18.01.2010 - 15:41 - Politik, Recht & Gesellschaft

Müttergenesungswerk empfiehlt:Zuzahlungssenkung für Mütter mit geringem Einkommen möglich

Pressemitteilung von: Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk

Berlin, 15. Januar 2010. Für einkommensschwache Mütter, die eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kur antreten können, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer drastischen Reduzierung des gesetzlichen Eigenanteils. Der gesetzlich vorgeschriebene Eigenanteil an einer solchen dreiwöchigen Vorsorge- oder Rehamaßnahme beträgt einheitlich 220,- Euro. Müttern mit geringen Einkommen - oft alleinerziehend - ist es häufig unmöglich, diese Zahlung aufzubringen. "In den Beratungsstellen erleben BeraterInnen immer wieder, dass Mütter eine medizinisch dringend benötigte Kurmaßnahme in Frage stellen, sobald sie von den Kosten erfahren, die auf sie zukommen. Es ist uns wichtig darüber aufzuklären, dass Mütter in schwierigen finanziellen Situationen nicht auf eine Kurmaßnahme verzichten müssen", erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin.

Bei den meisten Krankenkassen besteht zu Jahresbeginn die Möglichkeit, bei Vorlage des Einkommensbescheids, die gesamte Selbstbeteiligung eines Jahres bei der Krankenkasse im Voraus pauschal zu entrichten. Die Selbstbeteiligung ist gesetzlich auf zwei Prozent bzw. 1 Prozent bei chronisch Kranken des jährlichen Bruttoeinkommens begrenzt. So würden beispielsweise Hartz IV-Bezieherinnen und Sozialhilfeempfängerinnen ca. 80 Euro anstatt 220 Euro zahlen und wären damit außerdem von sämtlichen Zuzahlungen für Gesundheitskosten im Jahresverlauf befreit.

Das Müttergenesungswerk empfiehlt Müttern deshalb, bei ihrer Krankenkasse einen Antrag zu stellen, damit eine Pauschalzahlung zu Jahresbeginn möglich ist. "Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht, viele Krankenkassen sind dazu bereit. Die Beratungsstellen helfen dabei und können dann auch prüfen, ob zusätzlich mit Spendenmitteln die Kurmaßnahme in den Einrichtungen des MGW unterstützt werden kann", so Schilling weiter. Hilfe bei der Beantragung einer Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme finden die Mütter in den rund 1.400 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden im Müttergenesungswerk.

Die Beratungsstelle in Wohnortnähe ist zu ermitteln über die Beratungsstellensuche auf www.muettergenesungswerk.de oder am Kurtelefon unter 030/330029-29.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Pressekontakt
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Katrin Goßens
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Tel.: 030/33 00 29-14,

Im Januar 1950 gründete Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk. Zweck der Stiftung ist, Kuren für Mütter zu ermöglichen, für die Idee der Müttergenesung zu werben und durch die Vernetzung der Wohlfahrts-verbände unter dem Dach des Müttergenesungswerkes (MGW) die Arbeit für Mütter zu stärken. Das geschieht mit den Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen des MGW. Denn Verantwortung für Kinder und Familie heißt Einsatz rund um die Uhr - wobei die Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden der Mütter oft auf der Strecke bleibt. Die Gesundheitsprobleme können in vielen Fällen mit einzelnen ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt werden. Hier setzt das MGW mit seiner therapeutischen Kette an. Während eines Zeitraumes von drei Wochen gewährleisten Mütter- und Mutter-Kind-Kuren die umfassende Vorsorge und Rehabilitation außerhalb des häuslichen Umfeldes. Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden unterstützen bei der Antragstellung und bei den Nachsorgeangeboten.

News-ID: 388199 • Views: 226

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr