21.01.2010 - 14:20 - Politik, Recht & Gesellschaft

„betriebsratsverseucht“ - Thönnes: Unwort des Jahres sollte zu Betriebsratswahlen 2010 motivieren

Pressemitteilung von: Franz Thönnes, MdB

Bild im Großformat
Franz Thönnes, MdB
„Das von der Gesellschaft für deutsche Sprache für das Jahr 2009 als „Unwort des Jahres“ bestimmte Adjektiv „betriebsratsverseucht“ macht erschreckend deutlich welches Klima in manchen Unternehmen Deutschlands herrscht“, so SPD-MdB Franz Thönnes. Dies sollte jedoch gerade jetzt Anlass sein und motivieren, nach Kräften für die turnusmäßige Wahl von Betriebsräten im Jahr 2010 zu werben. Das Wort „betriebsratsverseucht stammt aus der „Monitor-Sendung“ vom 14.5.2009. Hier berichtete ein Mitarbeiter einer Baumarktkette, dass dieses Wort von Abteilungsleitern für Mitarbeiter verwendet werde, bei denen davon ausgegangen werden könne, dass sie Vertrauen in die Arbeit der Arbeitnehmervertretung hätten und dadurch die Loyalität zum Unternehmen gefährdet sei.

Thönnes teilt völlig die Begründung für die Wahl durch die Jury. Sie schreibt: „Die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen "stört" zwar viele Unternehmen, sie als "Seuche" zu bezeichnen, ist indes ein zumindest sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen.“

Nach den durch die SPD-geführte Bundesregierung in 2004 verbesserten Wahlbedingungen für Betriebsräte wurden bei den Wahlen 2006 in über 100.000 Unternehmen in Deutschland Betriebsräte gewählt. Die Wahlbeteiligung erhöhte sich auf 81 und der Prozentsatz der wiedergewählten Betriebsräte auf gut 69 %. Das ist ein eindeutiger Vertrauensbeweis für die Interessenvertreter der Beschäftigten, so Thönnes. Nach seiner Auffassung haben „Betriebsräte in unserer sozialen Marktwirtschaft eine sehr wichtige Funktion“. Sie schützen nicht nur die Rechte der Mitarbeiter und nehmen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen, sondern übernehmen auch Verantwortung, wenn ihr Betrieb sich Veränderungen muss oder Krisenzeiten stellen muss.“

So habe beispielsweise das vernünftige Miteinander von Betriebsrat und Geschäftsleitung beim Verkauf des Bad Oldesloer Werks von Glaxo Wellcome an den südafrikanischen Pharmakonzern Aspen dafür gesorgt, dass beim Übergang die Interessen der Beschäftigten gewahrt wurden.
Auch beim Wahlstedter Pumpenbauer Grundfos, der durch die Wirtschaftskrise 2008/09 mit großen Absatzschwierigkeiten auf dem Weltmarkt konfrontiert war, konnten durch die gute Zusammenarbeit von Unternehmen und Mitarbeitervertretung alle Arbeitsplätze gesichert werden.

„Mitarbeiter, die sich für ihre Interessen und ihr Unternehmen einsetzen und sich dafür an die Mitarbeitervertretung wenden, als „Seuche“ zu bezeichnen ist nicht nur unwürdig, sondern geht auch in den meisten Betrieben an der Realität weit vorbei. Besonders in schwierigen Zeiten könnten Unternehmen nur durch ein solidarisches Miteinander von Geschäftsführung, Betriebsrat und Belegschaft auf Dauer zukunftsfähig bleiben. Gerade deshalb wissen auch viele aufgeklärte und weitsichtige Unternehmer die Kompetenz der Betriebsräte und ein gutes Miteinander zu schätzen“, so Thönnes.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Bürgerbüro Franz Thönnes, MdB
Oldesloer Straße 20
23795 Bad Segeberg

Tel.: 04551-968383
Fax: 04551-967338
e-mail:

Franz Thönnes ist SPD-Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 8, Segeberg/Stormarn-Nord war Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Arbeit und Soziales.
Nähere Informationen über Biografie und Arbeitsschwerpunkte von Franz Thönnes unter www.Thoennes.de.

News-ID: 389425 • Views: 1062

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr