07.12.2009 - 17:13 - Kunst & Kultur

Die Sehnsucht der Sybille Schmitz / Ausstellung zum 100. Geburtstag im Babylon

Pressemitteilung von: GARBO.DE.VU
PR Agentur: Sybille Schmitz Archiv Berlin

Bild im Großformat
Fotos:Sybille Schmitz Archiv Berlin | Foto 1: Friedemann Beyer und Rosel Zech (rechts sitzend)
Im legendären Babylon- Berlin eröffnete gestern, in Anwesenheit von Friedemann Beyer und Ulrich Potthoff die erste umfangreiche Schau in Berlin, über die UFA Schauspielerin Sybille Schmitz. Am 02. Dezember 2009 wäre Diese 100 Jahre alt geworden.
Zur Ausstellungseröffnung waren neben zahlreichen Besuchern, der in Berlin lebende Fotograf Will McBride (u.a. Romy Schneider- Fotografische Erinnerungen – Paris 1964), sowie die Schauspielerin Rosel Zech zu Gast. Sie verkörperte Veronika Voss in Rainer Werner Fassbinders Meisterwerk „Die Sehnsucht der Veronika Voss“, aus dem Jahr 1981.
Diesem Film, in Anlehnung an die letzten Lebensmonate der Sybille Schmitz, wurde auf der Berlinale 1982 der „Goldene Bär“ verliehen.
Friedemann Beyer, Autor der Sybille Schmitz Biografie „Schöner als der Tod“ hieß Frau Zech in seiner Eröffnungsansprache herzlich willkommen.
Rosel Zech kam direkt von gerade abgeschlossenen Dreharbeiten ins Babylon und ist ab Januar 2010 in dem Stück „33 Variationen“, im Renaissance Theater- Berlin zu erleben.

Sybille Schmitz, eine Frau, die so gar nicht dem propagierten Frauenideal der Nationalsozialisten entsprach: Sie war weder blond, noch liebender Muttertyp – zudem war sie eine Intellektuelle, in ihren Filmrollen, wie im Leben. Sie war so mondän, wie sie verletzlich war, so mysteriös und nahezu einzigartig in Ihrer Gesamterscheinung, liebte Frauen und Männer. Letzten Endes zerbrach sich auch am eigenen Anspruch , was die Auswahl ihrer Rollen betraf. Diese wurden stetig weniger, für eine Schauspielerin ihres Formats ein unerträglicher Zustand. Krankheit, Tabletten und Alkohol verschlimmerten ihre Depressionen nur noch. Der einzige Ausweg aus dieser Situation, schien der selbst gewählte Tod gewesen zu sein (13.04.1955).

Mit über 130 Exponaten des „Sybille Schmitz Archiv Berlin“ in Kooperation mit dem Babylon, wird nun ein Teil des Lebenswerkes dieser stets etwas rätselhaften Schönheit zu sehen sein.
Täglich, noch bis zum 19. Dezember.
Babylon . Rosa Luxemburg Straße 30 . 10178 Berlin


Der Modefotograf F.C. Gundlach lichtete Sybille Schmitz 1952 München ab. Zwei dieser nahezu unbekannten Aufnahmen aus dem Archiv des Fotografen, sind derzeit in der Ausstellung "F.C. Gundlach - Das fotografische Werk" im Martin Gropius Bau in Berlin zu bewundern.
Täglich, noch bis zum 14. März 2010.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Sybille Schmitz Archiv Berlin
Ulrich Potthoff
Berlin/ Charlottenburg
Kantstraße 66a

Das Sybille Schmitz- Archiv- Berlin enthält und verwaltet, nahezu lückenlos, sämtliche Unterlagen zu den Filmen der Künstlerin, wie Filmprogramme, Zeitschriften, Kritiken, Werbeanzeigen, Schriftverkehr, Photos, Kinoplakate usw.
Diese werden für Filmreihen, Retrospektiven, Ausstellungen, Vorträge etc. zur Verfügung gestellt.
Begleitend zum Archiv, sind auf der Homepage www.sybilleschmitz.de.vu zahlreiche Raritäten aus dem Leben und Schaffen der Künstlerin zu sehen.

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