(openPR) LegaKids-Intitiative fordert „Recht auf Lesen“ anlässlich 23 Jahren Ottawa-Charta.
Informationen zu Gesundheit & Co werden in unserer Wissensgesellschaft oft schriftlich vermittelt – ob im Internet, in Broschüren, Büchern oder Zeitschriften. Wer das Lesen mehr schlecht als recht beherrscht, zieht daher oft den Kürzeren – gerade wenn es um selbstbestimmtes Handeln in punkto Gesundheit geht.
Lesen – Bildung – Gesundheit: Bereits in der am 21. November 1986 verabschiedeten Ottawa-Charta wird auf den engen Zusammenhang zwischen persönlichen Kompetenzen und eigener Gesundheit verwiesen. Ganz im Sinne dieses auf der ersten Internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung verabschiedeten Dokuments betont die LegaKids-Initiative www.rechtauflesen.de, wie wichtig Lesen- und Schreibenkönnen für Familien und ihre Gesundheit ist.
Generationsübergreifende Leseschwierigkeiten
Mal eben die Inhaltsstoffe auf Lebensmittelverpackungen überfliegen, den Medikamenten-Beipackzettel nach möglichen Nebenwirkungen durchforsten, einen der zahlreichen Apotheken-Ratgeber mit praktischen Gesundheitsinfos quer lesen, bekömmliche Rezepte im Internet suchen oder Informationen, um eine günstige Krankenversicherung abzuschließen: All das ist für viele selbstverständlich. Doch was machen Familien, in denen die Eltern nicht vertraut genug sind mit der Schriftsprache, um sich gezielt oder auch nur nebenbei über Gesundheitsthemen zu informieren?
„Familien mit geringer Lesekompetenz können kaum von den vielfältigen Präventivangeboten profitieren. Entsprechend sind auch die gesundheitlichen Beschwerden wesentlich häufiger als in Familien mit hoher Lesekompetenz – sowohl bei den Kindern als auch bei ihren Eltern“, sagt Dr. Britta Büchner, Lerntherapeutin und wissenschaftliche Leiterin des Onlineprojekts LegaKids.net.
Unterstützer wenden sich an Bund und Länder
Angesichts der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen mangelnder Lesefähigkeiten haben sich bereits maßgebliche Institutionen und Organisationen der Initiative „Recht auf Lesen“ angeschlossen. Durch die Bündelung ihrer Kräfte wollen die Initiatoren Bund und Länder auf die Dringlichkeit einer konsequenten Leseförderung aufmerksam machen. In der Online-Petition fordern sie, dass Kinder selbstbestimmt, eigenverantwortlich und gleichberechtigt Lesen lernen können sollten. Dafür sei ein veränderter Umgang mit dem Erlernen der Schriftsprache in der Grundschule nötig. Auch dürfe es nicht sein, dass Kinder erst als „gestört“, „seelisch oder geistig behindert“ oder „krank“ diagnostiziert werden müssen, um überhaupt Anspruch auf eine angemessene inner- oder außerschulische Förderung zu erhalten.
Unterstützt wird die Initiative von dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben (DGLS), der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke), der Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen e.V. (BAGE), dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) und anderen.
Den Wortlaut der Petition und weitere Unterstützer gibt es unter www.rechtauflesen.de.
Die Illustration ist als printfähiges Download zu finden unter www.legakids.net/eltern-lehrer/service/bilderservice/
















