27.10.2009 - 08:49 - Politik, Recht & Gesellschaft
Senioren Plattform Bodensee zu Gast in der Stiftung Liebenau
Pressemitteilung von: Stiftung Liebenau KommunikationPR Agentur: Stiftung Liebenau Kommunikation

Rund 50 Mitglieder der internationalen Senioren Plattform Bodensee trafen sich zu ihrer diesjährigen Delegiertenversammlung in der Stiftung Liebenau.
Grenzüberschreitend aktiv
Die Senioren Plattform Bodensee versteht sich als Interessenvertretung älterer Menschen im Bodenseeraum. Ihre Mitglieder kommen aus allen vier Ländern rund um den See: die Kreisseniorenräte Konstanz, Bodenseekreis und Ravensburg sowie der Seniorenbeirat im Landkreis Lindau, der Liechtensteiner Seniorenbund, die Seniorenvertretungen der Kantone St. Gallen, beider Appenzell, Thurgau und Schaffhausen sowie der Seniorenbeirat des Landes Vorarlberg. Neben dem grenzüberschreitenden Informations- und Erfahrungsaustausch und der Förderung des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der älteren Generation erarbeitet der Verein auch Empfehlungen und Vorschläge für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Kultur.
Stiftung Liebenau im Kurzüberblick
Dr. Berthold Broll, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Liebenau, begrüßte die Vereinsmitglieder und ihren Vorstand, Präsident Hans Rohrer von "Pro Senectute" St. Gallen, und stellte die Stiftung Liebenau vor, die sich in den fast 140 Jahren ihres Bestehens zu einem großen Unternehmensverbund im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich entwickelt hat. Heute sind in der Stiftung Liebenau rund 5500 hauptamtliche Beschäftigte an 90 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bulgarien tätig. Broll erläuterte auch die vielfältige Angebotspalette der Liebenauer Altenhilfe, die in den Ländern rund um den See tätig ist.
Generationenübergreifendes Miteinander
Über das Bild des Alters in der Gesellschaft sprach Andreas Köster, Sozialdezernent im Bodenseekreis. Gegenüber der vorherrschenden Darstellung von Alter hauptsächlich in Verbindung mit Krankheit und Bedürftigkeit müsse deutlich werden, welche große Rolle – quantitativ wie qualitativ –, die ältere Generation spiele, mit ihrem Erfahrungsschatz, ihrem bürgerschaftlichen Engagement und ihren aktiven Beiträgen zum gesellschaftlichen Leben. "Es ist höchste Eisenbahn für ein Miteinander der Generationen", sagte er.
Verbesserungen im Nahverkehr
Ein wichtiges Thema auch für Senioren ist die Verkehrssituation rund um den See. Staatssekretär Rudolf Köberle MdL ging in seinem Statement ein auf die wesentlichen Verkehrsadern Straße, Schiene, Wasser und Luftverkehr. Besonders im öffentlichen Personennahverkehr rund um den See werde zu Recht die unübersichtliche Tarifstruktur beklagt, berichtete er. "Wir brauchen grenzüberschreitend einheitliche Tarife."
Alter hat Zukunft
"Alter hat Zukunft!" So lautet eine der Aussagen von Prof. Dr. Peter Gross. Der Schweizer Soziologe lehrte bis 2006 an der Universität St. Gallen und hat zahlreiche Bücher zum Thema Alter veröffentlicht. Neu erschienen ist das Buch "Glücksfall Alter", das Gross den Mitgliedern der Senioren Plattform Bodensee vorstellte. Gross setzt den gängigen Katastrophenszenarien der alternden Gesellschaft neue Denkmöglichkeiten entgegen: Lustvoll älter sein statt Jugendwahn, Konzentration statt Verzettelung, Erotik statt Viagra – das sind nur einige Beispiele für den radikalen Blickwechsel des Autors auf das dritte Lebensalter. Gross’ Appell: Nicht abwarten, was das Alter mit uns macht, sondern es selber leben und neu erfinden.
Von Liebenau aus fuhren die Gäste weiter nach Tettnang-Siggenweiler, wo sie auf Einladung der Stadt Tettnang das Hopfenmuseum besuchten und den Tag in der Museumsgaststätte ausklingen ließen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Stiftung Liebenau Kommunikation
Petra Oberhauser
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren
Die Stiftung Liebenau ist ein Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen mit rund 200 sozialen Angeboten und Diensten an fast 90 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bulgarien. Fast 5 200 Mitarbeiter betreuen, unterstützen, beraten und begleiten mehr als 15 000 Menschen.
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