(openPR) Wenn Rückenprobleme zum Dauerschmerz werden, kann das tägliche Leben stark beeinträchtigt werden. Rückenschmerzen sind in nahezu al-len industrialisierten Ländern weit verbreitet, zwischen 65 und 85 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einfachen Muskelver-spannungen über Bandscheibenvorfälle bis hin zu knöchernen Veränderungen. Denn der Mensch ist eine Fehlkonstruktion. Die Wirbelsäule ist ideal für Tiere, die auf allen Vieren ja-gen. Für Computerarbeit, Langstreckenflüge und ein Leben als Couch-Potatoe ist sie dage-gen ungeeignet. Sitzen belastet die Bandscheiben mit einem Gewicht von 125 Kilo. Mit Be-wegungsmangel, einseitiger Belastung, verkümmerter Rückenmuskulatur, Psychostress und altersbedingten Verschleißerscheinungen verschlimmert der Mensch sein Leiden.
Rückenschmerzen haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. Abgesehen von Infekten sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Aber die Medizin hat auch hier große Fortschritte zu verzeichnen. Muss operiert werden, haben sich die aus Titan, Metall oder Kunststoff gefertigten Ersatzteile für die Wirbelsäule als Se-gen erwiesen. Künstliche Bandscheiben, komplexe Schraubkonstruktionen oder Gelenk-stopper stellen die Stabilität der Wirbelsäule wieder her.
Wie gut eine Operation gelingt, entscheiden aber nicht nur modernste Technologie und chi-rurgisches Geschick. Ein wichtiger Anteil fällt der richtigen Indikation zu. Das weiß man auch im Ärzteteam der vor kurzem installierten Wirbelsäulenchirurgie, die unter der Leitung von Dr. Thomas Schreyer, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin am Evangelischen Krankenhaus Elisabethenstift, steht. Hier werden erstmals in Darmstadt qualifizierte Wirbelsäulen-Operationen aller Art (bis auf Skoliose) durchgeführt – auch die Versorgung von stabilen und instabilen Wirbelsäulenbrüchen sowie endoskopische Band-scheiben-Operationen. Ein Vorteil für viele Patienten, die jetzt für einen Eingriff nicht mehr extra nach Frankfurt oder Heidelberg fahren müssen.
Dafür hat das Elisabethenstift zusätzlich zwei hochqualifizierte Fachärzte aus dem Wirbel-säulenzentrum Bethanien in Frankfurt/M. engagiert: Dr. med. Ralf Wagner und Dr. med. Peer Joechel bilden gemeinsam mit Klaus Jost, Oberarzt am Elisabethenstift, das Ärzteteam der Wirbelsäulenchirurgie.
Patienten werden umfassend nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Me-dizin informiert und behandelt. Der Ursache von Funktionsstörungen und Problemen des Bewegungsapparates, insbesondere der Wirbelsäule, geht man durch moderne Untersu-chungsmethoden auf den Grund. Darauf aufbauend erstellen die Experten individuelle The-rapieoptionen – letztlich immer mit dem Ziel, die Probleme möglichst unter Vermeidung einer OP zu beheben.
„Läuft es aber auf eine OP hinaus, sind Mikrochirurgie und die minimalinvasive Chirurgie besondere Schwerpunkte unserer Arbeit“, erklärt Dr. Wagner. „Mit einer äußerst gewebe-schonenden Operationstechnik werden über kleine Schnitte Operationen, die früher zu star-ker Narbenbildung und entsprechend langen Nachbehandlungszeiten geführt haben, sehr
viel schonender und sicherer durchgeführt. Die Patienten sind hierdurch deutlich schneller und wieder voll belastbar in ihrem Alltagsleben aktiv.“
Die Wirbelsäulenchirurgie am Elisabethenstift hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Patienten bei allen Problemen mit der Wirbelsäule ein Optimum an Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie anzubieten. Durch regelmäßige gemeinsame Fallbesprechungen innerhalb der Klinik und mit niedergelassenen Kollegen will man den Patienten ein optimales und individu-elles Therapiekonzept auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und der Erfahrung aller Beteiligten sichern.
Info-Kasten:
Termine für die Sprechstunde in der Wirbelsäulenchirurgie (Dienstag ab 14 Uhr) können bei der Zentralen Patientenaufnahme im Evangelischen Krankenhaus Elisabethenstift, Telefon 06151 403-1910, vereinbart werden.












