(openPR) Seit dem 1. Oktober ist der 41-jährige Diplom-Psychologe Joachim Scholz neuer Leiter der Psychologischen Beratungsstelle der Diakonie Schwerte. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Siglinde Naumann an, die die Beratungsstelle bis März 2009 leitete und nun eine Professur an der Fachhochschule Nordhausen innehat.
Mit dem Diplom-Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten begrüßt die Diakonie Schwerte einen weiteren qualifizierten Experten in ihren Reihen. Joachim Scholz verfügt bereits über 14-jährige Berufserfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und beschäftigte sich im Rahmen seiner Arbeit schwerpunktmäßig u.a. mit essgestörten und traumatisierten Patienten. Die Erfahrungen, die der Vater dreier Kinder dabei sammelte, will er nun verstärkt in die Angebote der Psychologischen Beratungsstelle einbringen: „Ich möchte unsere Gruppenangebote wiederbeleben und die Arbeit mit unseren verschiedenen Kooperationspartnern, etwa mit den ortsansässigen Schulen, dem Türkischen Elternbund und den Familienzentren, weiter forcieren“, so Scholz.
So plant die Beratungsstelle noch in diesem Jahr die Einrichtung einer neuen Gruppe für Trennungs- und Scheidungskinder. „Eine Trennung kann für ein Kind in hohem Maße traumatisierend wirken. Genau diesen Kindern wollen wir mit dem Angebot helfen und sie bei der Verarbeitung unterstützen“, erklärt der Experte. Darüber hinaus setzt der Diplom-Psychologe auf Früherkennung und Elterntraining z.B. nach dem bewährten KESS-Prinzip. Das KESS-Prinzip steht für „Kooperativ, Ermutigend, Sozial und Situationsbedingt“. Hier lernen Eltern beispielsweise, wie sie respektvoller mit ihrem Kind umgehen und gleichzeitig notwendige Grenzen setzen. In Kombination mit der Früherkennung von psychischen Störungen zielt das Angebot somit darauf ab, Eltern und Kinder gleichermaßen zu stärken. Prävention statt Behandlung ist das Ziel.
Wie seine Vorgängerin Dr. Siglinde Naumann will auch Joachim Scholz Angeboten, die sich an Migranten richten, künftig verstärkt Aufmerksamkeit widmen. „Migranten haben es oft besonders schwer, psychologische Hilfe zu bekommen“, weiß Scholz aus langjähriger Berufserfahrung. Um diese Schwerpunkte möglichst effizient umzusetzen und die Zielgruppen besser zu erreichen, will der 41-Jährige die Angebote zukünftig verstärkt in Schwerter Schulen und Kindergärten bekannt machen.
Hintergrundinformation:
Die Psychologische Beratungsstelle in Schwerte wurde 1960 gegründet und gilt als älteste Einrichtung dieser Art in Westfalen. Sie umfasst unter einem Dach Angebote wie Erziehungsberatung, Ehe- und Lebensberatung, Hilfe für Kinder aus Trennungs- oder Scheidungsfamilien oder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche sowie Beratungsangebote für Opfer von sexuellem Missbrauch. Mehr Informationen über das komplette Angebot erhalten Interessierte im Internet unter www.diakonie-schwerte.de oder telefonisch unter 9393-70.













