24.11.2009 - 11:46 - Politik, Recht & Gesellschaft
Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25.11.2009)
Pressemitteilung von: HelpAge Deutschland
Osnabrück, 24.11.2009: “Alte Frauen als Opfer von Gewalt werden weltweit übersehen”, beklagt der Geschäftsführer von HelpAge Deutschland, Michael Bünte, aus Anlass des 1999 von den Vereinten Nationen beschlossenen Welttages für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Nach Informationen der UN wird gegenwärtig weltweit eine von drei Frauen Opfer von physischer Gewalt, von Entführungen oder Vergewaltigungen. Mehr als 80 Prozent der Opfer von Menschenhandel sind Frauen und bis zu 130 Millionen Frauen wurden Opfer von Genitalverstümmelung. Diese Gewalt gegen Frauen bringt nach Erfahrungen der UN enorme soziale und wirtschaftliche Kosten mit sich und untergräbt die wichtige Rolle von Frauen in den Familien und Gemeinschaften.
„HelpAge wird in seiner Arbeit immer wieder damit konfrontiert, dass alte Frauen ein bevorzugtes Opfer von Gewalt sind.“, so Bünte. Traditionelles Recht schließt sie in vielen Ländern von ihrem Erbe aus, wenn der Ehemann stirbt und stürzt sie damit in größte Armut. In Indien kommt es in den Städten immer häufiger zur Vernachlässigung und Verwahrlosung alter Menschen, die als Folge der Auflösung der Großfamilien aus den eigenen vier Wänden vertrieben werden. Eine Untersuchung der südafrikanischen Regierung ergab, dass ein Drittel der alten Menschen missbraucht wurde, oft von ihren eigenen Familienangehörigen.
„Nachdem mein Mann gestorben ist, haben sich die Verwandten beschwert, dass ich immer noch in unserem Haus lebe. Dann erhielt ich auch noch Todesdrohungen, weil ich eine Hexe sei. Am Schluss musste ich dann aus dem Haus ausziehen.“ So wie die 71jährige Shiduki aus Tansania werden alte Frauen in Kenia, Tansania oder Mosambik als Hexen verfolgt und oftmals aus ihren Gemeinden vertrieben oder sogar ermordet. In Tansania trifft dieses Schicksal jährlich mehr als tausend alte Frauen.
Alte Frauen werden nach Erfahrungen von HelpAge besonders deshalb häufig Opfer von Gewalt, weil sie nur einen geringen sozialen Status besitzen, als Witwen ohnehin diskriminiert werden, in ihrer Mehrzahl Analphabeten sind und nicht ausreichend über ihr Rechte Bescheid wissen.
Gleichzeitig erfüllen gerade alte Frauen für ihre Familien und Gemeinschaften unersetzliche Aufgaben. In Afrika werden inzwischen mehr als die Hälfte aller Aids-Waisen von ihren Großmüttern aufgezogen. Bis zu zwei Dritteln der Infizierten werden von ihren Eltern gepflegt, meistens den Müttern, die selbst sehr alt und schwach sind. Etwa ein Drittel aller Haushalte im südlichen Afrika werden von alten Menschen geführt. Trotzdem leiden gerade diese „stillen Heldinnen“ unter Isolation und Stigmatisierung, weil ihnen oftmals die Schuld am Schicksal ihrer Kinder gegeben wird.
HelpAge Deutschland unterstützt alte Frauen in Tansania mit Barfussanwälten bei der Durchsetzung ihrer Rechte, in Südafrika beim Kampf um soziale Integration und Grundsicherung und in Bangladesch beim Aufbau von Selbsthilfegruppen, um mehr politischen Einfluss und wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
HelpAge Deutschland
Alte Synagogenstr.2
49078 Osnabrück
Michael Bünte/Geschäftsführung
Tel. 0541 / 580 540 4 oder 0178 / 730 16 43
Email :
, weitere Infos : www.helpage.de
HelpAge Deutschland ist ein entwicklungspolitisches Hilfswerk, das alte Menschen in den Entwicklungsländern unterstützt. Schwerpunkte der Arbeit sind alte Menschen und HIV/Aids, alte Menschen und Basisrenten sowie alte Menschen und die Weitergabe von Wissen und Erfahrung an jüngere Generationen. HelpAge Deutschland wurde im Jahr 2005 gegründet und ist als gemeinnütziger Verein registriert. HelpAge Deutschland erhält Mittel des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie verschiedener Stiftungen und privater Spender. HelpAge ist im Besitz des DZI-Spendensiegels. Der Anteil der Verwaltungs- und Werbungskosten lag 2008 unter 12 Prozent.
Schirmherr von HelpAge ist der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf. Die bekannte Schauspielerin Hannelore Hoger ist Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt“.
HelpAge Deutschland unterstützt Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Das südafrikanische Projekt MUSA hilft etwa 5.000 alten Menschen, die Aids-Kranke pflegen oder sich um die Aids-Waisen kümmern. Das Projekt KwaWazee in Tansania unterstützt 800 Großeltern mit monatlichen Grundrenten. Die meisten von ihnen versorgen Aids-Waisen. In Peru fördert das Projekt Waman Wasi in Altenclubs und Schulen die Weitergabe traditionellen Wissens an die jüngeren Generationen. Und in Asien werden regelmäßig Nothilfeprojekte und Projekte der Katastrophenvorbeugung durchgeführt.
