18.12.2009 - 08:19 - Politik, Recht & Gesellschaft
„Putzt bei Ihnen auch die Ingenieurin?“
Pressemitteilung von: QuaffelPR Agentur: KARAFATMA.DE
3. Fachforum Netzwerk W – QUAFFEL: Potenziale erkennen, fördern und nutzen
Verbesserung der Qualität in der Beratung von Migrantinnen war das Ziel des 3. Fachforum Netzwerk W – QUAFFEL. Was möchte die Frau mir gegenüber eigentlich? Hat sie mich überhaupt verstanden? In der Beratung von zugewanderten Frauen stellen sich solche Fragen immer wieder. Neben der Sprachbarriere gibt es zahlreiche Faktoren für Missverständnisse, die zu Frustration, Irritation oder Doppelarbeit führen können.
Netzwerk W - QUAFFEL (Qualifizierung- und Ausbildungsinitiative für Frauen in Emscher-Lippe) ist das regionale Netzwerk aus VertreterInnen aus Institutionen und Weiterbildungsträgern, die gemeinsam das Ziel verfolgen, vernetzte Qualifizierungsstrukturen für Frauen zu schaffen. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Sensibilisierung für die Potenziale von Berufsrückkehrerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) fördert im Rahmen seiner "Landesinitiative Netzwerk W" solche regionalen Netzwerke. Gemeinsam wurde das Fachforum durchgeführt.
„Der Ansatz hat uns hellauf begeistert!“
Rainer Philippsen Leiter des Referates Arbeitsmarktpolitik/Beruflicher Wiedereinstieg im MGFFI und Cornelia Schlebusch vom Zentrum Frau in Beruf und Technik finden den neuen Ansatz des beruflichen Wiedereinstieges von zugewanderten Fachfrauen sehr spannend. Philippsen zitierte eine Studie der Universität Duisburg-Essen: Immerhin 64% der deutschen und nur 43% der zugewanderten Berufsrückkehrerinnen finden wieder einen Einstieg ins Berufsleben.
Hier besteht offensichtlich ein Bedarf an Förderung und Unterstützung. In der Beratung von Zugewanderten kommt es jedoch häufig zu Problemen. „Unglaublich kompliziert! Ich habe das nicht auf dem Schirm!“ ist ein Ausspruch einer Beratungsstellenmitarbeiterin. Was macht die Situation eigentlich so kompliziert? Wie kann dem entgegen gewirkt werden? Diesen Fragen stellt sich das dritte Fachforum Netzwerk W – QUAFFEL in diesem Jahr.
Zur Diskussion standen die Wirkmechanismen im Beratungsgespräch, die organisatorischen Voraussetzungen für gute Qualität und die gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen.
„Die spinnen die Römer!“
Gerade in der interkulturellen Kommunikation nehmen laut Carola Kalitta-Kremer GesprächspartnerInnen oft die Haltung der Comicfigur Obelix an: „Die spinnen die Römer!“ Was ist das denn? Ist das Ihr Ernst? Diese Gedanken gelten für beide Seiten des Beratungsgespräches.
Wichtig ist es, die Ausgangsbasis der Parteien zu kennen. Welchen kulturellen Hintergrund bringt die Klientin mit? Welche Besonderheiten hat sie ggf. durch die Situation der Migration? Welche besonderen Regelungen gelten auch durch das Ausländerrecht? Diese Fragen in die Beratung mit einzubringen kann zu besseren Ergebnissen führen.
In vier Arbeitsgruppen wurden Fallbeispiele aus der Praxis kollegial bearbeitet: Bilder im Kopf: Was tun bei einer Klientin mit Kopftuch? Sternstunden: Was macht wirklich gute Beratung aus? Und die Familie ist immer dabei: Wie kann das Umfeld der Klientin in die Beratung einbezogen werden? Mit dem Latein am Ende: Grenzen der Beratung und Möglichkeiten sich zu entlasten.
In der Diskussion kristallisierte sich eine Reihe von Faktoren heraus, die die Qualität der Beratung beeinflussen: Zuverlässigkeit, persönliche Ansprechbarkeit und Transparenz über das Beratungsangebot, um falschen Erwartungen zu vermeiden. Familiäre Kontexte sind von Anfang an in der Beratung mit in den Blick zu nehmen.
Die Beratungseinrichtungen sollten Möglichkeiten zur Supervision und kollegialen Beratung nutzen, damit die oftmals komplexen Problemlagen der Migrantinnen professioneller bearbeitet werden können. Schließlich ist auch eine regionale Vernetzung mit anderen Beratungsstellen entscheidend, um auf kurzem Wege Know-How zu transferieren oder die Ratsuchenden schnell zu den richtigen Beratungsdiensten zu vermitteln.
