openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Vorläufe von zwei Jahren sind die Regel

09.10.200908:28 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Vorläufe von zwei Jahren sind die Regel
Über die Perspektiven ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenzerkrankungen wurde im Wissenschaftsparks Gelsenkirchen engagiert diskutiert. Im Bild rechts: Ulrich Domnik und Ralf D
Über die Perspektiven ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenzerkrankungen wurde im Wissenschaftsparks Gelsenkirchen engagiert diskutiert. Im Bild rechts: Ulrich Domnik und Ralf D

(openPR) Wer eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz gründen will, muss meist viele Gespräche vor Ort führen "Wohngemeinschaften bieten Demenzkranken wissenschaftlich erwiesenermaßen gute bis sehr gute Betreuungsmöglichkeiten und können von ambulanten Pflegediensten wirtschaftlich begleitet werden". Dieses positive Fazit zog wig-Vorstand Claudius Hasenau am Ende der ersten Perspektivtagung des Vereins wig Wohnen in Gemeinschaft NRW e.V. Mit 85 Teilnehmern aus Verwaltung, Pflegewirtschaft und Ehrenamt war diese erste Tagung des Vereins zum Thema ambulant betreuter Wohngemeinschaften für Demenzkranke gut besucht. Bei aller Freude über die ermutigenden neuen Erkenntnisse stellten die Teilnehmer jedoch auch fest, dass es bei den Heimaufsichten vor Ort in der Nutzung der Gestaltungsspielräume des relativ neuen Wohn- und Teilhabegesetzes in Nordhein-Westfalen noch sehr viele Unsicherheiten und unterschiedliche Einschätzungen gibt. Auf die Frage im Workshoptitel: "Wie gründe ich eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz?" erklärten die Praktiker quasi unisono, dass vor einer Gründung sehr viele Gespräche mit Politik, Heimaufsicht, Kostenträgern und Verbänden erforderlich sind. Vorläufe von zwei Jahren sind für die Gründung einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft demnach eher die Regel als die Ausnahme. Die Organisatoren der Tagung, KCR Konkret Consult Ruhr, haben Infos von der Tagung veröffentlicht. Diese können ab sofort im Internet über die Webseite der Verbands www.wig-nrw.de gefunden werden.



Nicht von ungefähr fand die Tagung in Gelsenkirchen statt. Hier sind seit dem Start in 2006 mittlerweile 14 Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz in Gelsenkirchen aktiv. Umgerechnet auf die geschätzte Zahl von demenziell Erkrankten ist die Stadt mit einer WG pro 250 Menschen mit Demenz durchaus mit der als Hochburg geltenden Hauptstadt Berlin vergleichbar. Die Stadt Gelsenkirchen hat mit den Initiatoren Leistungs- und Qualitätsvereinbarungen abgeschlossen und sorgt über ein Qualitätsforum für Pflegedienste sowie Angehörigentreffen für Transparenz. Dr. Wilfried Reckert, Seniorenbeauftragter der Stadt Gelsenkirchen, erklärte, die Rückmeldungen der Angehörigen seien überwiegend positiv.

Evaluationen zeigen Höchstwerte bei Wohlbefinden und Zufriedenheit der betreuten Bewohnerinnen und Bewohner

Auch Klaus Besselmann, Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), und Thomas Risse, KCR Konkret Consult Ruhr, bestätigten mit Ihrem Zwischenbericht aus dem Leuchtturm-Projekt zur Evaluation von Potenzialen von Haus-und Wohngemeinschaften die positiven Erfahrungen in Gelsenkirchen: "Systematische Beobachtungen, Mitarbeiter- und Angehörigenbefragungen ergeben höchste Wohlbefindens- und Zufriedenheitsergebnisse", lautetet Ihr Fazit. Als Gründe dafür sehen die Experten die geringen Gemeinschaftsgrößen, vergleichsweise hohe Betreuungsdichten und ein hohes Maß an Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner am Tagesgeschehen an. Die Vertreter verschiedener Wohngemeinschaften aus Castrop-Rauxel, Dortmund, Herne, Mülheim und Wuppertal unterstrichen mit ihren Rückmeldungen diese Ergebnisse.

