21.01.2010 - 08:17 - Freizeit, Buntes, Vermischtes

Rote Ampel für Leckerlis auf der Internationalen Grünen Woche im Bereich Heimtier und Pflanze

Pressemitteilung von: Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e. V. - Tierschutzfachverband (AGfaN)

Bild im Großformat
Sehr anschaulich ist die Darstellung gelungen, mit der den Besuchern verdeutlicht wird, was Kaninchen nicht zu fressen bekommen sollten. Aufnahme Ingrid Wendt / AGfaN e.V.
Am Stand „Kaninchenschutz e. V.“, der aus Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere auf die Präsentation lebender Kaninchen verzichtet, erfährt man vieles Wissenswerte über eine möglichst artgerechte Haltung dieser als Heimtiere beliebten Nager. Kaninchen sind gesellige Tiere, deshalb sollten sie nicht einzeln gehalten werden. Um eine unerwünschte Vermehrung zu vermeiden, sollten die Böckchen kastriert oder nur gleichgeschlechtliche Tiere gehalten werden, wobei Böcke untereinander meist umgänglicher sind als Weibchen.Ideal ist die Haltung in einer Gruppe. Wenn der Platz dafür nicht ausreicht, ist normalerweise ein Pärchen am verträglichsten. Aber auch zwei Böcke und ein Weibchen sind durchaus möglich. Die Dominanz der einzelnen Tiere ist sehr unterschiedlich und kann nur durch mehrtägige Beobachtung des Verhaltens mit den Artgenossen festgestellt werden. Meerschweinchen sind keine adäquaten Partner, da sie sich auf andere Art als Kaninchen miteinander verständigen, wozu zum Beispiel auch Laute gehören, während Kaninchen keine Laute zur Verständigung verwenden. Allerdings ist es gut möglich, ein Kaninchen- und ein Meerschweinchen-Pärchen oder mehrere Tiere derselben Art gemeinsam zu halten. Auch solche Menschen, die über viel Zeit zur Beschäftigung mit ihren Heimtieren verfügen, sollten mindestens zwei Kaninchen halten und sich an der Beobachtung der Tiere erfreuen, anstatt sich selbst vergeblich in der Rolle des Gefährten zu versuchen.

Der Verein informiert unter anderem über die Mindestgröße und Gestaltung des Auslaufs, über Beschäftigungsmöglichkeiten und vor allem auch über die richtige Ernährung. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Brot als auch Leckerlis und getreidehaltiges Fertigfutter nicht verwendet werden sollten, da sie der Verdauung des Kaninchens schaden und außerdem durch den hohen Energiegehalt leicht zu Übergewicht führen. Dagegen sollte Heu als Hauptnahrung des Kaninchens ständig vorhanden sein, weil es sowohl für die Verdauung als auch für den Abrieb der ständig nachwachsenden Zähne erforderlich ist. Auch frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es Frischfutter, das aus Gemüse, Gräsern und Kräutern sowie etwas Obst bestehen kann. Für das Kürzen der Schneidezähne sind Zweige oder anderes Nagematerial erforderlich.

An dem Stand des „Kaninchenschutz e.V.“ werden auch Kindern die Bedürfnisse der Kaninchen nahe gebracht. Bei einem Quiz können sie testen, ob sie wissen, was Kaninchen bei einer Heimtierhaltung brauchen und was ihnen schadet.

Verfasserin: Ingrid Wendt

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V.
Ansprechpartner: Eckard Wendt, Vorsitzender
Auf der Geest 4
21435 Stelle
Telefon / Fax: 04174-5181
E-Mail:
Pressekontakt: Eckard Wendt (s. o.)

Die "Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung" e.V. (AGfaN) ist ein Tierschutzfachverband, der sich schwerpunktmäßig mit der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung befasst. Sie lehnt die Nutztierhaltung nicht prinzipiell ab. Sie wendet sich aber entschieden gegen die praxisübliche Ausbeutung dieser leidensfähigen Mitgeschöpfe, die fast immer eng zusammengepfercht und bei Dämmerlicht vegetieren müssen. Das Anpassen der Tiere an die tierfeindlichen Lebensbedingungen durch Schnabelkürzen bei Puten, Moschus(Flug-)enten und Legehennen und das Kürzen der Schwänze bei Ferkeln sowie das Enthornen der Rinder wird abgelehnt.

News-ID: 389263 • Views: 385

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr