18.11.2009 - 08:34 - Politik, Recht & Gesellschaft
Spendenaufruf - "Denkmal der Grauen Busse" für Pirna
Pressemitteilung von: Aktion Zivilcourage e.V.
Sie wollen eine sinnvolle Aktion unterstützen?
Das „Denkmal der Grauen Busse“ erinnert an die Todestransporte der 70.000 Opfer der Euthanasie-Aktion in den Jahren 1940/41. Geschaffen von den Künstlern Andreas Knitz und Horst Hoheisel soll das "Denkmal der Grauen Busse" als Mahnmal dienen und stetig an die Vergangenheit erinnern.
Ein in Segmente aufgeschnittener, begehbarer grauer Bus, in Originalgröße aus Beton gegossen, blockiert dauerhaft die ehemalige Pforte, aus dem die Todesbusse der »Euthanasie«-Aktion das Gelände der ehemaligen Heilanstalt Weißenau in Ravensburg verließen.
Ein zweiter Denkmalbus wechselt im Laufe der Jahre seinen Standort, um so die Erinnerung in die Regionen zu tragen in denen sich jeweils eine der sechs Tötungsanstalten der Euthanasie-Aktion befand. Auch Pirna-Sonnenstein gehörte zu ihnen.
Hoheisel und Knitz wollen nicht nur den Opfern des »Euthanasie«-Mordes ein Denkmal setzen, sondern auch die Tat und die Täter reflektieren, indem die grauen Busse, die Werkzeuge der Täter, als »Transportmittel« der Erinnerung genutzt werden.
Warum sollten Sie uns unterstützen?
Neben fünf weiteren Vernichtungsanstalten wurden auf dem Pirnaer Sonnenstein mindestens 14.751 Männer, Frauen und Kinder aus psychiatrischen Kliniken im Zuge der T4-Aktion systematisch getötet. Um die Erinnerung an die Geschichte wach zu halten, wird es auch für Pirna eine große Bereicherung sein, diesen Denkmalbus aufzustellen.
Dieses „begehbare Geschichtsbuch“, wie es von einem der Künstler bezeichnet wird, wird vor allem für die Jugend Geschichte erlebbar machen. Im Denkmalbus eingeschrieben ist das Zitat: "Wohin bringt ihr uns?", die überlieferte Frage eines Patienten. Diese bietet z.B. die Grundlage für Zeitzeugenbefragungen innerhalb Pirnas und der Region. Wie gingen die Menschen mit den Bussen um? Wo fuhren sie lang? Wusste die Bevölkerung den Hintergrund dieser Transporte? Da die Generation der zu Befragenden stetig schwindet, ist dies wohl eine der letzten Möglichkeiten, mit dem Wissen der Verbliebenen, eine Grundlage für die Schüler und Schülerinnen, in dem Prozess eines lebensbegleitenden Lernens zu schaffen.
Da sich die Transporte auf den Sonnenstein im Jahr 2010 zum 70. Mal jähren, werden wir das "Denkmal der Grauen Busse" nach Pirna holen. Für dieses Projekt hat sich ein Trägerkreis gebildet in dem die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, das Kuratorium Altstadt e.V., das Kuratorium Gedenkstätte Sonnestein e.V., die Stadtverwaltung Pirna und die Aktion Zivilcourage gemeinsam an der Realisierung des Projektes arbeiten.
Was können Sie tun?
Helfen Sie uns mit Ihrer Spende dieses Projekt zu finanzieren und somit aktive Erinnerungsarbeit zu ermöglichen.
Die Projektkosten schließen neben dem Transport des Denkmals von Stuttgart nach Pirna, auch die Zusammenarbeit mit den Künstlern sowie die Gestaltung des unfangreichen Rahmenprogramms ein.
Zahlreiche Veranstaltungen unter dem Gesichtspunkt der Vergangenheitsaufarbeitung werden die Thematik immer wieder in den Mittelpunkt rücken, um aus unserer gemeinsamen Geschichte zu lernen und so unsere Zukunft neu zu gestalten.
Spendenkonto:
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Kontonummer: 320 003 5608
BLZ: 850 503 00
Empfänger: Aktion Zivilcourage e.V.
Zweck: „Spende Projekt Graue Busse”
Oder Sie nutzen unser Online-Spendenformular.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Aktion Zivilcourage e.V.
Anschrift:
Postfach 100228
01782 Pirna
Geschäftsstelle:
Lange Straße 43
01796 Pirna
Tel: +49 3501 460880
Fax: +49 3501 460881
Aktion Zivilcourage - Selbstverständnis
Die Aktion Zivilcourage e.V. versteht sich als überparteiliches Bündnis. Der Verein setzt sich aktiv mit der Stärkung von Demokratie, Toleranz und Zivilcourage sowie mit der Zurückdrängung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus, mit Fokus auf den Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, auseinander.
Die Aktion Zivilcourage erkennt diese als gesamtgesellschaftliche Probleme und stempelt sie nicht als Problem der Jugend ab, auch wenn sich entsprechende Denk- und Verhaltensweisen bei Heranwachsenden oft am deutlichsten und extremsten zeigen. Das Wirken der Aktion Zivilcourage zielt demzufolge auch nicht ausschließlich, aber zu großen Teilen auf die Zielgruppe junger Menschen und mit ihnen in Beziehung stehenden MultiplikatorInnen ab. Damit soll langfristig und grundlegend Demokratie und Zivilcourage gestärkt und rechtsextremistischen Bewegungen der Nachwuchs abgeschnitten werden.
Als Teil der Bürgergesellschaft wirkt die Aktion Zivilcourage aktiv und positiv an der Stärkung der demokratischen Kultur mit. Sie animiert und unterstützt BürgerInnen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Zivilcourage zu zeigen. Dabei lässt sich die Aktion Zivilcourage von dem Grundprinzip leiten, dass sich eine erfolgreiche und stabile Demokratie durch selbstbewusste und aktive BürgerInnen auszeichnet, die andere BürgerInnen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religion als gleichwertig anerkennen, die Verantwortung für die friedliche Gestaltung ihrer sozialen Umwelt übernehmen und Probleme sehen und ansprechen, um diese in gemeinsamer, fairer Auseinandersetzung und gemeinsamen Handeln zu lösen.
Weiterhin zielt die Aktion Zivilcourage darauf ab, insbesondere bei Jugendlichen Perspektiven für gesellschaftliches Engagement zu eröffnen. Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit junger Menschen mit der Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stärken und dadurch auch eine weitere Abwanderung aus der Region verhindern.
Die eigenen Aktivitäten der Aktion Zivilcourage konzentrieren sich auf das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, durch Vernetzung mit anderen sächsischen Initiativen wird aber auch eine überregionale Wirkung beabsichtigt.
Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber unsere demokratische Zukunft müssen wir gemeinsam aktiv mitgestalten.
Das „Denkmal der Grauen Busse“ erinnert an die Todestransporte der 70.000 Opfer der Euthanasie-Aktion in den Jahren 1940/41. Geschaffen von den Künstlern Andreas Knitz und Horst Hoheisel soll das "Denkmal der Grauen Busse" als Mahnmal dienen und stetig an die Vergangenheit erinnern.
Ein in Segmente aufgeschnittener, begehbarer grauer Bus, in Originalgröße aus Beton gegossen, blockiert dauerhaft die ehemalige Pforte, aus dem die Todesbusse der »Euthanasie«-Aktion das Gelände der ehemaligen Heilanstalt Weißenau in Ravensburg verließen.
Ein zweiter Denkmalbus wechselt im Laufe der Jahre seinen Standort, um so die Erinnerung in die Regionen zu tragen in denen sich jeweils eine der sechs Tötungsanstalten der Euthanasie-Aktion befand. Auch Pirna-Sonnenstein gehörte zu ihnen.
Warum sollten Sie uns unterstützen?
Neben fünf weiteren Vernichtungsanstalten wurden auf dem Pirnaer Sonnenstein mindestens 14.751 Männer, Frauen und Kinder aus psychiatrischen Kliniken im Zuge der T4-Aktion systematisch getötet. Um die Erinnerung an die Geschichte wach zu halten, wird es auch für Pirna eine große Bereicherung sein, diesen Denkmalbus aufzustellen.
