27.11.2009 - 11:49 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
VDP fordert: Deutschland muss Potentiale von Benachteiligten stärker nutzen
Pressemitteilung von: Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP)
Berlin 27. November 2009 –Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) sieht es als dringend geboten an, die bisher ungenutzten Potentiale von Benachteiligten, Migranten und Erwerbslosen durch Weiterbildung nutzbar zu machen. Aus einer aktuellen Studie der Bertelmann-Stiftung geht hervor, dass durch unzureichend ausgebildete Menschen der Volkswirtschaft Kosten in Milliardenhöhe entstehen.
Laut Berechnungen der Bertelsmann-Bildungsstudie könnte ab dem Jahr 2048 das jährliche Wirtschaftswachstum in Deutschland zusätzlich um 2,6 Prozent gesteigert werden – vorausgesetzt es gelänge, den Anteil der Bevölkerung deutlich zu reduzieren, der aufgrund unzureichender Bildung nicht in den Arbeitsmarkt integriert wird. „Deutschland kann es sich nicht länger leisten, große Teile der Bevölkerung von einer qualifizierten Erwerbstätigkeit auszuschließen. Wir müssen daher verstärkt in die Köpfe von benachteiligten Jugendlichen, Migraten und Erwerbslosen investieren. So können auch sie Impulse für Innovation und Fortschritt der Gesellschaft setzen und im höheren Maße am beruflichen und damit gesellschaftlichen Leben teilhaben“, erklärt Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Es sei an der Zeit zu erkennen, dass Investitionen in Bildung langfristig eine positive gesellschaftliche Rendite erzielten.
„Durch qualitativ hochwertige und auf die persönlichen Belange zugeschnittene Bildungsangebote können wir auch denen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen, die häufig als hoffnungslos abgeschrieben werden. Die freien Weiterbildungsträger bieten das notwendige personelle Know-how und die passgenauen Konzepte für eine nachhaltige Berufsqualifikation“, so Schier weiter. Die Integration von Migranten, Erwerbslosen und Benachteiligten wirkt einem demografisch bedingten Mangel an Fachkräften entgegen und entschärft damit auch den international steigenden Konkurrenzkampf von Unternehmen um qualifiziertes Personal.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Florian Becker
Pressesprecher
Verband Deutscher Privatschulverbände e.V.
Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft
Bundesgeschäftsstelle
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 44 50 88-0
Fax: 030 / 28 44 50 88-9
E-Mail:
Internet: www.privatschulen.de
Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
Laut Berechnungen der Bertelsmann-Bildungsstudie könnte ab dem Jahr 2048 das jährliche Wirtschaftswachstum in Deutschland zusätzlich um 2,6 Prozent gesteigert werden – vorausgesetzt es gelänge, den Anteil der Bevölkerung deutlich zu reduzieren, der aufgrund unzureichender Bildung nicht in den Arbeitsmarkt integriert wird. „Deutschland kann es sich nicht länger leisten, große Teile der Bevölkerung von einer qualifizierten Erwerbstätigkeit auszuschließen. Wir müssen daher verstärkt in die Köpfe von benachteiligten Jugendlichen, Migraten und Erwerbslosen investieren. So können auch sie Impulse für Innovation und Fortschritt der Gesellschaft setzen und im höheren Maße am beruflichen und damit gesellschaftlichen Leben teilhaben“, erklärt Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Es sei an der Zeit zu erkennen, dass Investitionen in Bildung langfristig eine positive gesellschaftliche Rendite erzielten.
„Durch qualitativ hochwertige und auf die persönlichen Belange zugeschnittene Bildungsangebote können wir auch denen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen, die häufig als hoffnungslos abgeschrieben werden. Die freien Weiterbildungsträger bieten das notwendige personelle Know-how und die passgenauen Konzepte für eine nachhaltige Berufsqualifikation“, so Schier weiter. Die Integration von Migranten, Erwerbslosen und Benachteiligten wirkt einem demografisch bedingten Mangel an Fachkräften entgegen und entschärft damit auch den international steigenden Konkurrenzkampf von Unternehmen um qualifiziertes Personal.
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