14.12.2009 - 17:02 - Politik, Recht & Gesellschaft
IPPNW kritisiert gezielte Tötungen und fordert schnellstmöglichen Abzug aus Afghanistan
Pressemitteilung von: IPPNW - Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges e.V.
Die IPPNW kritisiert die Strategie gezielter Tötungen von Talibankämpfern und fordert die deutsche Bundesregierung auf, ihre Beteiligung an den Afghanistan-Einsätzen OEF und ISAF schnellstmöglich zu beenden. „Wenn es darum ging, feindliche Kämpfer zu töten - unter Inkaufnahme von zivilen Toten -, handelt es sich beim Afghanistaneinsatz der deutschen Bundeswehr um Krieg. Wenn es bei dem ISAF-Einsatz nicht um Krieg geht, war der Angriff Mord - zumindest illegale Tötung. Viele Menschen darunter Zivilisten und Kinder wurden getötet, ohne dass ein Selbstschutz nötig war,“ erklärt Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Ehrenvorstandsmitglied der IPPNW.
Notwendig ist aus Sicht der Ärzteorganisation ein sofortiger Waffenstillstand, eine umfassende Aufklärung der seit über drei Monaten ungeklärten Ereignisse vom 4. September 2009 sowie die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit den Aufständischen. Die IPPNW fordert den vollständigen Truppenabzug verbunden mit einem klaren und kurzfristigen Zeitplan. Zudem muss Afghanistan umfassende Reparationen für die angerichteten Schäden erhalten und vollständig von Minen befreit werden. Die internationale Afghanistankonferenz im Januar 2010 muss neu strukturiert werden.
Die IPPNW kritisiert, dass die Strategie gezielter Tötungen offenbar auch mit dem Kanzleramt abgestimmt worden ist. Laut "Leipziger Volkszeitung" waren das Bundeskanzleramt, die Spitze des Verteidigungsministeriums sowie mit der Koordination der Geheimdienste beauftragte Regierungsvertreter vor und nach dem Luftangriff am 4. September 2009 unmittelbar in eine neue Eskalationsstufe in Afghanistan einbezogen. Teil der vorgegebenen Eskalationsstrategie sei auch die gezielte Ausschaltung der Führungsstruktur der Taliban gewesen. Diese sei vom damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und vom seinerzeit amtierenden Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan den Offizieren vorgegeben und vom Kanzleramt gebilligt worden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Tel. 030 – 69 80 74 15, Email:
Über die IPPNW: Diese Abkürzung steht für International Physicians for the Prevention of Nuclear War. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges engagieren sich seit 1982 für eine Welt ohne atomare Bedrohung und Krieg. 1985 wurden sie dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute setzt sich die IPPNW in 60 Ländern für Frieden und Abrüstung ein.
Notwendig ist aus Sicht der Ärzteorganisation ein sofortiger Waffenstillstand, eine umfassende Aufklärung der seit über drei Monaten ungeklärten Ereignisse vom 4. September 2009 sowie die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit den Aufständischen. Die IPPNW fordert den vollständigen Truppenabzug verbunden mit einem klaren und kurzfristigen Zeitplan. Zudem muss Afghanistan umfassende Reparationen für die angerichteten Schäden erhalten und vollständig von Minen befreit werden. Die internationale Afghanistankonferenz im Januar 2010 muss neu strukturiert werden.
Die IPPNW kritisiert, dass die Strategie gezielter Tötungen offenbar auch mit dem Kanzleramt abgestimmt worden ist. Laut "Leipziger Volkszeitung" waren das Bundeskanzleramt, die Spitze des Verteidigungsministeriums sowie mit der Koordination der Geheimdienste beauftragte Regierungsvertreter vor und nach dem Luftangriff am 4. September 2009 unmittelbar in eine neue Eskalationsstufe in Afghanistan einbezogen. Teil der vorgegebenen Eskalationsstrategie sei auch die gezielte Ausschaltung der Führungsstruktur der Taliban gewesen. Diese sei vom damaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und vom seinerzeit amtierenden Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan den Offizieren vorgegeben und vom Kanzleramt gebilligt worden.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Tel. 030 – 69 80 74 15, Email:
Über die IPPNW: Diese Abkürzung steht für International Physicians for the Prevention of Nuclear War. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges engagieren sich seit 1982 für eine Welt ohne atomare Bedrohung und Krieg. 1985 wurden sie dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Heute setzt sich die IPPNW in 60 Ländern für Frieden und Abrüstung ein.
News-ID: 380754 • Views: 270
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum


