden Woche vorliegen. Die Tiere mit Namen Efes, Sezar, Sola und Dione waren am 6., 9., 10. und 14. Februar 2010 kurz hintereinander gestorben.

Nachdem das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) im vergangenen Jahr mit Berichten und Bildmaterial auf verrostete und unhygienische Delfinanlagen in Antalya und Belek hingewiesen hatte, die ihre Delfin-Shows als lautstarke Disko-Veranstaltung anboten, stoppte auf Druck des WDSF die TUI ihre Verkaufsangebote. Andere deutsche Reiseveranstalter zogen nach.

Gestern teilte der türkische Reiseveranstalter Öger Tours dem WDSF mit, dass sie „sämtliche Delfin-Shows in der gesamten Türkei aus dem Ausflugsprogramm genommen haben“.

Obwohl das WDSF der TUI die Importunterlagen der Delfine im Sealanya aus der grausamen Delfintreibjagd in Taiji/Japan vorgelegt hatte, konnte TUI sich nur dazu entschließen, die Delfinarien in Antalya und Alanya aus dem Programm zu nehmen. TUI-Sprecher Harald Zeiss im November 2009 gegenüber dem WDSF: „Kurzfristig kann ich Ihnen leider keine Lösung bzgl. der Delfine in Alanya anbieten. Solange CITES (Anm.: Handelsvorschriften mit Wildtieren) es als akzeptabel erachtet, Delfine aus der Delfintreibjagd für Delfinparks zu verwenden, schließen wir das mit ein.“

Schauinsland-Reisen schloss sich der Entscheidung von TUI an. Jahn-Reisen (REWE Touristik) wollte den WDSF-Hinweisen nachgehen und hat bis heute keine Entscheidung getroffen. Thomas Cook hat die Delfinarien in der Türkei nach eigenen Angaben nicht im Ausflugsprogramm.

Das WDSF fordert nach den Todesfällen erneut die Schließung sämtlicher 11 türkischer Delfinarien, da die unhygienische Betonbeckenhaltung und der mangelnde Sachverstand der Delfintrainer die Tiere zu Tode quält.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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