openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Gemeinsame Entwicklung eines mdm2-/p53-Hemmers gegen unterschiedliche Tumorarten gestartet

19.01.201008:15 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Boehringer Ingelheim und Priaxon geben Zusammenarbeit zur Erforschung und Entwicklung neuartiger Krebstherapien bekannt

München, Ingelheim, 18. Januar 2010 – Boehringer Ingelheim und Priaxon haben eine weltweite Zusammenarbeit zur Erforschung und Entwicklung von MDM2-/p53-Inhibitoren zur Krebsbehandlung vereinbart. Priaxon stellt dabei seine innovative Expertise im Bereich niedermolekularer Wirkstofffindung zur Verfügung, welche insbesondere für die Erforschung der Hemmung von Protein-Protein-Wechselwirkungen von Bedeutung ist. Die Zielstruktur p53 ist ein menschliches Tumorsuppressorprotein. Es konnte gezeigt werden, dass eine Interaktion von mdm21 mit p53, wenn sie gehemmt wird, bei Tumoren mit Wildtyp-p53 die tumorunterdrückenden Funktionen von p53 wieder herstellt. Dadurch könnte die "Genomwächter"-Funktion von p53 reaktiviert werden. Daher ist die Hemmung der Interaktion ein interessanter Ansatz zur Behandlung verschiedener onkologischer Indikationen.



Im Rahmen der Kooperations- und Lizenzvereinbarung übernimmt Boehringer Ingelheim unter Nutzung seiner globalen Marketing- und Vertriebskompetenz die Führungsrolle bei der Entwicklung und Vermarktung der potenziellen Produkte mit mdm2/p53-Hemmern. Boehringer Ingelheim wird an Priaxon bei Vertragsunterzeichnung sowie in naher Zukunft Zahlungen in beträchtlicher Höhe leisten, um weiterer Aktivitäten zur Wirkstofffindung bei Priaxon zu ermöglichen. Außerdem kann Priaxon bei Erreichung bestimmter Entwicklungs-, Zulassungs-, und Vermarktungs-Meilensteine Zahlungen in Höhe von 86 Millionen Euro sowie Royaltyzahlungen aus möglichen künftigen Produkterlösen von Boehringer Ingelheim erhalten.

Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam daran, Wirkstoffkandidaten zu identifizieren und diese in die präklinische Entwicklung zu bringen. Danach wird Boehringer Ingelheim die klinische Entwicklung und die Vermarktung der aus der Zusammenarbeit entstandenen, potenziellen Krebsmedikamente übernehmen.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Priaxon im Bereich neuartiger gezielter Krebstherapien, um unsere Onkologie-Pipeline noch weiter auszubauen. Die Entdeckung von p53 und seinen Protein-Protein-Wechselwirkungen in einem breiten Spektrum von humanen Karzinomen war ein Meilenstein in der Krebsbiologie, doch war es eine große Herausforderung, wirksame Hemmstoffe dieser Wechselwirkungen zu finden. Zusammen mit unseren Partnern sehen wir ein bedeutendes Potenzial für diesen Therapieansatz bei Patienten mit lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Tumoren, für die die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten nicht zufriedenstellend sind“, erklärte Dr. Wolfgang Rettig, Corporate Senior Vice President Research bei Boehringer Ingelheim.

„Dank unserer leistungsstarken, einzigartigen Plattformen zur Wirkstoffindung konnte Priaxon neue vielversprechende mdm2-/p53-Hemmer mit hoher Potenz entwickeln,“ erklärte Dr. Jürgen Kolb, CEO von Priaxon. „Unsere Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim und seinen Onkologie-Experten liefert nun die nötigen Kenntnisse und Ressourcen, um dieses Programm optimal voranzubringen. Boehringer Ingelheim und Priaxon freuen sich beide auf diese Kollaboration mit dem Ziel, vielversprechende niedermolekulare Hemmstoffe für diese Protein-Protein-Wechselwirkung zu entwickeln.“

Zur mdm2-/p53-Inhibition
P53 ist eines der am intensivsten untersuchten Proteine in der Krebsforschung, da sich bei über 50% aller menschlichen Krebserkrankungen ein mutationsbedingter Funktionsverlust und/oder eine Deregulierung des menschlichen Tumorsuppressorproteins p53 feststellen lassen. Aufgrund der zentralen Bedeutung von p53 bei der Kontrolle des Zellzyklus und der Überwachung der Integrität des Genoms wird es auch als "Genomwächter" bezeichnet. Abgesehen von einem mutationsbedingten Funktionsverlust von p53 kann es auch durch Überexpression oder Vervielfältigung von mdm2 inaktiviert werden (Murine Double Minute 2), was bei vielen Wildtyp-p53-Tumoren zu beobachten ist. Eine Störung der Wechselwirkung zwischen mdm2 und p53 gilt daher als neuartiger Therapieansatz für Krebszellen, die noch über Wildtyp-p53 verfügen, und es gibt bereits eine Vielzahl niedermolekularer wirkstoffähnlicher Verbindungen, die an die p53-Bindungsstelle von mdm2 binden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 388317
 205

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Gemeinsame Entwicklung eines mdm2-/p53-Hemmers gegen unterschiedliche Tumorarten gestartet“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: NEU: ManaThea's Tumordokumentationssoftware OnkoManager(R) in Version 4 jetzt auch als Web-AnwendungBild: NEU: ManaThea's Tumordokumentationssoftware OnkoManager(R) in Version 4 jetzt auch als Web-Anwendung
NEU: ManaThea's Tumordokumentationssoftware OnkoManager(R) in Version 4 jetzt auch als Web-Anwendung
Auf der Basis des ManaThea Website Creation FrameWork (MWCF) hat die ManaThea (manathea.eu) ihre beliebte, alle Tumorarten umfassende Tumordokumentationssoftware OnkoManager(R), die bislang - betriebssystemunabhängig - nur im Client-Server-Modus lief, zu einer echten Intranet- und Internet-Anwendung erweitert. Tumordokumentationssoftware befindet sich …
Immer schneller und effektiver - Next Generation Sequencing
Immer schneller und effektiver - Next Generation Sequencing
… bis zu 30 Gene können von einer Mutation betroffen sein Die Wissenschaft liefert in hoher Taktgeschwindigkeit Informationen, welche Gene bei der Entstehung und Entwicklung von Karzinomen eine Rolle spielen. „Zu den am besten untersuchten Karzinomarten gehört inzwischen das Lungenkarzinom“, so Prof. Haller. „Beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom können …
BRUSTKREBS: NEUE SUBSTANZ KÖNNTE WIRKSAMKEIT VON ETABLIERTEN THERAPIEN VERBESSERN
BRUSTKREBS: NEUE SUBSTANZ KÖNNTE WIRKSAMKEIT VON ETABLIERTEN THERAPIEN VERBESSERN
… Laboruntersuchungen bessere Verträglichkeit als vergleichbare Substanzen – und könnte möglicherweise die Wirksamkeit etablierter Krebsmedikamente erhöhen. Er empfiehlt sich damit für die klinische Entwicklung. Seine Wirkung beruht auf der Aktivierung des natürlichen Zelltodes (Apoptose) – einem zellulären Mechanismus, der bei vielen Tumorzellen ausgeschaltet ist und …
Medigene AG erweitert Patentportfolio durch die Patenterteilung in China für den T-Zell-Rezeptor gegen NY-ESO-1/LAGE 1a
Medigene AG erweitert Patentportfolio durch die Patenterteilung in China für den T-Zell-Rezeptor gegen NY-ESO-1/LAGE 1a
… / IRW-Press) Die Medigene AG (Medigene oder das "Unternehmen", FWB: MDG1, Prime Standard) ein immunonkologisches Plattformunternehmen, das sich auf die Erforschung und Entwicklung von T-Zell-Immuntherapien für solide Tumore konzentriert, gab heute bekannt, dass das Unternehmen vom chinesischen Patentamt ein Patent zum Schutz seines T-Zell-Rezeptors …
Jubiläumskongress 20 Jahre Gesellschaft für Hyperthermie
Jubiläumskongress 20 Jahre Gesellschaft für Hyperthermie
… bilden sie eine hervorragende Grundlage für die Überführung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative Produkte der Gesundheitswirtschaft und für die Entwicklung zukunftsweisender Behandlungsverfahren.“ Der Senator verweist dazu auf den Hyperthermie-Standort Berlin, insbesondere auf die Charité Universitätsmedizin, „die während der letzten …
Bild: Protonentherapie, die Behandlung der ZukunftBild: Protonentherapie, die Behandlung der Zukunft
Protonentherapie, die Behandlung der Zukunft
Mehr als 1 Milliarde € Investitionsvolumen für die Hoffnung der Krebskranken Der Vorstand der Aesculap-IT-Foundation fördert u. a. die Entwicklung und Ansiedlung von Krebstherapiezentren und hier insbesondere die Protonentherapie. Die Einbringung radioaktiver Isotope in den Körper um Tumore zu zerstören, gehört seit langem zur Standardbehandlung in …
Bild: CyberKnife Zentrum Norddeutschland behandelt erste PatientenBild: CyberKnife Zentrum Norddeutschland behandelt erste Patienten
CyberKnife Zentrum Norddeutschland behandelt erste Patienten
… Patienten mit Krebserkrankungen. Das CyberKnife™ ist ein speziell für die Radiochirurgie ausgerüsteter Roboter. Das CyberKnife garantiert modernste Therapien für viele Tumorarten bei höchstem Patientenkomfort und Sub-Millimeter genauer Behandlung. Durch die hoch entwickelte digitale Bildführung und seinen Robotergesteuerten Präzisions-Linearbeschleuniger hat …
Tumorzellen mit Anziehungskraft
Tumorzellen mit Anziehungskraft
… wesentlich: die an der FH St. Pölten vorhandene Kombination von Know-how zur digitalen Simulation komplexer Industrieprozesse und dem Verhalten magnetischer Materialien. Das Ziel der Entwicklung ist es, die Identifizierung, die Diagnose und auch das Monitoring von Krebserkrankungen im Klinikbetrieb deutlich zu vereinfachen. Auf der "55th Annual Conference on …
Medigene AG: Präklinische Daten von erstem TCR-Kandidaten aus bluebird-Kooperation. Beginn der klinischen Entwicklung 2020
Medigene AG: Präklinische Daten von erstem TCR-Kandidaten aus bluebird-Kooperation. Beginn der klinischen Entwicklung 2020
------------------------------ Medigene AG: Präklinische Daten von erstem TCR-Kandidaten aus bluebird-Kooperation. Beginn der klinischen Entwicklung 2020 Martinsried/München (09.05.2019) - Ausgewählter TCR-Kandidat zielt auf das MAGE-A4 Tumorantigen, das bei verschiedenen soliden Tumorarten vorkommt - Präklinische Daten bestätigen hohe Antigen-Sensitivität …
Zellen, Proteine und Moleküle automatisiert untersuchen und Krankheiten früher erkennen
Zellen, Proteine und Moleküle automatisiert untersuchen und Krankheiten früher erkennen
… Mikroskop aus den Lebenswissenschaften nicht mehr wegzudenken. Heute kann man sogar einzelne Moleküle auf bestimmte Muster analysieren. Fraunhofer FIT hat sich auf die Entwicklung von Komplettsystemen zur Analyse-, Diagnostik- und zum Screening auf biomolekularer und zellulärer Ebene spezialisiert. Die Systeme werden in der Medizin- und Pharmaforschung …
Sie lesen gerade: Gemeinsame Entwicklung eines mdm2-/p53-Hemmers gegen unterschiedliche Tumorarten gestartet