22.01.2010 - 17:06 - Kunst & Kultur
Fritz Kahn: Neue Sonderausstellung Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
Pressemitteilung von: PublicSciencePR Agentur: PublicScience
Mit einer eindrucksvollen Sonderausstellung beginnt das Berliner Medizinhistorische Museum am 23. Januar 2010 das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Bestehen der Charité. Unter dem Titel „Fritz Kahn - Maschine Mensch“ werden erstmals Illustrationen des Berliner Arztes und Wissenschaftsautors Dr. Fritz Kahn (1888-1968) präsentiert. Fast 80 Jahre nachdem der jüdische Intellektuelle aus Deutschland vertrieben wurde, erinnert die Charité mit „Maschine Mensch“ an einen Mediziner, der in den heutigen Museumsräumen studierte und später als Volksaufklärer Karriere machte. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Ulla Schmidt, Bundesgesundheitsministerin a. D., und ist bis zum 11. April 2010 zu sehen.
Fritz Kahn verstand es, aktuelles medizinisches Wissen seiner Zeit einem breiten Publikum nahezubringen. In seinen Büchern und insbesondere in den Illustrationen, die er nach seinen Vorgaben anfertigen ließ, steht der Mensch als Hochleistungsmaschine inmitten der industriellen Moderne. Auf spektakulär neue Weise veranschaulicht Kahn den Bau und die Funktionen des menschlichen Körpers mit Analogien zu den technischen Erfindungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Einzelne Körperteile zeigt er als Maschinen, Organsysteme als Fabriken und den gesamten Menschen als „Industriepalast“.
Mehr als 100 der interessantesten Illustrationen aus dem Werk Fritz Kahns präsentiert das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité im Rahmen der Ausstellungsreihe „Interventionen“, die vor allem mit Kunstprojekten die Dauerausstellung des Museums kommentiert. Im Rudolf-Virchow-Saal ergibt sich ein Dialog zwischen den historischen Präparaten, die die Pathologie einzelner Körperteile veranschaulichen, und den Illustrationen aus Kahns Büchern, die die Anatomie und Physiologie begreifbar machen. In der historischen Hörsaalruine stehen sich der Fantasy - Bilderzyklus „Reiseerlebnisse einer Wanderzelle“ und die klassische Moderne mit dem Thema „Mensch und Maschine“ gegenüber.
Aufgewachsen in Halle, New York und Berlin studierte Kahn unter anderem an der Berliner Charité Natur- und Geisteswissenschaften, arbeitete als Chirurg und Gynäkologe und wurde in den zwanziger Jahren mit der reich bebilderten Reihe „Das Leben des Menschen“ zum internationalen Bestsellerautor. Nach seiner Flucht vor den Nazis emigrierte er mit Hilfe von Albert Einstein in die USA. Kahns vielseitige Bildung, seine Originalität, sein Humor und seine Liebe zum Menschen spiegeln sich insbesondere in seiner Bildsprache. Als Pionierleistung der Informationsgestaltung spiegeln Kahns Buchillustrationen den avantgardistischen Zeitgeist der Weimarer Republik und inspirieren bis heute zahlreich Künstler und Gestalter.
In „Fritz Kahn - Maschine Mensch“ wird das Bildwerk des deutsch-amerikanischen Universalisten erstmals im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Die informativen und unterhaltsamen Bildtexte stehen den Besuchern in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Als Begleitbuch ist im Museum der 200-seitige monografische Bildband „FRITZ KAHN - Man Machine / Maschine Mensch“ erhältlich (Springer 2009, dt./engl., inklusive Poster „Der Mensch als Industriepalast“).
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt:
PR Agentur PublicScience
Luisenstraße 48, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 280 99 104
E-Mail:
www.publicscience.de
Kontakt:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Tel.: 030 / 450 536 156
Fax: 030 / 450 536 905
E-Mail:
www.bmm.charite.de
Das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité ist inzwischen zu einer weltweit geachteten und nachgefragten Einrichtung seiner Art geworden. Rund 120.500 Gäste aus dem In- und Ausland besuchen das Museum jährlich. Gerade Schüler höherer Jahrgangsstufen sowie Auszubildende und Studierende in medizinischen Berufen, aber auch sehr viele interessierte Laien nutzen die verschiedenen Ausstellungen, um sich über medizinische sowie kultur- und wissenschaftsgeschichtliche Zusammenhänge zu informieren. In ihrer Einzigartigkeit stellt die Einrichtung eine besondere Attraktion der Berliner Museumslandschaft dar.
Fritz Kahn verstand es, aktuelles medizinisches Wissen seiner Zeit einem breiten Publikum nahezubringen. In seinen Büchern und insbesondere in den Illustrationen, die er nach seinen Vorgaben anfertigen ließ, steht der Mensch als Hochleistungsmaschine inmitten der industriellen Moderne. Auf spektakulär neue Weise veranschaulicht Kahn den Bau und die Funktionen des menschlichen Körpers mit Analogien zu den technischen Erfindungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts: Einzelne Körperteile zeigt er als Maschinen, Organsysteme als Fabriken und den gesamten Menschen als „Industriepalast“.
Mehr als 100 der interessantesten Illustrationen aus dem Werk Fritz Kahns präsentiert das Berliner Medizinhistorische Museum der Charité im Rahmen der Ausstellungsreihe „Interventionen“, die vor allem mit Kunstprojekten die Dauerausstellung des Museums kommentiert. Im Rudolf-Virchow-Saal ergibt sich ein Dialog zwischen den historischen Präparaten, die die Pathologie einzelner Körperteile veranschaulichen, und den Illustrationen aus Kahns Büchern, die die Anatomie und Physiologie begreifbar machen. In der historischen Hörsaalruine stehen sich der Fantasy - Bilderzyklus „Reiseerlebnisse einer Wanderzelle“ und die klassische Moderne mit dem Thema „Mensch und Maschine“ gegenüber.
Aufgewachsen in Halle, New York und Berlin studierte Kahn unter anderem an der Berliner Charité Natur- und Geisteswissenschaften, arbeitete als Chirurg und Gynäkologe und wurde in den zwanziger Jahren mit der reich bebilderten Reihe „Das Leben des Menschen“ zum internationalen Bestsellerautor. Nach seiner Flucht vor den Nazis emigrierte er mit Hilfe von Albert Einstein in die USA. Kahns vielseitige Bildung, seine Originalität, sein Humor und seine Liebe zum Menschen spiegeln sich insbesondere in seiner Bildsprache. Als Pionierleistung der Informationsgestaltung spiegeln Kahns Buchillustrationen den avantgardistischen Zeitgeist der Weimarer Republik und inspirieren bis heute zahlreich Künstler und Gestalter.
In „Fritz Kahn - Maschine Mensch“ wird das Bildwerk des deutsch-amerikanischen Universalisten erstmals im Rahmen einer Ausstellung gezeigt. Die informativen und unterhaltsamen Bildtexte stehen den Besuchern in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Als Begleitbuch ist im Museum der 200-seitige monografische Bildband „FRITZ KAHN - Man Machine / Maschine Mensch“ erhältlich (Springer 2009, dt./engl., inklusive Poster „Der Mensch als Industriepalast“).
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