„Das wichtigste Ziel ist es, den Frauenanteil in der Selbständigkeit zu erhöhen"

Pressemitteilung von: PETEK Business-Netzwerk Migrantinnen
PR Agentur: CONTENTkompetent

Erfolgreiches PETEK Business Frühstück
Bochum/Oberhausen, 07. Dezember 2009 – Beim PETEK Business Breakfast gaben nicht nur Experten Frauen mit und ohne Migrationshintergrund wertvolle Tipps. Gerade der Informations- und Erfahrungsaustausch der Unternehmerinnen untereinander ist es, der die Veranstaltungsreihe des Business Netzwerkes für Migrantinnen so wertvoll macht.

"Uns ist wichtig, dass unsere Treffen kein Kaffeeklatsch sind, sondern dass es hier zu einem echten Wissenstransfer kommt. Daher laden wir zu jedem Business Frühstück mindestens einen Experten ein. Gleichzeitig trägt auch der direkte Informations- und Erfahrungsaustausch der Unter-nehmerinnen dazu bei, dass Fachkompetenzen weitergegeben werden", so Birnur Öztürk, Vorsitzende von PETEK und selbst Unternehmerin mit Migrationshintergrund.
In Bochum waren Hannelore Scheele von der Käte Ahlmann Stiftung, Petra Kersting vom Zentrum für Frau in Beruf und Technik, sowie Frau Göhlich vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integrati-on des Landes Nordrhein-Westfalen zu Gast.
„Das wichtigste Ziel ist es, den Frauenanteil in der Selbständigkeit zu er-höhen, das gilt für Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte“, betonte Andrea Göhlich vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Dies gelinge, indem man die Rahmenbedingungen für Frauen verbessere. Dies sei einer der Gründe, warum das Ministerium PETEK unterstütze, so dass es „größer und schlagkräftiger werden“ solle.
Petra Kersting vom Zentrum Frau in Beruf und Technik berichtete über das Mentoring-Programm Neue Wege in den Beruf. Dabei geben Berufs-erfahrene Frauen aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden ihr Wissen an engagierte, motivierte und leistungsstarke Schülerinnen der Klassen 9-12 weiter. „Junge Frauen mit Migrationshintergrund lernen, ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen und profitieren von den Netzwerkkontak-ten ihrer Mentorinnen. Gleichzeitig verbessern sich häufig die Schulnoten der Teilnehmerinnen“, so Kersting.
PETEK unterstützt als Kooperationspartner dieses ehrenamtliche Pro-gramm: Mitglieder des Business Netzwerkes begleiten ihre Mentees über ein Jahr lang, ermöglichen ihnen Einblicke in die Berufswelt und helfen unter anderem bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

Hannelore Scheele berichtete über die Arbeit der Käte-Ahlmann Stiftung, die insbesondere die Berufsbildung und die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Wirtschaftsleben fördert. Einen weiteren Schwerpunkt bilde auch hier ein Mentoringprogramm für selbstständige Frauen: TWIN-TwoWomenWin. „Erfolgreiche Unternehmerinnen geben ihr Wissen zu allen Fragen des unternehmerischen Alltags an junge Unternehmerinnen weiter, die mindestens ein Jahr erfolgreich selbständig sind, und deren Unternehmen sich an einer Wachstumsschwelle befinden“, so Scheele.
Darüber hinaus wies Scheele auf den Verband Deutscher Unternehme-rinnen hin, der für alle Frauen, egal ob mit oder ohne Migrationshinter-grund, ein interessantes Forum zum Austausch darstelle.

Erfolgreiche Vorbilder
Carmen Cabrera
Die Betriebswirtin Carmen Cabrera hat sich erst vor kurzem, im Alter von 45 Jahren, selbständig gemacht. Die dreifache Mutter arbeitet als selb-ständige Unternehmensberaterin und unterstützt ihre Kunden bei buchhal-terischen Fragen, bei der Existenzgründung und bei der Büroorganisation. Einen wesentlichen Vorteil, selbständig zu sein, sieht sie daran, „endlich selbst direkt und eng mit den Kunden zusammen zu arbeiten“.
„Bei PETEK habe ich bereits heute im ersten Treffen interessante Unter-nehmerinnen kennen gelernt und erste Kontakte geknüpft. Es ist total spannend, wie unterschiedlich die eingeladenen Unternehmerinnen sind“, so Cabrera.