HelpAge Deutschland ist Mitglied des Netzwerkes HelpAge International mit 80 Mitgliedern und 200 Partnern in über 50 Ländern. HelpAge International wurde 1983 gegründet und wird u.a. von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union gefördert.
„HelpAge wird in seiner Arbeit immer wieder damit konfrontiert, dass alte Frauen ein bevorzugtes Opfer von Gewalt sind.“, so Bünte. Traditionelles Recht schließt sie in vielen Ländern von ihrem Erbe aus, wenn der Ehemann stirbt und stürzt sie damit in größte Armut. In Indien kommt es in den Städten immer häufiger zur Vernachlässigung und Verwahrlosung alter Menschen, die als Folge der Auflösung der Großfamilien aus den eigenen vier Wänden vertrieben werden. Eine Untersuchung der südafrikanischen Regierung ergab, dass ein Drittel der alten Menschen missbraucht wurde, oft von ihren eigenen Familienangehörigen.
„Nachdem mein Mann gestorben ist, haben sich die Verwandten beschwert, dass ich immer noch in unserem Haus lebe. Dann erhielt ich auch noch Todesdrohungen, weil ich eine Hexe sei. Am Schluss musste ich dann aus dem Haus ausziehen.“ So wie die 71jährige Shiduki aus Tansania werden alte Frauen in Kenia, Tansania oder Mosambik als Hexen verfolgt und oftmals aus ihren Gemeinden vertrieben oder sogar ermordet. In Tansania trifft dieses Schicksal jährlich mehr als tausend alte Frauen.
Alte Frauen werden nach Erfahrungen von HelpAge besonders deshalb häufig Opfer von Gewalt, weil sie nur einen geringen sozialen Status besitzen, als Witwen ohnehin diskriminiert werden, in ihrer Mehrzahl Analphabeten sind und nicht ausreichend über ihr Rechte Bescheid wissen.
Gleichzeitig erfüllen gerade alte Frauen für ihre Familien und Gemeinschaften unersetzliche Aufgaben. In Afrika werden inzwischen mehr als die Hälfte aller Aids-Waisen von ihren Großmüttern aufgezogen. Bis zu zwei Dritteln der Infizierten werden von ihren Eltern gepflegt, meistens den Müttern, die selbst sehr alt und schwach sind. Etwa ein Drittel aller Haushalte im südlichen Afrika werden von alten Menschen geführt. Trotzdem leiden gerade diese „stillen Heldinnen“ unter Isolation und Stigmatisierung, weil ihnen oftmals die Schuld am Schicksal ihrer Kinder gegeben wird.
HelpAge Deutschland unterstützt alte Frauen in Tansania mit Barfussanwälten bei der Durchsetzung ihrer Rechte, in Südafrika beim Kampf um soziale Integration und Grundsicherung und in Bangladesch beim Aufbau von Selbsthilfegruppen, um mehr politischen Einfluss und wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
HelpAge Deutschland
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49078 Osnabrück
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HelpAge Deutschland ist ein entwicklungspolitisches Hilfswerk, das alte Menschen in den Entwicklungsländern unterstützt. Schwerpunkte der Arbeit sind alte Menschen und HIV/Aids, alte Menschen und Basisrenten sowie alte Menschen und die Weitergabe von Wissen und Erfahrung an jüngere Generationen. HelpAge Deutschland wurde im Jahr 2005 gegründet und ist als gemeinnütziger Verein registriert. HelpAge Deutschland erhält Mittel des Auswärtigen Amtes, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie verschiedener Stiftungen und privater Spender. HelpAge ist im Besitz des DZI-Spendensiegels. Der Anteil der Verwaltungs- und Werbungskosten lag 2008 unter 12 Prozent.
Schirmherr von HelpAge ist der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf. Die bekannte Schauspielerin Hannelore Hoger ist Schirmherrin der Kampagne „Jede Oma zählt“.
HelpAge Deutschland unterstützt Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Das südafrikanische Projekt MUSA hilft etwa 5.000 alten Menschen, die Aids-Kranke pflegen oder sich um die Aids-Waisen kümmern. Das Projekt KwaWazee in Tansania unterstützt 800 Großeltern mit monatlichen Grundrenten. Die meisten von ihnen versorgen Aids-Waisen. In Peru fördert das Projekt Waman Wasi in Altenclubs und Schulen die Weitergabe traditionellen Wissens an die jüngeren Generationen. Und in Asien werden regelmäßig Nothilfeprojekte und Projekte der Katastrophenvorbeugung durchgeführt.
HelpAge Deutschland ist Mitglied des Netzwerkes HelpAge International mit 80 Mitgliedern und 200 Partnern in über 50 Ländern. HelpAge International wurde 1983 gegründet und wird u.a. von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union gefördert.
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