(openPR) Eine Bestätigung ihrer Forderung nach Festzuschüssen auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens sieht die eurocom e.V. im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP. In der Vereinbarung, die mittlerweile von allen drei beteiligten Parteien verabschiedet wurde, heißt es: „Bei Leistungen des Zahnersatzes, bei Arzneimitteln und bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sind die Erfahrungen mit Festzuschüssen, Festbeträgen und Mehrkostenregelungen überwiegend positiv. Daher werden wir prüfen, wo darüber hinaus Mehrkostenregelungen sinnvoll und geeignet zum Tragen kommen können, ohne Patientinnen und Patienten vom medizinischen Fortschritt auszuschließen oder sie zu überfordern.“
Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer des Industrieverbandes, wertet diese Formulierung positiv: „Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt mit unserer Forderung auf breite Zustimmung stoßen werden. Ein Festzuschusssystem im Hilfsmittelbereich hätte für alle Beteiligten – Patienten, Leistungserbringer, Hilfsmittelhersteller und Krankenkassen – Vorteile. Es würde effektiv dazu beitragen, die Ausgabenexplosion im Gesundheitswesen einzudämmen, ohne die Patienten von einer medizinisch notwendigen Versorgung abzuschneiden.“
Die eurocom wird in den kommenden Wochen noch einmal intensiv das Gespräch mit den politischen Entscheidern suchen, die an der konkreten Ausgestaltung der künftigen Gesundheitspolitik beteiligt sein werden. Bereits im Bundestagswahlkampf hatte sie ihr Positionspapier „Festzuschusssystem in der Hilfsmittelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen verankern“ mit Gesundheitspolitikern diskutiert und war auf breite Zustimmung gestoßen. Mit dem nun vorliegenden Koalitionsvertrag sieht die eurocom den Weg geebnet, dass ein Festzuschusssystem noch in dieser Legislaturperiode eingeführt wird.


















