(openPR) Allen Grund zur Freude hatten die Verantwortlichen der Asklepios Schlossberg-Klinik in Bad König am vergangenen Freitag (20.). In einer kleinen Feierstunde konnte Geschäftsführer Ulrich Schultz nicht nur den hessischen Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) begrüßen, sondern nahm auch aus dessen Händen den Förderbescheid des Landes Hessen in Höhe von 17,5 Millionen Euro entgegen. Aus eigenen Mitteln werden vom Konzern Asklepios weitere 4,5 Millionen Euro investiert.
Zu Beginn konnte Schultz zunächst neben zahlreichen Ehrengästen unter anderem auch Bad Königs Bürgermeister Uwe Veit, Brigitte Heckmann vom Kreisausschuss des Odenwaldkreises sowie die Bundestagsabgeordnete Patricia Lips (CDU) begrüßen. Er ging zunächst in einem kurzen Rückblick auf den Werdegang der Asklepios Schlossberg-Klinik ein. Bis 1990 war an der Stelle der heutigen Klinik ein Alten- und Pflegeheim sowie eine Einrichtung für Mehrfachbehinderte. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich die Klinik zu einer neurologischen Fachklinik
Diese gilt mittlerweile als eine der größten neurologischen Fachkliniken in Deutschland (80 Betten) für die Behandlung von schwerst schädel-hirnverletzten Patienten. Die neurologische Akutklinik inmitten der Odenwälder Kurstadt beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter – darunter 20 Ärzte, 160 Mitarbeiter in der Pflege und 75 in der Therapie. Durch den Neubau sind bis zu achtzig zusätzliche Arbeitsplätze vorgesehen. Stolz sprach Schultz von einem Personalschlüssel von „1:5“, was in Deutschland wohl einmalig sei und weiter motiviere, in der „Champions League“ mitzuspielen, was die neurologische Frührehabilitation betreffe.
Die Überlegungen der Klinik, den Gebäudebestand zu erweitern, galten zunächst einer Umgestaltung samt eingehender Sanierung der gesamten Einrichtung sowie einem Anbau. Die Prüfung dieses Vorhabens durch das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt führte aber schon vor einiger Zeit zu dem Resultat, dass die Klinik allein damit die an den Versorgungsvertrag gestellte Anforderung nicht mehr zeitgemäß erfüllen kann. Das RP regte daher an, über einen Neubau nachzudenken, ohne die bisherigen Betriebsgebäude aufzugeben.
Die Stadt Bad König und der Odenwaldkreis standen nun gemeinsam mit Asklepios als Träger der Schlossberg-Klinik vor der Herausforderung, entsprechendes Baurecht für den Neubau der Klinik zu schaffen, weil das vorgesehene Areal benachbarte Grundstücke und Gebäude tangierte. Die wichtigsten Fragen sind heute geklärt, die erforderlichen Abrissarbeiten und Bau vorbereitende Arbeiten im Hinblick auf den Asklepios-Neubau bereits aufgenommen.
Gesundheitsminister Jürgen Banzer hob hervor, dass private Krankenhausträger wie die Asklepios Schlossberg-Klinik in Bad König in einem derartigen Umfang von Land Hessen gefördert werden. Die Landesregierung mache dabei keinen Unterschied hinsichtlich der Trägerschaft, denn für eine gute Versorgung brauche es aller drei Säulen: private, kommunale und frei-gemeinnützige Träger. Banzer betonte, dass sich hinsichtlich der Effizienz einiges von privaten Trägern lernen lasse. Gerichtet an die Mitarbeiter der Klinik, sagte der Minister, diese seien in einer besonders chancenreichen Zukunftsbranche tätig. Dieses Jahr investiere das Land Hessen 250 Millionen Euro in Kliniken, hinzu kommen noch 100 Millionen Euro aus dem Krankenhaus-Konjunkturprogramm.
Auch Bürgermeister Uwe Veit freute sich über den heutigen Tag, besonders, dass es gemeinsam gelungen sei, dieses für Bad König und den Odenwaldkreis anspruchsvolle Projekt nun zum Laufen zu bringen. Die beiden nächsten Jahre würden zwar für alle Beteiligten, auch die Anwohner, nicht immer einfach, am Ende würden sich aber die Anstrengungen auszahlen. Veith dankte besonders Geschäftsführer Ulrich Schultz für dessen stetige Bemühungen und Anstrengungen, nicht nur im Zusammenhang mit dem Neubau der Klinik.
Chefarzt Dr. Michael Hartwich ging abschließend noch auf die verschiedenen Möglichkeiten der neurologischen Rehabilitation ein. „Diese ist noch ein ganz junges Fach, das es in vielen Ländern noch gar nicht gibt“.
Seit Montag (23.) hat die Klinikleitung für Fragen im Zusammenhang mit dem Neu- beziehungsweise Erweiterungsbau eine spezielle Service-Rufnummer geschaltet. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 300 33 45 werden in der Zeit von Montags bis Freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Neubau angenommen und beantwortet.











