28.01.2010 - 08:26 - Politik, Recht & Gesellschaft
Europaweite Proteste gegen die Bedrohung unkontaktierter Indigener
Pressemitteilung von: Survival International Deutschland e.V.
Demonstranten versammelten sich heute in London, Madrid und Paris um gegen die Planierung eines Gebietes in Paraguay zu protestieren, auf dem eines der letzten unkontaktierten Völker lebt.
Vor den Botschaften Paraguays in London und Madrid hielten die Demonstranten Plakate mit der Aufschrift „Rettet die Ayoreo“ hoch. Das indigene Volk der Ayoreo-Totobiegosode wird von einem brasilianischen Unternehmen bedroht, das die angestammten Waldstücke der Indigenen für Rinderfarmen planiert.
Der Hauptsitz der UNESCO in Paris erhielt einen Brief von Survival zur besorgniserregenden Lage der Totobiegosode. Das Gebiet ist Teil eines UNESCO-Biosphärenreservats. Trotz der zahlreichen Appelle der Totobiegosode steht eine Antwort der UNESCO immer noch aus.
Das brasilianische Viehzucht-Unternehmen Yaguarete Porá S.A. erhielt erst vor Kurzem Survivals „Greenwashing Award 2010“. Das Unternehmen bekam den Preis für seine Versprechungen, ein „Naturreservat“ zu errichten, während es mit der Zerstörung von hunderten Quadratkilometern Wald fortfährt.
Yaguarete bestreitet jede illegale Handlung mit der Begründung, das Gebiet gehöre nicht den Totobiegosode. Allerdings wird diese Behauptung durch zahlreiche Studien widerlegt, welche zweifelsfrei beweisen, dass es sich um das angestammte Land der Indigenen handelt. Ihr Rechtsanspruch beruft sich ebenfalls auf eine dieser Studien.
Klicken Sie hier, um die Pläne des Unternehmens anzusehen.
Satellitenbilder zeigen deutlich die Zerstörung der Wälder auf dem Gebiet der Totobiegosode. Sie sind das einzige unkontaktierte Volk weltweit, welches sein Land wegen Rinderzucht verlieren wird.
Stephen Corry erklärte heute dazu: „Menschen weltweit werden sich endlich bewusst darüber, was den Totobiegosode widerfährt. Paraguay verschafft sich damit eher eine zweifelhafte Bekanntheit.“
Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte Alice Bayer:

T (+44) (0) 20 7687 8710
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Survival International Deutschland e.V.
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str.4
10405 Berlin
Tel.: +49(0)30 72 29 31 08
www.survival-international.de
Survival International ist eine weltweit aktive Nicht-Regierungsorganisation, die sich für die Rechte von indigenen Gruppen einsetzt. Dabei konzentrieren wir uns auf diejenigen, die in größter Isolation und fernab der Außenwelt leben. Sie sind am meisten bedroht und sind dabei alles zu verlieren – auch ihr Leben. Survival International legt den Schwerpunkt auf Kampagnen und Aufklärungsarbeit als effektive Methode, langfristig Verbesserungen für indigene Gruppen zu erreichen. Zudem bemühen wir uns, bestehende Vorurteile durch Bildungsarbeit abzubauen.
Vor den Botschaften Paraguays in London und Madrid hielten die Demonstranten Plakate mit der Aufschrift „Rettet die Ayoreo“ hoch. Das indigene Volk der Ayoreo-Totobiegosode wird von einem brasilianischen Unternehmen bedroht, das die angestammten Waldstücke der Indigenen für Rinderfarmen planiert.
Der Hauptsitz der UNESCO in Paris erhielt einen Brief von Survival zur besorgniserregenden Lage der Totobiegosode. Das Gebiet ist Teil eines UNESCO-Biosphärenreservats. Trotz der zahlreichen Appelle der Totobiegosode steht eine Antwort der UNESCO immer noch aus.
Das brasilianische Viehzucht-Unternehmen Yaguarete Porá S.A. erhielt erst vor Kurzem Survivals „Greenwashing Award 2010“. Das Unternehmen bekam den Preis für seine Versprechungen, ein „Naturreservat“ zu errichten, während es mit der Zerstörung von hunderten Quadratkilometern Wald fortfährt.
Yaguarete bestreitet jede illegale Handlung mit der Begründung, das Gebiet gehöre nicht den Totobiegosode. Allerdings wird diese Behauptung durch zahlreiche Studien widerlegt, welche zweifelsfrei beweisen, dass es sich um das angestammte Land der Indigenen handelt. Ihr Rechtsanspruch beruft sich ebenfalls auf eine dieser Studien.
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Satellitenbilder zeigen deutlich die Zerstörung der Wälder auf dem Gebiet der Totobiegosode. Sie sind das einzige unkontaktierte Volk weltweit, welches sein Land wegen Rinderzucht verlieren wird.
Stephen Corry erklärte heute dazu: „Menschen weltweit werden sich endlich bewusst darüber, was den Totobiegosode widerfährt. Paraguay verschafft sich damit eher eine zweifelhafte Bekanntheit.“
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