11.12.2009 - 12:15 - Gesundheit & Medizin
Gefährliche Keime: Neuer Test erkennt multiresistente Bakterien
Pressemitteilung von: FIZIT - Französisches Informationszentrum für Industrie und Technik
Das französische Unternehmen bioMérieux hat einen MRSA-Test entwickelt, der innerhalb von drei Stunden Ergebnisse über eine mögliche Infektion liefert
Der Test untersucht die Hauptursache für Krankenhausinfektionen: Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Bakterien (MRSA). Laut amerikanischen Untersuchungen ist MRSA das am häufigsten auftretende multiresistente Bakterium, das inzwischen auch außerhalb von Gesundheitseinrichtungen vorkommt. In bestimmten Ländern beruhen mehr als 60 Prozent der Staphylococcus aureus-Infektionen im Intensivpflegebereich auf Stämmen, die gegen Methicillin, aber auch gegen andere herkömmliche Antibiotika resistent sind¹. Die Infektionen durch MRSA nehmen seit etwa zehn Jahren ständig zu.
Studien haben gezeigt, dass das Übertragungsrisiko eines Erregers um das 38-fache verringert werden kann, wenn Patienten, die MRSA-Träger sind, erkannt und isoliert werden². Systematische Präventionsmaßnahmen einschließlich Screening auf MRSA verringern die MRSA-Quote um 50 Prozent³.
bioMérieux vertreibt bereits chromID MRSA, ein chromogenes Kulturmedium, mit dessen Hilfe Bakterienkolonien direkt auf dem Nährboden sichtbar gemacht werden können. Zusammen mit NucliSENS EasyQ MRSA bietet das Unternehmen Krankenhäusern und Ärzten zwei Lösungen an, die sich sowohl für Notfall- als auch für Routinesituationen eignen.
„Der molekulardiagnostische Test NucliSENS EasyQ MRSA vervollständigt unser MRSA-Angebot, das jetzt das breiteste auf dem Markt ist,“ erklärt Stéphane Bancel, Chief Executive Officer von bioMérieux. „Weitere Tests zur Erkennung resistenter Bakterien wie VRE und C. difficile sollen bald ebenfalls für unsere Plattform EasyQ auf den Markt kommen.“
Gemeinsam mit den amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention finanzierte bioMérieux eine von der „Allianz für den sorgsamen Umgang mit Antibiotika“ (Alliance for the Prudent Use of Antibiotics, APUA) durchgeführte Studie. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen die wirtschaftlichen Auswirkungen, die übermäßige Antibiotikaanwendungen sowie antibiotikaresistente Infektionen auf das amerikanische Gesundheitssystem haben4. Darüber hinaus veranstaltet bioMérieux alle zwei Jahre das „World Healthcare-Associated Infection Forum“.
Der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus ist die am weitesten verbreitete multiresistente Bakterie und stellt eine wachsende Bedrohung für die Volksgesundheit dar.
1) Laxminarayan, R., A. Malani. Extending the Cure: Policy responses to the growing threat of antibiotic resistance. Washington, DC, Resources for the Future 2007.
2) Vriens MR et al. Is methicillin-resistant Staphylococcus aureus more contagious than methicillin-susceptible S. aureus in a surgical intensive care unit ? Infect Control Hosp Epidemiol 2002; 23:491-494
3) Harbarth S et al. Effect of delayed infection control measures on a hospital outbreak of methicillin-resistant Staphylococcus aureus. J Hosp Infect 2000; 46:43-49.
4) Roberts RR, Hota B, Ahmad I, Scott RD 2nd, Foster SD, Abbasi F, Schabowski S, Kampe LM, Ciavarella GG, Supino M, Naples J, Cordell R, Levy SB, Weinstein RA. “Hospital and Societal Costs of Antimicrobial Resistant Infections in a Chicago Teaching Hospital: Implications for Antibiotic Stewardship”. Clin Infect Dis. 2009 Oct 15;49(8):1175-84.
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Hintergrund bioMérieux:
Seit 45 Jahren ist bioMérieux weltweit führend auf dem Gebiet der in vitro Diagnostik und verfügt mit 39 Niederlassungen und Distributoren in 150 Ländern über ein dichtes Vertriebsnetz. 2008 erwirtschaftete bioMérieux einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro, davon 84 Prozent auf internationaler Ebene. bioMérieux entwickelt und produziert Diagnostiklösungen (Reagenzien, Geräte und Software) zur Bestimmung von Krankheits- oder Verunreinigungsursachen mit dem Ziel, die Patientengesundheit zu verbessern und die Verbrauchersicherheit zu gewährleisten. bioMérieux-Produkte werden für die Diagnose von Infektionskrankheiten eingesetzt. Sie liefern medizinische Ergebnisse im Bereich Screening und Nachsorge von Karzinomen und kardiovaskulären Notfällen. Darüber hinaus werden sie für die Erkennung von Mikroorganismen in Lebensmitteln, Pharmazeutika und Kosmetika eingesetzt. bioMérieux ist an der NYSE Euronext Paris notiert. (Code : BIM - Code ISIN : FR0010096479). Weitere Informationen sind auf den Webseiten www.biomerieux.de, www.biomerieux.com und www.biomerieux.com/hai-resistance erhältlich.
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