(openPR) Rund 10-20% der Deutschen leiden am so genannten Reizdarmsyndrom. Das Krankheitsbild ist extrem belastend. Die Naturheilkunde setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz und sanfte Arzneimittel wie Pfefferminzöl, um den geplagten Patienten zu helfen.
Stuttgart, 2.11.2009. Beim Reizdarmsyndrom spielt der Darm verrückt: Chronische Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Stuhlunregelmäßigkeiten sind die häufigsten Symptome. Da keine krankhaften Organveränderungen festzustellen sind, wird die Erkrankung als funktionelle Störung bezeichnet.
Während sich die „schulmedizinische“ Therapie an der Behandlung der Symptome orientiert, sucht der Heilpraktiker zunächst auch nach den Ursachen der Irritation. Eine wichtige Diagnosemethode ist dabei die Befunderhebung am Auge (Iridologie).
Ursachensuche mit alternativen Methoden
„Beim Blick in die Iris bzw. bei der Befunderhebung aus dem Auge kann der Heilpraktiker Hinweise auf Störungen im Körper erkennen,“ erklärt der Heimsheimer Heilpraktiker und Iridologe Willy Hauser. „Gerade bei Funktionsstörungen des Verdauungstraktes lassen sich so oft die auslösenden Faktoren ermitteln und dann ganz gezielt behandeln.“
Meistens findet der Heilpraktiker bei einem Patienten mit Reizdarmsyndrom mehrere „Schwachstellen“, die zur Irritation der Darmfunktion beitragen. So schildert Willy Hauser den typischen Fall eines Patienten, der unter permanentem Stress litt und nicht mehr abschalten konnte. Beim Blick in die Iris war zu erkennen, dass das Nervensystem überreizt war, eine zunehmende Übersäuerung (Acidose) verschlimmerte die Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem erkannte der Heilpraktiker eine genetische Anlage zur Tumorbildung,
Therapie mit ganzheitlichem Ansatz
Die Therapie musste entsprechend breit angelegt werden: Das Nervensystem wurde durch pflanzliche Medikamente auf der Basis von Melisse und Hopfen stabilisiert, gegen die Übersäuerung empfahl der Heilpraktiker eine komplette Ernährungsumstellung. Das Immunsystem wurde präventiv mit individuell verordneten Medikamenten gestärkt. Eine gezielte Bewegungstherapie soll dem Patienten helfen, Stress abzubauen und die Regeneration zu fördern.
Die akuten Darmbeschwerden behandelt die Naturheilkunde mit pflanzlichen Arzneimitteln. „Pflanzliche Präparate auf der Basis von Anis, Fenchel, Kamille, Kümmel, Myrrhe, Melisse, Kaffeekohle, Pfefferminze oder Schleifenblume haben auf natürliche Weise eine regulierende und normalisierende Wirkung auf die Magen-Darm-Funktion,“ sagt Dr. Wolfgang Widmaier, Heilpraktiker und Apotheker von der Union Deutscher Heilpraktiker.
Pflanzliche Wirkstoffe helfen nachweislich
Als Tees, Tinkturen oder Tabletten zugeführt, wirken die Inhaltsstoffe entblähend, entzündungshemmend, schmerzlindern, krampflösend oder galletreibend. Allerdings müssen die Arzneimittel regelmäßig und längerfristig eingenommen werden. Häufig verschreibt der Heilpraktiker auch so genannte Kombinations-Präparate, die die Wirkung mehrerer Heilpflanzen bündeln.
Dass pflanzliche Mittel die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom lindern können, haben Studien bewiesen. So belegte 2008 eine Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt die Wirksamkeit von Pfefferminzöl allein oder zusammen mit Kümmelöl. Auch die Wirkung eines Kombinationspräparates wurde in fünf randomisierten Doppelblindstudien geprüft und als positiv gewertet.












