(openPR) Wie werden Panikstörungen ausgelöst? In einer experimentellen Studie bestätigt Sabine Windmann: Es handelt sich um eine "erhöhte Reaktionstendenz, die auf ungenaue, automatische (unbewusste) Verarbeitungsprozesse zurückgeht."
Neben der relativ unspezifischen und nebenwirkungsreichen Pharmakotherapie (mit trizyklischen Antidepressiva und Tranquillizern) stehen für die Psychologin psychotherapeutische Ansätze im Vordergrund:
"Möglicherweise können die Patienten mit Hilfe des Therapeuten lernen, ihre impliziten kognitiven Prämissen, Überzeugungen und Schemata zu identifizieren und in Frage zu stellen, statt unreflektierte automatische Prozesse dominieren zu lassen, die zu Angst und Vermeidungsverhalten führen. Dieses wäre ein allgemeines Training eines rationaleren, kontrollierten Verarbeitungsstils.
Was die symptomspezifische Behandlung der Panikstörung durch verbal-therapeutische Verfahren angeht, so muss eher die Bewältigung von Angstreaktionen, das Vermeidungsverhalten und die Reduktion" prädisponierender Situationen im Vordergrund stehen. Löst beispielsweise Enge Panikreaktionen aus, sollten "Patienten Strategien erlernen, wie z.B. - sich in einem Kaufhaus auf einzelne Waren oder die Gesichter anderer Menschen zu konzentrieren statt auf Enge, Gedränge, Luftarmut, Körpersymptome und unspezifische Angstreaktionen.
Bei der Verarbeitung von internen Reizen könnten die Patienten lernen, sich mit ihren tatsächlichen Körperreaktionen vertraut zu machen, um diese genauer zu diskriminieren und auf andere Faktoren zu attribuieren - statt auf Angst und Bedrohung."
Sabine Windmann:
Unbewusste Informationsverarbeitung bei der Panikstörung: Integration neurobiologischer und psychologischer Modelle
Pabst, Lengerich/Berlin, 232 Seiten, ISBN 3-931660-81-8





















