18.01.2010 - 09:15 - Politik, Recht & Gesellschaft

Chinesische Behörden in Machu in Gansu schließen zwei tibetische Schulen

Pressemitteilung von: IGFM München

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Tibetische Schule in Machu
Dharamsala - Zwei Schulen im Bezirk Machu, TAP Kanlho, Provinz Gansu, wurden von den Behörden zur Schließung gezwungen, weil sie ein Fortbildungsseminar in tibetischer Sprache abhalten wollten.

Dolkar Kyap, ein im Exil lebender Tibeter, der in Kontakt zu der Region steht, berichtete dem Radiosender Voice of Tibet, die chinesischen Behörden hätten eine Mittelschule (tib. lobding) und eine Grundschule (tib. lobchung) im Bezirk Machu geschlossen, um „Protestaktionen vorzubeugen“.

Eine Gesellschaft für die Erhaltung der tibetischen Sprache hatte ein Seminar über tibetische Sprache unter der Leitung des bekannten tibetischen Gelehrten Dong Yonten Gyatso organisiert. Es stand unter dem Motto „Laßt uns das Glück und Leid des tibetischen Volkes zusammen erfahren“ (tib. bhomii kyiduk nyamnyong). Diese Worte erinnern an einen Slogan, den die Schüler bei ihren Protesten 2008 in diesem Bezirk skandierten. Und sie standen auf den Spruchbändern, welche die Demonstranten im Bezirk Machu vor sich hertrugen.

Kyab fügte hinzu, die chinesischen Behörden seien vielleicht wegen des Charakters des Seminars, zu dem sehr viele Teilnehmer erwartet wurden, argwöhnisch geworden. „Sie hegten wohl den Verdacht, daß das Seminar Tibeter in großer Zahl anziehen und am Ende in eine regierungsfeindliche Veranstaltung umschlagen könnte.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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