Christina Gott-Jabby
Die gelernte Heilpraktikerin mit rumänischen Wurzeln bietet als erstes Unternehmen unter anderem „Qigong Women Business“ an. Das Angebot dieser Form der traditionellen chinesischen Medizin ist speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet.
Seit 1990 bietet sie als Trainerin und Coach Seminare in den Bereichen Gesundheitsbildung und –förderung, Stressmanagement, Burn-Out-Management, Work-Life-Balance. „Ein wichtiges Thema ist auch Selbst-management: Wie komme ich mit meinen eigenen Energien körperlich, seelisch und geistig zurecht?“,so Gott-Jaby.
Seit März 2009 ist die 48 Jährige Mitglied bei Petek, die Netzwerken für sehr wichtig hält. Positiv hervorzuheben sei vor allem, dass es sich bei PETEK um Frauen aus verschiedenen Kulturen und den unterschiedlichs-ten Branchen handelt. „Ich treffe andere zugewanderte Frauen auf glei-cher Augenhöhe. Die PETEK-Seminare und Treffen haben mir geholfen, meinen Weg als Selbstständige weiter auszuarbeiten“, so Christina Gott-Jabby, vom Qigong Kunst Zentrum Essen.

Maria Paletta
Maria Paletta (31) hat polnische Wurzeln, lebt aber bereits seit ihrem 10. Lebensjahr in Deutschland. Die junge Grafikdesignerin ist seit vier Jahren Inhaberin einer Werbeagentur in Duisburg. „Es ist total spannend, Frauen mit Migrationshintergrund kennenzulernen. Frauen netzwerken anders als Männer. Die Grundstimmung heute ist lockerer als in üblichen Veranstal-tungen dieser Art“, so Paletta.
Um den wirtschaftlichen Erfolg von zugewanderten Existenzgründerinnen sichtbar zu machen, hat sie in XING eine Gruppe für Unternehmer mit Mig-rationshintergrund gegründet. und freut sich auf eine Zusammenarbeit mit PETEK.

Eines der wichtigsten Ziele von PETEK, ist es, die Gründungssituation in NRW zu verändern. Denn obwohl seit den 80er-Jahren die Zahl der Geschäftsgründungen durch Ausländer und Ausländerinnen stetig zunimmt, sind Frauen mit Migrationshintergrund im Gründungsgeschehen nach wie vor stark unterrepräsentiert. „Unser Netzwerk will Frauen Mut machen, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen“, so Öztürk.

Der Erfolg gibt ihr Recht. Bereits zum zehnten Mal hatte PETEK zu einem derartigen Business Frühstück in entspannter Atmosphäre eingeladen und konnte auch in Bochum 25 Interessierte begrüßen.

„Grafikerin, Unternehmensberaterin, Coach, Rechtsanwältin etc. - Die Berufe unserer Teilnehmerinnen zeigen, dass das Bild des Unternehmers mit Migrationshintergrund nicht mehr stimmt. Längst handelt es sich bei Geschäftsgründungen nicht mehr nur um Nähstübchen, Obstläden, Dönerbuden, Balkanrestaurants und Schneidereien“, so Öztürk. Tatsächlich gründeten Mig-rantinnen ihre Existenz in modernen Berufen: im Dienstleistungsbereich, in der Tourismusbranche, Marketing, aber auch verstärkt in technischen, häufig frauenuntypischen Berufen", so Öztürk.

Aufgrund des großen Erfolgs sind auch in 2010 weitere monatliche Termine in ganz NRW geplant. Das nächste Business Frühstück findet am 29. Januar in Oberhausen statt.
Gefördert werden die Veranstaltungen vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mehr Informationen über Petek unter www.petekweb.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Kontakt PETEK
Business-Netzwerk Migrantinnen e.V.
Essener Straße 5
46047 Oberhausen
Tel: 0208 941 89 56
eMail:
Internet: www.petekweb.de

Pressekontakt
CONTENTkompetent
Petra Lahnstein
Tel.: 06436 288 440
eMail:
Internet: www.contentkompetent.de

Erklärtes Ziel von PETEK ist es, die Wirtschaftskraft der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund zu stärken und sichtbar zu machen. Zudem sollen durch den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Potenziale und ihrer unternehmerischen Aktivitäten wichtige Akteure in der Wirtschaft, Politik und Forschung für die zunehmen-de Bedeutung von Migrantinnen als aktiven Wirtschaftsfaktor sensibilisiert wer-den. Hiermit soll auch erreicht werden, bestehende kulturelle Vorurteile und Ste-reotypen zu identifizieren, die das Bild der Migrantinnen in der medialen Öffentlichkeit prägen.
Als Business-Netzwerk setzt sich PETEK darüber hinaus für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Migrantinnen-Unternehmen und den Kommunen und den lokalen und regionalen Wirtschaftsförderern ein.

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