Fitch ändert Ratingausblick für PrismaLife auf ’stabil’

Pressemitteilung von: Fitch Ratings

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Axel Grosspietsch, Director im deutschen Versicherungsteam von Fitch Ratings in Frankfurt/Main.
Fitch Ratings hat den Ausblick für die Ratings der PrismaLife AG (PrismaLife) auf ’stabil’ von ’negativ’ angehoben. Gleichzeitig hat die Agentur das Finanzstärkerating (Insurer Financial Strenght, IFS) von ’BBB+’ und das Emittentenausfallrating (Issuer Default Rating, IDR) von ’BBB’ der PrismaLife bestätigt. Darüber hinaus hat Fitch das ’BBB’ Rating der Inhaberschuldverschreibung mit einem Volumen von 20 Mio. Euro bestätigt.

Der Ausblick wurde auf ’stabil’ heraufgesetzt, da sich die Kapitalmärkte seit März 2009 signifikant erholt haben. Gemessen an der Kennzahl Annual Premium Equivalent (APE) konnte PrismaLife ihr Neugeschäft in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 sogar um 13,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Ein befürchteter Einbruch der Nachfrage nach fondsgebundenen Policen der PrismaLife ist ausgeblieben. Aufgrund des Produktschwerpunkts der PrismaLife ist das allgemeine Marktumfeld für fondsgebundene Policen von besonderer Bedeutung.

Das Ratingniveau der PrismaLife reflektiert ihren risikoaversen Versicherungsansatz mit begrenzten Kapitalanlage- und versicherungstechnischen Risiken, der sich auch in einer regulatorischen Solvenzquote in Höhe von 1.128 Prozent widerspiegelt. Die Kapitalisierung der PrismaLife ist durch die Finanzmarktkrise nicht beeinträchtigt worden. Nach Ansicht von Fitch wird die Profitabilität des Versicherers nur geringfügig durch Schwankungen der verwalteten Kundengelder beeinträchtigt. Zusätzlich verfügt das Unternehmen seit Emission einer Inhaberschuldverschreibung in Höhe von 20 Mio. Euro über eine gute Liquiditätsausstattung.

Diesen Punkten steht die Abhängigkeit von fondsgebundenen Produkten und damit auch grundsätzlich von den Kapitalmärkten gegenüber. Zu Beginn des Jahres 2008 hat PrismaLife die Verrechnung ihrer Abschlusskosten beim Kunden geändert. Seit diesem Jahr werden Abschlusskosten nicht mehr in die Versicherungsprämien eingerechnet, sondern ihre Bezahlung wird in einem separaten Vertrag direkt zwischen Versicherungsnehmern und Vermittlern geregelt. Hierdurch hat sich das Gewinnprofil der PrismaLife geändert, da sich Gewinnspannen in den Abschlusskosten und Stornoabschläge des Versicherers reduziert haben. Erhöhte Gewinnspannen in den Verwaltungskosten sind derzeit noch nicht in der Lage, diesen Effekt zu kompensieren, wodurch sich PrismaLife gegenwärtig in einer Phase geringere Erträge befindet. Fitch erwartet, dass hierdurch die Zinsbedeckung zum Jahresende 2009 auf unter 3x fällt, während sie zum Jahresende 2008 noch 4,2x betrug. Dieser Effekt geht einher mit einem relativ hohen Verschuldungsgrad. Insgesamt begrüßt Fitch jedoch diesen Schritt, da er den Weg zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell ebnet.

PrismaLife, die ihren operativen Geschäftsbetrieb erst im Jahr 2001 angefangen hat, hat in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg ihrer gebuchten Bruttobeiträge und ihrer Bilanzsumme verzeichnet. Parallel zu dieser Entwicklung hat PrismaLife ebenfalls ihre Strukturen und Geschäftsprozesse ausgebaut, um operationelle Risiken zu reduzieren.

Am Ende des dritten Quartals 2009 hatte PrismaLife gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 125,6 Mio. Euro und eine Bilanzsumme in Höhe von 512,3 Mio. Euro. Während der ersten neun Monate belief sich der Überschuss der PrismaLife auf 2 Mio. Euro nachdem er im Vorjahreszeitraum noch 5,6 Mio. Euro betragen hatte. Zu Beginn des Jahres 2010 weitete PrismaLife ihre Vertriebskanäle aus und führte neue Produkte zur Zusammenarbeit mit einzelnen Vermittlern ein.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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