06.11.2009 - 17:15 - Kunst & Kultur

Drehbuch Leben – Filmpremiere der ersten dok you-Filme in Duisburg

Pressemitteilung von: dok you
PR Agentur: MaschMedia

Bild im Großformat
Duisburg, 6. November 2009 - Ambitionierte Dokumentarfilme, produziert mit Kindern und für Kinder unter Anleitung erfahrener Regisseure - das ist die Kernidee von dok you. Die ersten vier Filme feiern heute, unterstützt von Projektpartnern, prominenten Paten wie Nora Tschirner und Ralph Caspers sowie den Protagonisten, ihre Premiere auf der Duisburger Filmwoche. Ausgebuchte Schulvorstellungen und zwei Zusatzvorführungen im Rahmen von doxs! zeigen bereits vorab das überdurchschnittlich große Interesse bei Lehrern und Schülern.


Filmbildung
Medienpädagogische Arbeit mit Kindern und die Erstellung ambitionierter Filminhalte durch professionelle Akteure: Dies schien sich bislang nicht verbinden zu lassen. Doch die dok you-Filmemacher schafften aus dem Stegreif den Spagat. Sie vermittelten den 10 bis 14-jährigen Schülern in Workshops Filmarbeit, suchten Protagonisten und ihre Geschichten zum Leitthema ‚Integration’ und formten aus den gewonnenen Ideen gemeinsam mit den jungen Akteuren gelungene Dokumentarfilme.

Filmbildung, Kinderfernsehen und Dokumentarfilm sind dabei eng miteinander verknüpft. Durch den Einsatz in Kinos und in Bildungskontexten sowie durch die TV-Ausstrahlung und ein Modul auf der WDR-Internetplattform ‚Planet Schule’ werden die dok you Filme nach der Duisburger Premiere einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Ein wichtiger Schritt für die Popularisierung des Kinderdokumentarfilms und die damit verbundenen erweiterten Möglichkeiten bei der Vermittlung von Medienkompetenz.

Nachhaltigkeit
Unter dem Stichwort ‚Nachhaltigkeit’ wird das gesamte bei dok you entstehende Material gesichert. So können auf lange Sicht Fragestellungen rund um Filmbildung und -rezeption ebenso wie um die Themen, die Kinder und Jugendliche heute bewegen, medienpädagogisch aufbereitet werden. Die Teilnehmer des nächsten, - dann bundesweiten – Projektdurchlaufs von dok you im Kulturhauptstadtjahr 2010, können dann schon auf diese dokumentierten Erfahrungen zurückgreifen.


Partner
Begleitet wird diese Entwicklung durch die Projektpartner.
So ermöglichte erst das Engagement des Landes NRW die Realisierung des Gesamtprojekts. Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff ist besonders vom Ansatz der kulturellen Bildung überzeugt: „Das medienpädagogische Vermittlungskonzept von dok you ist ein gelungener Versuch, Filmbildung als wichtigen Bestandteil von kultureller Bildung in den Schulunterricht einfließen zu lassen.“ Grosse-Brockhoff zufolge sei dabei die Umsetzung des Leitthemas ‚Integration’ besonders gut gelungen: „Die Geschichten der sechs Protagonisten spiegeln sehr gut wider, wie unterschiedlich und individuell Zusammenleben gestaltet werden kann.“

Durch die Mitwirkung des Westdeutschen Rundfunks, der als Koproduzent an den Filmen beteiligt ist, konnten die Produktionsbedingungen verbessert und die Umsetzung der dok you-Filme professionell begleitetet werden. „Uns hat die Idee gefallen, dass zusammen mit Kindern Themen aus deren Lebenswirklichkeit für Film und Fernsehen entwickelt werden“, erklärt WDR-Kulturchef Matthias Kremin. Ein speziell produzierter Trailer ruft Schulen und Schüler auf der Homepage www.dokyou.de zum Mitmachen im Rahmen der zweiten Staffel 2010 auf.

Die Filmstiftung NRW förderte alle dok you Premiere-Filme und engagierte sich so erstmalig in größerem Umfang für den Kinderdokumentarfilm.
Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung NRW: „Dokumentarfilme nicht nur für, sondern mit Kindern zu machen, ist das einzigartige Konzept von dok you, das wir mit Überzeugung unterstützen. dok you ist Filmbildung, wie sie sein sollte: praxisnah und dabei die Kinder und ihre Weltsicht ernst nehmend. Kinder und Kino war immer unser Thema in der Filmstifttung.“

Finanziell Unterstützt wurden die Filme auch von der gemeinsamen Kinderfilmförderung des Kuratoriums junger deutscher Film und des Beauftragten für Kultur und Medien BKM.
Ideengeber und Projektinitiatoren sind die Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW dfi und doxs!, die Kinder und Jugendfilmsektion der Duisburger Filmwoche.