Ein Beispiel für gelungene regionale Vernetzung stellte abschließend Nicole Schüller, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren, vor. Dort können Beratungsstellen und Sozialeinrichtungen das Gütesiegel „interkulturell orientiert“ erhalten, wenn sie gewisse Standards in der Qualifikation ihrer Mitarbeiterinnen und bei den Serviceleistungen einhalten. Das Dürener Vorhaben eignet sich als Modell zur fachlichen Vernetzung von Beratungseinrichtungen auch in anderen Regionen NRWs.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kontakt:
Stadt Gelsenkirchen
Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung
Eva Carlitscheck
Vattmannstraße 2-8
45875 Gelsenkirchen
Tel. 0209 169-4094
Email
Netzwerk W - QUAFFEL (Qualifizierung- und Ausbildungsinitiative für Frauen in Emscher-Lippe) ist eine Kooperationsgemeinschaft aus Institutionen und Weiterbildungsträgern die gemeinsam das Ziel verfolgen, für Frauen vernetzte Qualifizierungsstrukturen in Kooperation mit allen relevanten Akteuren der Region zu schaffen. Über ein modulares und aufbauendes Qualifizierungsangebot in einer vernetzten Trägerstruktur soll ein passgenaues Angebot für den Arbeitsmarkt der Region aufgebaut werden. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Sensibilisierung für die Potenziale von Berufsrückkehrerinnen mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa.
Mitglieder von Netzwerk W – QUAFFEL: Stadt Gelsenkirchen, Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung (Netzwerkkoordination); Agentur für Arbeit Gelsenkirchen – BCA, Agentur für Arbeit Recklinghausen – BCA, Bfw – Unternehmen für Bildung, Gelsenkirchen, Bildungszentrum des Handels, Recklinghausen, B3 - Beyrow Business Beratung, DGB Bildungswerk NRW, FAA Bildungsgesellschaft, Gelsenkirchen, FAGEL, Frauen in Arbeit e.V., , Gafög Arbeitsförderungsgesellschaft mbH, Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen, Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, Kreis Recklinghausen, Arbeitsförderung, Regionalagentur Emscher-Lippe, RE/init e.V. , rebeq GmbH, Ruhr/init e.V. , Stadt Herten, Beschäftigungsförderung, Stadt Gelsenkirchen, Gleichstellungsstelle, Vestische Arbeit Bezirksstelle Recklinghausen, Vestische Arbeit Kreis Recklinghausen
Verbesserung der Qualität in der Beratung von Migrantinnen war das Ziel des 3. Fachforum Netzwerk W – QUAFFEL. Was möchte die Frau mir gegenüber eigentlich? Hat sie mich überhaupt verstanden? In der Beratung von zugewanderten Frauen stellen sich solche Fragen immer wieder. Neben der Sprachbarriere gibt es zahlreiche Faktoren für Missverständnisse, die zu Frustration, Irritation oder Doppelarbeit führen können.
Netzwerk W - QUAFFEL (Qualifizierung- und Ausbildungsinitiative für Frauen in Emscher-Lippe) ist das regionale Netzwerk aus VertreterInnen aus Institutionen und Weiterbildungsträgern, die gemeinsam das Ziel verfolgen, vernetzte Qualifizierungsstrukturen für Frauen zu schaffen. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Sensibilisierung für die Potenziale von Berufsrückkehrerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) fördert im Rahmen seiner "Landesinitiative Netzwerk W" solche regionalen Netzwerke. Gemeinsam wurde das Fachforum durchgeführt.
„Der Ansatz hat uns hellauf begeistert!“
Rainer Philippsen Leiter des Referates Arbeitsmarktpolitik/Beruflicher Wiedereinstieg im MGFFI und Cornelia Schlebusch vom Zentrum Frau in Beruf und Technik finden den neuen Ansatz des beruflichen Wiedereinstieges von zugewanderten Fachfrauen sehr spannend. Philippsen zitierte eine Studie der Universität Duisburg-Essen: Immerhin 64% der deutschen und nur 43% der zugewanderten Berufsrückkehrerinnen finden wieder einen Einstieg ins Berufsleben.
Hier besteht offensichtlich ein Bedarf an Förderung und Unterstützung. In der Beratung von Zugewanderten kommt es jedoch häufig zu Problemen. „Unglaublich kompliziert! Ich habe das nicht auf dem Schirm!“ ist ein Ausspruch einer Beratungsstellenmitarbeiterin. Was macht die Situation eigentlich so kompliziert? Wie kann dem entgegen gewirkt werden? Diesen Fragen stellt sich das dritte Fachforum Netzwerk W – QUAFFEL in diesem Jahr.