Dieses „begehbare Geschichtsbuch“, wie es von einem der Künstler bezeichnet wird, wird vor allem für die Jugend Geschichte erlebbar machen. Im Denkmalbus eingeschrieben ist das Zitat: "Wohin bringt ihr uns?", die überlieferte Frage eines Patienten. Diese bietet z.B. die Grundlage für Zeitzeugenbefragungen innerhalb Pirnas und der Region. Wie gingen die Menschen mit den Bussen um? Wo fuhren sie lang? Wusste die Bevölkerung den Hintergrund dieser Transporte? Da die Generation der zu Befragenden stetig schwindet, ist dies wohl eine der letzten Möglichkeiten, mit dem Wissen der Verbliebenen, eine Grundlage für die Schüler und Schülerinnen, in dem Prozess eines lebensbegleitenden Lernens zu schaffen.
Da sich die Transporte auf den Sonnenstein im Jahr 2010 zum 70. Mal jähren, werden wir das "Denkmal der Grauen Busse" nach Pirna holen. Für dieses Projekt hat sich ein Trägerkreis gebildet in dem die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein, das Kuratorium Altstadt e.V., das Kuratorium Gedenkstätte Sonnestein e.V., die Stadtverwaltung Pirna und die Aktion Zivilcourage gemeinsam an der Realisierung des Projektes arbeiten.
Was können Sie tun?
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Die Projektkosten schließen neben dem Transport des Denkmals von Stuttgart nach Pirna, auch die Zusammenarbeit mit den Künstlern sowie die Gestaltung des unfangreichen Rahmenprogramms ein.
Zahlreiche Veranstaltungen unter dem Gesichtspunkt der Vergangenheitsaufarbeitung werden die Thematik immer wieder in den Mittelpunkt rücken, um aus unserer gemeinsamen Geschichte zu lernen und so unsere Zukunft neu zu gestalten.
Spendenkonto:
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Kontonummer: 320 003 5608
BLZ: 850 503 00
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01796 Pirna
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Fax: +49 3501 460881
Aktion Zivilcourage - Selbstverständnis
Die Aktion Zivilcourage e.V. versteht sich als überparteiliches Bündnis. Der Verein setzt sich aktiv mit der Stärkung von Demokratie, Toleranz und Zivilcourage sowie mit der Zurückdrängung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus, mit Fokus auf den Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, auseinander.
Die Aktion Zivilcourage erkennt diese als gesamtgesellschaftliche Probleme und stempelt sie nicht als Problem der Jugend ab, auch wenn sich entsprechende Denk- und Verhaltensweisen bei Heranwachsenden oft am deutlichsten und extremsten zeigen. Das Wirken der Aktion Zivilcourage zielt demzufolge auch nicht ausschließlich, aber zu großen Teilen auf die Zielgruppe junger Menschen und mit ihnen in Beziehung stehenden MultiplikatorInnen ab. Damit soll langfristig und grundlegend Demokratie und Zivilcourage gestärkt und rechtsextremistischen Bewegungen der Nachwuchs abgeschnitten werden.
Als Teil der Bürgergesellschaft wirkt die Aktion Zivilcourage aktiv und positiv an der Stärkung der demokratischen Kultur mit. Sie animiert und unterstützt BürgerInnen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Zivilcourage zu zeigen. Dabei lässt sich die Aktion Zivilcourage von dem Grundprinzip leiten, dass sich eine erfolgreiche und stabile Demokratie durch selbstbewusste und aktive BürgerInnen auszeichnet, die andere BürgerInnen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religion als gleichwertig anerkennen, die Verantwortung für die friedliche Gestaltung ihrer sozialen Umwelt übernehmen und Probleme sehen und ansprechen, um diese in gemeinsamer, fairer Auseinandersetzung und gemeinsamen Handeln zu lösen.
Weiterhin zielt die Aktion Zivilcourage darauf ab, insbesondere bei Jugendlichen Perspektiven für gesellschaftliches Engagement zu eröffnen. Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit junger Menschen mit der Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stärken und dadurch auch eine weitere Abwanderung aus der Region verhindern.
Die eigenen Aktivitäten der Aktion Zivilcourage konzentrieren sich auf das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, durch Vernetzung mit anderen sächsischen Initiativen wird aber auch eine überregionale Wirkung beabsichtigt.
Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber unsere demokratische Zukunft müssen wir gemeinsam aktiv mitgestalten.
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