19.01.2010 - 13:44 - Politik, Recht & Gesellschaft

Baustelle Hartz IV – Mediale Langzeitstudie belegt: Betrugsabsichten haben nicht erkennbar stattgefunden

Pressemitteilung von: Sylvia Wenig-Karasch

Einmal mehr sind die Millionen Arbeitslosen in Deutschland ins Fadenkreuz der Politik geraten: So forderte der Hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) jetzt eine Arbeitspflicht für Bezieher von Arbeitslosengeld II. „In Deutschland gibt es Leistungen für jeden, notfalls lebenslang. Deshalb müssen wir Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht“, so Koch am 17.01.2010 auf BILD.de.

Diesen Forderungen entgegen stehen die Ergebnisse der medialen Langzeitstudie „Raus aus der Arbeitslosigkeit“, die auf Umfrageergebnissen von mehr als 53.000 Arbeitslosen basiert und in einer bislang unveröffentlichten Dokumentation zusammengefasst und ausgewertet wurden. So besagt diese Dokumentation u.a.:

1. Hinsichtlich der Anfrage-Inhalte muss betont werden, dass nach Einschätzung unserer Beratungsexperten mehr als 98 Prozent aller Anfrage-Kontakte aus Gründen realer Existenzsorgen und Zukunftsängste erfolgte, aus persönlicher Verunsicherung heraus sowie -
und überwiegend nicht unbegründet – aus Verärgerung über die Hartz IV – ausführenden Behörden.

2. Die in der Öffentlichkeit immer wieder diskutierten vermeintlichen „Betrugsabsichten der Arbeitslosen“ haben in der Aktion „Raus aus der Arbeitslosigkeit“ nicht erkennbar stattgefunden.

3. Die Auswertung der Aktion zeigt, dass das Hauptproblem der überwiegenden Mehrheit der millionenstarken Zielgruppe der Arbeitslosen darin besteht, dass es für die meisten von ihnen – auch auf Perspektive betrachtet – keinen regulären Arbeitsplatz in Deutschland gibt.

Zum aktuellen Vergleich: Die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit vom 05. Januar 2010 besagt, dass es zurzeit für 3,276 Millionen Menschen ohne Arbeit nur 461.000 gemeldete freie Stellen gibt.

Die Aktion „Raus aus der Arbeitslosigkeit“ wurde im Zeitraum 2004 bis 2006 als kostenloses Beratungsportal für Betroffene geführt und von 35 Politikerinnen und Politikern (siehe Dokumentation Seite 13-14) sowie mehreren Beratungsexperten unterstützt und begleitet.

Die komplette Dokumentation ist über das Internetportal www.sylvia-wenig-karasch.com einsehbar.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Sylvia Wenig-Karasch ist freie Journalistin mit den Arbeitsbereichen
- Aktuelle Reportagen
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- Aktionen für Print- und Online-Medien.
Ihre thematischen Schwerpunkte liegen in der unabhängigen Berichterstattung über soziale, sozial- und aktuellpolitische Brennpunktthemen, über Deutschland, Europa sowie im Ratgeber- und Verbraucher-Ressort. In der deutschsprachigen Sonntagssendung von Chin Radio Toronto in Kanada informiert sie per Live-Schaltung jede Woche über aktuelle Ereignisse in Deutschland. Im BoD-Verlag Norderstedt hat sie als Autorin, Co-Autorin und Herausgeberin inzwischen 14 Buchtitel veröffentlicht, die sich vorrangig Menschen in existentiellen Krisensituationen annehmen.

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