"Es ist ständig jemand da. Nicht auf 'Betreuungs-Highlights' ,sondern auf die Einbindung in den Alltag kommt es an: jede und jeder hat seine noch so kleine Aufgabe", sagte eine Teilnehmerin im Praxisforum. Wohngemeinschaften werden oft als "Schmuckstücke' in der Pflegelandschaft erlebt, weil sie Menschen mit Demenz nicht künstlich passiv machen, sondern auf alltägliche Art und Weise aktivieren.
Thematisiert wurde dabei die 'Beschäftigung' von Männern, die dem klassischen Rollenklischee entsprechend weniger mit hauswirtschaftlichen Angeboten anfangen können. Einige Teilnehmer berichteten von guten Erfahrungen mit der Einstellung männlicher Betreuter, die andere Angebote ermöglichen. Gerade diese alltagsnahen Qualitätsaspekte ambulant betreuter Wohngemeinschaften lassen sich in den neuen "Kundenorientierten Qualitätsberichten", die von stationären Einrichtungen bereits genutzt werden, ideal vermitteln. Das zeigte sich in der Diskussion mit Roland Weigel, KCR, der diese innovative Berichtsform vorstellte.

Neues Wohn- und Teilhabegesetz in NRW schafft Spielräume, beseitigt jedoch die Unsicherheiten bei Trägern nicht

Viele Qualitätsdebatten rund um Wohngemeinschaften wurden in Nordrhein-Westfalen durch die Einführung des Wohn- und Teilhabegesetzes, das seit Anfang des Jahres in Kraft ist, ausgelöst. Dr. Lutz H. Michel, Rechtsanwalt beim DIS Institut für Serviceimmobilien GmbH, stellte das Gesetz vor. Aus seiner Sicht schafft es neue Handlungsspielräume für Pflegedienste, etwa zur Entwicklung flexibler und modularer Angebote bis hin zum "Integrierten WG-Management". Aus wirtschaftlicher Sicht zeigte Jürgen Schulz, KCR, anhand von Fallbeispielen, dass Wohngemeinschaften - je nach Art der betreuten Fälle - sowohl teurer, als auch billiger sind als stationäre Einrichtungen. Grundsätzlich haben alle Wohngemeinschaften mit dem Problem zu kämpfen, dass die Pflegeversicherung im ambulanten Bereich deutlich geringere Sätze vorhält als im stationären. Offenbar, so zeigte die heftige Diskussion, gibt es derzeit bei Heimaufsichten völlig unterschiedliche Interpretationen bei der Abgrenzung zwischen Wohngemeinschaften und stationären Einrichtungen. "Hier ist offenbar noch Klärungsbedarf nötig, um mehr Handlungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen", erklärte Claudius Hasenau für den aktiven Verband, der damit - neben der laufenden Beratung von Kunden und Dienstleistungsanbietern - eine weitere Aufgabe auf der Agenda stehen hat.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 358380
 1605

