(openPR) Krefeld, 30. Oktober 2009 – In Ostwestfalen-Lippe wurde die Modellregion Telemedizin als Landesprojekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gestartet. Im Rahmen der ZTG-Fachtagungsreihe „Die Telemedizin-Tagung in Nordrhein-Westfalen“ kamen zu diesem Anlass rund 100 Besucher nach Bielefeld.
ZTG/ZIG-Tagung „Die Telemedizin-Tagung in Nordrhein-Westfalen
Am 28. Oktober 2009 trafen sich Experten der Telemedizin im Tagungszentrum Bethel in Bielefeld, um aktuelle Entwicklungen unter dem Motto „Telemedizin konkret: Im Notfall und zur hausärztlichen Versorgung“ zu verfolgen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Eröffnung der Modellregion Telemedizin in Ostwestfalen-Lippe durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Modellregion Telemedizin wurde durch die Landesregierung mit dem Ziel initiiert, in der Region Ostwestfalen-Lippe beispielhaft eine umfassende telemedizinische Patientenversorgung für Interessierte und für Notfallszenarien zu ermöglichen.
Werden Daten von einem Ort zum nächsten zur Unterstützung der Behandlung eines Patienten elektronisch versendet, handelt es sich um Telemedizin. Bekannte Beispiele für telemedizinische Anwendungen sind das Versenden von EKG-Daten oder von Blutdruck-Messwerten. Mit ihnen kann ein Arzt den Zustand seines Patienten aus der Ferne einschätzen. Ostwestfalen-Lippe verfügt unter anderem mit dem Institut für Angewandte Telemedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen über entscheidende Akteure im Bereich Telemedizin. In dem telemedizinischen Zentrum im HDZ NRW ist das Versenden von kardiologischen Daten als 24-Stunden-Service bereits Alltag: Rund um die Uhr sind Ärzte für die Auswertung aller an das Zentrum gesendeten Daten verfügbar.
Da Telemedizin deutschlandweit noch nicht flächendeckend Anwendung findet, jedoch in der Patientenversorgung große Erfolge nachweisen kann, entschied die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, Ostwestfalen-Lippe zum Motor der Telemedizin zu erklären. Das ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen aus Krefeld entwickelt das durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt und gestaltet die Prozesse in der Modellregion. ZTG initiiert Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte, moderiert und vernetzt Akteure vor Ort, die telemedizinische Versorgung in der Region anbieten möchten. Es arbeitet dabei eng mit dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft ZIG Ostwestfalen-Lippe (OWL) zusammen. Das ZIG OWL leistet die Vernetzung der Akteure vor Ort.
Ziel ist es, vorbildliche Leistungen für die Telemedizin zu entwickeln. Den Weg dorthin bereiten ZIG OWL und ZTG, indem sie relevante Akteure der Region zusammenführen und gemeinsam Strategien entwickeln. Weitere Serviceangebote unterstützen die flächendeckende telemedizinische Versorgung in der Region, wie die Informationsplattform www.telemedizin24.de, das telemedizinische Register oder die kostenfreie Erstberatung.














