08.02.2010 - 09:41 - Gesundheit & Medizin

Neue nebenwirkungsarme Therapien mit repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS)

Pressemitteilung von: netzwerk-neuromodulation

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Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS-Therapie)
Bei chronischem Tinnitus (Ohrgeräusch) ist kaum eine Therapie wirksam, so war die bisher die Einschätzung von Experten. Jetzt gibt es jedoch eine nebenwirkungsarme Stimulationstherapie, die in ersten wissenschaftlichen Studien bei ca. 20-40% der Patienten auch im Vergleich zu Placebostimulation erfolgreich war. Die so genannte rTMS-Therapie basiert auf dem Nachweis, dass bei chronischem Tinnitus die Überaktivierung nicht im Ohr, sondern im Gehirn besteht (Phantomwahrnehmung). Durch neurologische Therapie mit einer sehr intensiven Magnetstimulation am Kopf (rTMS = repetitive transkranielle Magnetstimulation) wird der quälende Charakter der Geräusche vermindert. Bei Anwendung von ca. 10 Sitzungen der ambulant in der neurologischen Praxis von Privatdozent Dr. med. Roland Wenzelburger in Kiel/Altenholz angebotenen Therapie kann eine länger anhaltende Wirkung entstehen. Nicht anwendbar ist die rTMS-Therapie bei Patienten mit Herzschrittmacher, Epilepsie oder bei Schwangeren, da eine magnetsche Feldstärke ähnlich wie bei der Kernspintomographie verwendet wird. Für eine antidepressive Wirkung der rTMS-Therapie wird die Spule über dem Frontalhirn aufgesetzt. Diese Therapie ist sehr nebenwirkungsarm, dabei aber wirksam. Sie belastet den Körper nicht durch zusätzliche Medikamente und hat zur Therapie bestimmter Formen der Depression die strenge Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) erhalten. Neben der Anwendung in deutschen Universitätskliniken wird diese rTMS-Therapie jetzt auch in Kiel in psychiatrischer Zusammenarbeit angeboten. Auch zur Schmerztherapie gibt es mehrere wissenschaftlich untersuchte Anwendungen der repetitiven Magnetstimulation mit der Möglichkeit einer Wirkung auch bei chronischen Schmerzsyndromen. In kleinen Studien wissenschaftlich geprüfte Verfahren mit rTMS stehen außerdem für die Therapie von Demenzen zur Verfügung, sowie für die Rehabilitation inkompletter Lähmung oder bestimmter Formen der Aphasie nach Schlaganfall. Von Beihilfe und privaten Krankenkassen wird die Therapie in der Regel erstattet, von gesetzlichen Kassen leider noch nicht. Weitere Infos finden Sie unter www.netzwerk-neuromodulation.de.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Privatdozent Dr. med. Roland Wenzelburger
Facharzt für Neurologie, spezielle Schmerztherapie, Schlafmedizin, Geriatrie im Gebiet Neurologie
Dänischenhagener Str. 12b
24161 Altenholz
Tel. 0431 322 125
SPEZIALSPRECHSTUNDE rTMS-THERAPIE
www.dr-wenzelburger.de

Niedergelasen in Arztpraxis seit 2006
1992 Promotion zum Thema „Beeinflussung der Symptomatik des Torticollis spasmodicus durch induzierte Blickfolgebewegungen“
1995 Fachkunde Röntgendiagnostik des Skelettsystems
2000 Fachkunde Computertomographie
2001 Fakultative Weiterbildung Klinische Geriatrie im Gebiet Neurologie
2003 Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit dem Thema „Koordination und Feinmotorik der Hand bei Bewegungsstörungen“. Thema des Habilitationsvortrages: „Neue physiotherapeutische Konzepte für die Rehabilitation der Hand nach Schlaganfall“
Seit 2003 Privatdozent der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel
Seit 2003 Dozent für Neurologie im Curriculum Ambulante geriatrische Rehabilitation der Akademie der Ärztekammer Schleswig-Holstein
Seit 2004 Prüfer im Staatsexamen der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel
2004 - 2006 Dozent für Neurologie im Curriculum Allgemeinmedizin der Akademie der Ärztekammer Schleswig-Holstein
2005 Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie
Bis 2006 klinische Ausbildung und wissenschaftliche Tätigkeit im Universitätsklinikum Kiel, 2000-2006 als Oberarzt
2007 Fakultative Weiterbildung Neurologische Intensivmedizin
Seit 2007 Prüfer der Ärztekammer Schleswig-Holstein für die Zusatzweiterbildung Geriatrie
2007 Weiterbildungsbefugnis für Neurologie und klinische Geriatrie im Gebiet Neurologie
2009 Zusatzweiterbildung Schlafmedizin

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