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Vorläufe von zwei Jahren sind die Regel“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: KROHNE verpasst Drachenboot-Krone nur knappBild: KROHNE verpasst Drachenboot-Krone nur knapp
KROHNE verpasst Drachenboot-Krone nur knapp
… dem Ergebnis: „Unsere Mannschaft hat alles gegeben und wir sind stolz, bei dem weltweit größten Drachenbootrennen vorne mit dabei gewesen zu sein.“ Spannung war schon in den Vorläufen garantiert, da sich auch die anderen Teams in starker Form präsentierten und die Zeiten auf der 250m langen Rennstrecke nur wenige Zehntel auseinander lagen. Die Flow …
Bild: “1. MSJ-Race-of-Champions” um den “Horst-von-Homeyer-Preis”.Bild: “1. MSJ-Race-of-Champions” um den “Horst-von-Homeyer-Preis”.
“1. MSJ-Race-of-Champions” um den “Horst-von-Homeyer-Preis”.
… Veranstaltung um ein Langstrecken Indoorkartrennen auf Leihkarts, die vor jedem Lauf ausgelost werden. Um jedem Team die Chance auf den Sieg zu ermöglichen, werden die Vorläufe in 2 Altersklassen durchgeführt. Sollte die Anzahl der Teams die genehmigte Starterzahl von 30 Teams übersteigen, werden die Teams mit einem Durchschnittsalter zwischen 32-72 …
Bild: Minibaggermeisterschaft - Welche Mannschaft wird erster deutscher Meister?Bild: Minibaggermeisterschaft - Welche Mannschaft wird erster deutscher Meister?
Minibaggermeisterschaft - Welche Mannschaft wird erster deutscher Meister?
… sind nicht notwendig. Die Teams können sich auf der Internetseite www.minibaggermeisterschaft.de anmelden. Hier gibt es auch weitere Informationen zu den Regeln und zur Veranstaltung selbst. Die Vorläufe werden an den Samstagen des 23.08., 30.08., 06.09. und 13.09. ausgetragen. Jedes Team nimmt an einem der Vorläufe teil. Die vier besten Teams dürfen …
RaceBets.com sponsert deutsche Traberserie
RaceBets.com sponsert deutsche Traberserie
Erstmalig wird in diesem Jahr die RaceBets.com-Trabserie, bestehend aus drei Vorläufen und einem Finallauf, veranstaltet. Die Besonderheit liegt insbesondere darin, dass die mit jeweils 1.500 Euro dotierten Vorläufe nicht am Tag des Endlaufs stattfinden, sondern an verschiedenen Tagen und sogar auf verschiedenen Rennbahnen. So gehen die ersten Traber …
Bild: boot Düsseldorf SUP Short Track Masters 2016Bild: boot Düsseldorf SUP Short Track Masters 2016
boot Düsseldorf SUP Short Track Masters 2016
… guten Wendetechniken gegen seine Konkurrenten durchzusetzen. Packende Action ist garantiert. boot Düsseldorf SUP Short Track Masters 2016 Samstag, 30. Januar 2016 10:30 bis 11:30 Uhr – Vorläufe Damen/Herren 12:30 bis 14:00 Uhr – Finals Damen/Herren, Siegerehrung Weitere Infos zur boot Düsseldorf 2016 und den SUP Short Track Masters findest Du unter http://www.boot.de
Bild: Emplica auf der Betonkanuregatta 2011Bild: Emplica auf der Betonkanuregatta 2011
Emplica auf der Betonkanuregatta 2011
… Boote verschaffen. Die Teilnehmer geben Auskunft über Konstruktion und Herstellung der Kanus. Los geht’s dann am Samstag, den 25. Juni 2011 um 8.00 Uhr, wenn die Vorläufe und das Viertelfinale stattfinden. Um 13.30 Uhr werden Wasserfahrzeuge der „offenen Klasse“ vorgestellt, bevor es dann eine Stunde später um die Halbfinal- und Finalläufe geht. Für …
Bild: Finale der German SUP Challenge 2012 und Deutsche Meisterschaft SUP in PelzerhakenBild: Finale der German SUP Challenge 2012 und Deutsche Meisterschaft SUP in Pelzerhaken
Finale der German SUP Challenge 2012 und Deutsche Meisterschaft SUP in Pelzerhaken
… der Wettkämper Freies Training SUP Finnen Workshop und Test SUP Test des Event und Festival Testpool FUN Race Samstag 08.09.2012 Bis 10:00 Einschreibung der Wettkämper 10:30 Ridersmeeting 11:00 Beachraces Sprint Vorläufe – Race Class ( DM Wertungslauf ) Beachraces Sprint Vorläufe – Fitness Class 14:00 Beachraces Sprint Finale – Race Class ( DM Wertungslauf …
Bild: Hambletonian 2008 - Wer ist dabei?Bild: Hambletonian 2008 - Wer ist dabei?
Hambletonian 2008 - Wer ist dabei?
… "Dewey" auch zuletzt im $ 350.000 Stanley Dancer Memorial, wo er mit drei Längen Vorsprung die Ziellinie erreichte. Insgesamt stehen am Samstag ab ca. 1 Uhr früh 3 Vorläufe auf der Karte, von denen jeweils die ersten Drei und der Viertplatzierte mit den höchsten Karrierepreisgeld sich für das Hambletonian Finale qualifizieren. Snow White führt das Feld …
Deutsche Indoor-Rowing Serie - Finale am 01. Februar in Essen-Kettwig
Deutsche Indoor-Rowing Serie - Finale am 01. Februar in Essen-Kettwig
… der Deutschen Indoor-Rowing Serie teil. Wettkampf-Programm: Sonntag, 01. Februar 2009 Ort: THG-Halle, Hauptstraße 148, 45219 Essen-Kettwig Einlass und Aufwärmtraining: ab 07:00 Uhr Rennbeginn/Vorläufe: ab 09:00 Uhr Final-Rennen: ab ca. 12:45 Uhr Ende der Veranstaltung: ca. 18:00 Uhr Besucher sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist kostenlos. Rudern …
Kegeln Landkreis Annaberg: Vorläufe zu den Kreismeisterschaften 2007
Kegeln Landkreis Annaberg: Vorläufe zu den Kreismeisterschaften 2007
Kreismeisterschaften Seniorinnen in Geyersdorf Klasseleistungen mit neuen Bahnrekorden gekrönt Acht A-Seniorinnen überboten bisherige Bestmarke   Die Vorläufe zu den Kreismeisterschaften der Seniorinnen in Geyersdorf entwickelten sich zu einer hochklassigen und spannenden Veranstaltung. Gleich die erste und auch älteste Starterin Marianne Hammer vom …
Sie lesen gerade: Vorläufe von zwei Jahren sind die Regel