Zur Diskussion standen die Wirkmechanismen im Beratungsgespräch, die organisatorischen Voraussetzungen für gute Qualität und die gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen.
„Die spinnen die Römer!“
Gerade in der interkulturellen Kommunikation nehmen laut Carola Kalitta-Kremer GesprächspartnerInnen oft die Haltung der Comicfigur Obelix an: „Die spinnen die Römer!“ Was ist das denn? Ist das Ihr Ernst? Diese Gedanken gelten für beide Seiten des Beratungsgespräches.
Wichtig ist es, die Ausgangsbasis der Parteien zu kennen. Welchen kulturellen Hintergrund bringt die Klientin mit? Welche Besonderheiten hat sie ggf. durch die Situation der Migration? Welche besonderen Regelungen gelten auch durch das Ausländerrecht? Diese Fragen in die Beratung mit einzubringen kann zu besseren Ergebnissen führen.
In vier Arbeitsgruppen wurden Fallbeispiele aus der Praxis kollegial bearbeitet: Bilder im Kopf: Was tun bei einer Klientin mit Kopftuch? Sternstunden: Was macht wirklich gute Beratung aus? Und die Familie ist immer dabei: Wie kann das Umfeld der Klientin in die Beratung einbezogen werden? Mit dem Latein am Ende: Grenzen der Beratung und Möglichkeiten sich zu entlasten.
In der Diskussion kristallisierte sich eine Reihe von Faktoren heraus, die die Qualität der Beratung beeinflussen: Zuverlässigkeit, persönliche Ansprechbarkeit und Transparenz über das Beratungsangebot, um falschen Erwartungen zu vermeiden. Familiäre Kontexte sind von Anfang an in der Beratung mit in den Blick zu nehmen.
Die Beratungseinrichtungen sollten Möglichkeiten zur Supervision und kollegialen Beratung nutzen, damit die oftmals komplexen Problemlagen der Migrantinnen professioneller bearbeitet werden können. Schließlich ist auch eine regionale Vernetzung mit anderen Beratungsstellen entscheidend, um auf kurzem Wege Know-How zu transferieren oder die Ratsuchenden schnell zu den richtigen Beratungsdiensten zu vermitteln.
Ein Beispiel für gelungene regionale Vernetzung stellte abschließend Nicole Schüller, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren, vor. Dort können Beratungsstellen und Sozialeinrichtungen das Gütesiegel „interkulturell orientiert“ erhalten, wenn sie gewisse Standards in der Qualifikation ihrer Mitarbeiterinnen und bei den Serviceleistungen einhalten. Das Dürener Vorhaben eignet sich als Modell zur fachlichen Vernetzung von Beratungseinrichtungen auch in anderen Regionen NRWs.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kontakt:
Stadt Gelsenkirchen
Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung
Eva Carlitscheck
Vattmannstraße 2-8
45875 Gelsenkirchen
Tel. 0209 169-4094
Netzwerk W - QUAFFEL (Qualifizierung- und Ausbildungsinitiative für Frauen in Emscher-Lippe) ist eine Kooperationsgemeinschaft aus Institutionen und Weiterbildungsträgern die gemeinsam das Ziel verfolgen, für Frauen vernetzte Qualifizierungsstrukturen in Kooperation mit allen relevanten Akteuren der Region zu schaffen. Über ein modulares und aufbauendes Qualifizierungsangebot in einer vernetzten Trägerstruktur soll ein passgenaues Angebot für den Arbeitsmarkt der Region aufgebaut werden. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Sensibilisierung für die Potenziale von Berufsrückkehrerinnen mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere aus Mittel- und Osteuropa.
Mitglieder von Netzwerk W – QUAFFEL: Stadt Gelsenkirchen, Steuerungsstelle Kommunale Beschäftigungsförderung (Netzwerkkoordination); Agentur für Arbeit Gelsenkirchen – BCA, Agentur für Arbeit Recklinghausen – BCA, Bfw – Unternehmen für Bildung, Gelsenkirchen, Bildungszentrum des Handels, Recklinghausen, B3 - Beyrow Business Beratung, DGB Bildungswerk NRW, FAA Bildungsgesellschaft, Gelsenkirchen, FAGEL, Frauen in Arbeit e.V., , Gafög Arbeitsförderungsgesellschaft mbH, Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen, Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid, Kreis Recklinghausen, Arbeitsförderung, Regionalagentur Emscher-Lippe, RE/init e.V. , rebeq GmbH, Ruhr/init e.V. , Stadt Herten, Beschäftigungsförderung, Stadt Gelsenkirchen, Gleichstellungsstelle, Vestische Arbeit Bezirksstelle Recklinghausen, Vestische Arbeit Kreis Recklinghausen
News-ID: 382309 • Views: 869
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum




