Schnelle und robuste Bauteile für die Medizintechnik

Pressemitteilung von: rpm GmbH

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Das NylonMoldTM-Verfahren liefert schnell und kostengünstig Bauteile für vielfältige Anwendungen. Foto: Ziehres
Mit schnell gefertigten Prototypen und Kleinserien unterstützt der niedersächsische Kunststoffspezialist rpm Entwickler in Zeitnot. Ein eigens entwickeltes Verfahren liefert Bauteile aus dem Serienwerkstoff Polyamid 6, die erlauben, die kurze Zeit bis zum Produktionsbeginn optimal zu nutzen.
Fachleute sprechen von rasanten, manchmal sogar revolutionären technischen Fortschritten in einigen Bereichen der Medizintechnik, insbesondere der Diagnostik. Neue Geräte, Techniken und Methoden werden in immer kürzeren Innovationszyklen in den Markt eingeführt. Eine Studie des VDE besagt, dass zwei Drittel der Medizintechnik-Produkte in Deutschland nicht älter als drei Jahre sind.
Die Entwickler in dieser Branche stehen in Anbetracht immer engerer Zeitpläne vor großen Herausforderungen. Bei rpm ist man sich dieser Problematik bewusst. „Wir unterstützen die Arbeit der Entwickler mit Lösungsvorschlägen zur fertigungsoptimierten Konstruktion, ohne die Kostenseite aus den Augen zu verlieren “, erklärt Dr. Klaus Kreutzburg, kaufmännischer Geschäftsführer der rpm GmbH.
In den vergangenen Jahren hat das mittelständische Unternehmen das in der Literatur beschriebene Polyamid-Gießverfahren zur vollen Produktionsreife entwickelt. Das Verfahren liefert hochmolekulare, sehr homogene Polyamide. Bauteile, die im patentierten NylonMoldTM –Verfahren hergestellt werden, sind Produkte einer chemischen Reaktion. Sie entstehen durch thermisch aktivierte Polymerisation einer Monomer-Mischung, die mit additiven und katalytischen Komponenten angereichert ist. Die Verarbeitung der Monomer-Mischung erfolgt mittels Injektionstechnologie nahezu drucklos. Als Werkstoff für die Formwerkzeuge kommt bei rpm Silikon zum Einsatz. Die sogenannten Soft Tools entstehen durch Umgießen eines Urmodells. Im Ofen werden die Formwerkzeuge auf Reaktionstemperatur aufgeheizt.
Das NylonMoldTM –Verfahren liefert Bauteile, die eine hohe Kristallinität aufweisen und frei von Eigenspannungen sind. „Charakteristisch für Gusspolyamide ist die hohe Duktilität bei gleichzeitig hoher Härte, der hohe abrasive Widerstand sowie das Dämpfungsvermögen“, sagt Dr. Jörg Gerken, technischer Geschäftsführer der rpm GmbH. Hitzestabilisiertes NylonMoldTM mit einem Glasfaseranteil von 30 Prozent weist ein Zug-E-Modul von 7500 MPa und eine Charpy-Schlagzähigkeit von 26,2 kJ/m2 auf. Der Werkstoff ist zwischen -40 oC und +180 oC einsetzbar und chemisch beständig gegen Benzin, Kohlenwasserstoffe, und Lösungsmittel sowie bedingt gegen Säuren und Laugen.
Mit diesen Merkmalen eignet sich NylonMoldTM beispielsweise als Gehäuse-Material für sensible Technologie, die hohen Belastungen ausgesetzt wird. NylonMoldTM –Gehäuse bieten zuverlässigen Schutz auch unter harten Bedingungen, wie beispielsweise beim Einsatz im Rettungswagen.
Innerhalb weniger Tage sind erste Bauteile aus dem Serienwerkstoff Polyamid 6 lieferbar. Doch der Einsatz von Formen aus Silikon spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten. „Höhere Stückkosten werden durch die Zeitreduzierung bis zur Erstlieferung, die Flexibilität des Verfahrens und die niedrigen Werkzeugkosten mehr als wettgemacht“, sagt dazu der Unternehmensberater Sebastian L. Krüger, der auch als Beiratsmitglied für rpm tätig ist. Die Gesamtbilanz für zugrunde gelegte 1000 Bauteile weist Zeit- und Kostenvorteile bis zu 50 Prozent gegenüber konventioneller Spritzguss- oder Blasteilfertigung auf.
Um diese Vorteile und die hervorragenden Eigenschaften von NylonMoldTM auch auf größere Stückzahlen zu übertragen, arbeitet die Forschungsabteilung von rpm derzeit an alternativen Werkzeugkonzepten. Denn gerade im Bereich der Medizintechnik, in dem Innovationen in atemberaubendem Tempo gefragt sind, gewinnen Kleinserien immer mehr Bedeutung.
Bisher konzentrierte sich das Unternehmen auf Stückzahlen bis 500. Die wirtschaftlichen Grenzen des NylonMoldTM –Verfahrens liegen derzeit in den beschränkten Standzeiten der Silikonformen, die je nach Komplexizität zwischen 15 und 35 Bauteile liefern. Das im Herbst angelaufene Forschungsprojekt QbridMold-Nylon soll die wirtschaftlich sinnvolle, industrielle Kleinserienfertigung im Polyamid-Gießverfahren ermöglichen. Angestrebt ist eine flexible, teilautomatisierte Kleinserienfertigung bis 5000 Stück. Hinsichtlich Toleranzen und Oberflächen sollen die Bauteile mit Spritzgussteilen vergleichbar bleiben. „Das Hauptaugenmerk liegt auf kurzfristigen Bereitstellungszeiten zu vergleichsweise geringen Kosten. So soll die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Spritzguss gesichert werden“, sagt Sebastian L. Krüger.
In der Forschungsabteilung von rpm werden derzeit Werkzeugalternativen und Kombinationen aus unterschiedlichen Materialien gebaut und hinsichtlich ihrer Eignung für das Gießverfahren geprüft.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

rpm GmbH
Dieselstraße 15
38350 Helmstedt
Tel. + 49 (0) 5351 – 525 900
Fax + 49 (0) 5351 – 525 901

www.rpm-medizintechnik.de
Pressekontakt:
Beate Ziehres
4926 Meadow Trace Ln.
Hixson, TN 37343, USA
Tel. + 49 (0) 172 - 416 77 92
Tel. + 1 423 991 4704



Die in Helmstedt (Niedersachsen) ansässige rpm GmbH ist im Bereich der Kunststoff-Prototypen-Fertigung einer der Marktführer in Deutschland. Das mittelständische Unternehmen verfügt über die derzeit modernste Anlagentechnik im Bereich Polyamidguss in Europa. In den vergangenen 12 Jahren entwickelte sich das von Dr. Jörg Gerken und Dr. Klaus Kreutzburg gegründete Unternehmen vom Zwei-Mann-Betrieb zum Spezialisten im Bereich der Produktentwicklung. Produkte aus dem Hause rpm erleichtern die Arbeit der Chirurgen im OP, die Arbeit von Rettungsmedizinern und des Pflegepersonals.
Wegen des erhöhten Platzbedarfs für Fertigung und Entwicklung zog das Unternehmen innerhalb des Hauptstandortes Helmstedt im Jahr 2003 aus der Innenstadt in das neu errichtete Technologie- und BusinessZentrum der DTA (Deutschen Technischen Akademie). Mit dem Tochterunternehmen rpm North America Inc. hat die rpm GmbH einen zusätzlichen Standort im US-Bundesstaat Michigan.

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