Paten
Populäre Paten begleiten dok you. Besonders Nora Tschirner war ganz gespannt vor der Premiere: „Ihr hattet ja immer schon viel zu erzählen, aber bei dok you kann ich jetzt endlich mal eure Filme im Kino sehen.“

Asli Sevindim steht als Kuratorin der Kulturhauptstadt 2010 für die Kulturenvielfalt eines Ruhrgebiets im Wandel. Die WDR-Moderatorin ist optimistisch: „Wirkliche Geschichten aus dem Leben von Kindern aus den verschiedensten Kulturen bietet nur der Dokumentarfilm. dok you wird diese Geschichten erzählen, dok you wird die kulturelle Vielfalt in NRW zeigen. Ich freue mich auf viele Ideen und auf ganz besondere Filme.“

Ralph Caspers, stets gut aufgelegter Moderator und Drehbuchautor bei „Wissen macht Ah“, hat seine eigene Theorie: „Wer weiß, was aus mir geworden wäre, wenn es dok you in meiner Schule gegeben hätte. Ich hätte Geschichten erzählt und Filme gemacht und wäre wahrscheinlich sogar beim Fernsehen gelandet. Wie das Leben so spielt!“


Anwesend im Rahmen der Premiere sind:
Nora Tschirner und Ralph Caspers (dok you-Projektpaten)
Frau Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach (Fachreferatsleiterin Staatskanzlei, Kulturabteilung, Land NRW),
Matthias Kremin (Leiter des Programmbereichs Kultur und Wissenschaft Fernsehen, Westdeutscher Rundfunk),
Michael Schmid-Ospach (Geschäftsführer Filmstiftung NRW),
Werner Ruzicka (Leiter der Duisburger Filmwoche),
Gudrun Sommer (Veranstalter doxs!),
Petra Schmitz (Veranstalter dfi) sowie die involvierten Protagonisten, FilmemacherInnen und Produzentinnen.

Es sprechen zur Begrüßung Frau Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach, Matthias Kremin und Michael Schmid-Ospach.

Anschließend folgt die Vorstellung der einzelnen Filmteams und Protagonisten sowie das Filmscreening der Filme. Ab ca. 14.30 Uhr findet das Pressegespräch statt.
Durch die Premiere und das Pressegespräch führen Ralph Caspers, unterstützt durch Nora Tschirner sowie Werner Ruzicka.



Die Filme

„Ednas Tag“ von Bernd Sahling, 20 Min, D 2009?
Edna ist neu in der Klasse und erst seit kurzem in Deutschland. Der Schulunterricht in der fremden Sprache fällt ihr noch schwer. Aber immer öfter macht Edna sich bemerkbar.

„Herr Rücker“ von Anna Wahle, 14 Min, D 2009?Nico Rücker ist kein normaler 14-Jähriger. Während seine Mitschüler vor dem Computer sitzen oder Laternen austreten, geht der Außenseiter dem Hausmeister zur Hand: Bei seinen Mitschülern kommt das allerdings nicht so gut an...

„Nick & Tim“ von Bettina Braun, 17 Min, D 2009?Nick und Tim sind 11 Jahre alt und leben auf einem Bauernhof im Landkreis Erftstadt. Ein Film über Zugehörigkeit, über die Positionen im Familien- und Freundeskreis. Eine Geschichte über Individualität: Denn Nick und Tim sind eineiige Zwillinge.

„Gelb und Pink“ von Alexandra Schröder, 11 Min, D 2009
Sich streiten und zusammenhalten, gemeinsam erwachsen werden, Geheimnisse teilen - die 13jährige Alina fordert der Vergleich mit ihrer älteren und souveräneren Schwester heraus. Ein filmisches Portrait über die Komplexität einer Schwesternbeziehung.

Gerne senden wir Ihnen weitere Informationen sowie Bild- und Tonmaterial.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Medienarbeit und Pressekontakt:
MaschMedia
Anja Keienburg, Tanja Kosdei, Marcus Schütte
Zum Steigerhaus 1
46117 Oberhausen
Fon: 0208 305 85 86
Fax: 0208 305 85 88
Mail:

dok you will den Dokumentarfilm für Kinder stärken. Auf allen Ebenen: professionelle Produktionsbedingungen schaffen, FilmemacherInnen das Know-How vermitteln, die Kinder selbst mit einbeziehen, Abspielorte und mehr Sendeplätze im Fernsehen dafür etablieren, medienpädagogisches Material zur Verfügung zu stellen und die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen.

News-ID: 368419 • Views: 369

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr