06.10.2009 - 08:50 - Politik, Recht & Gesellschaft
Minister Laschet : “Frauen mit Zuwanderungsgeschichte tauchen in Medien falsch oder gar nicht auf“
Pressemitteilung von: PETEK Business-Netzwerk MigrantinnenPR Agentur: CONTENTkompetent
Oberhausen/Gelsenkirchen, 02.Oktober 2009 – Eine systematische Literaturanalyse „Migrantinnen in den Medien" bestätigt jetzt Forschungsberichte und gefühlte Realität: Frauen mit Zuwanderungsge-schichte sind überhaupt nicht in den Medien vertreten oder aber sie erscheinen als Opfer häuslicher patriarchaler und religiös motivierter Gewalt von Menschenhandel oder in Zusammenhang mit Prostitution. Bei muslimischen Frauen geht es zudem um Islam und Integrationsprobleme.
„Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind keine Opfer! Sie wollen auch nicht als solche dargestellt oder in Schablonen gepresst werden", sagte Frauenminister Armin Laschet zu den Ergebnissen der Literaturanalyse „Migrantinnen in den Medien" in Düsseldorf.
„Die ‚Türkin mit Kopftuch', die kein Wort Deutsch spricht, ist zu einem Synonym der Frau mit Zuwanderungsgeschichte geworden. Dieses Bild blendet einen großen Teil der Wirklichkeit - auch der türkeistäm-migen Frauen aus - und weckt zudem Assoziationen wie ‚rückständig' und ‚unterdrückt'. Solche überaus einseitigen Vorstellungen müssen wir endgültig aus unseren Köpfen verbannen und die ganze Lebens-wirklichkeit der Zuwanderinnen wahrnehmen", so Laschet. Hier komme den Medien besondere Verantwortung zu.
PETEK, das einzige Business Netzwerk Migrantinnen in Deutschland setzt sich neben der Vernetzung untereinander auch gezielt für eine bessere Darstellung der Frauen in den Medien ein. „Wie kann man vier Millionen Frauen mit Migrationshintergrund in NRW eigentlich übersehen?“, fragte Claudia Zimmermann-Schwartz bereits im Feb-ruar bei einer von PETEK organisierten Veranstaltung.
Das Netzwerk, das sich in erster Linie an Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen mit Migrationshintergrund richtet, lädt regelmäßig zu Vorträgen, Business Frühstücken und Seminaren ein. Das nächste Business Frühstück findet am 9. Oktober in Gelsenkirchen statt.
„Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund machen Mut und sind besser integriert. Wir sollten der Gesellschaft zeigen, was wir können, dann werden wir auch wahrgenommen“, so PETEK Vorsitzende Bir-nur Öztürk. Schließlich seien die Potentiale von Frauen mit Migrati-onshintergrund für die deutsche Wirtschaft hoch.
Dies untermauert auch Prof. Dr. Swetlana Franken, Expertin für Mig-rationsthemen und Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen Bielefeld und Köln. „Wir sind keine unvollkommenen Deutschen mit Akzent, wir Migrantinnen bringen verschiedene Sprachkenntnisse, Kul-turkompetenzen, Kreativität und neue Perspektiven mit“, so Franken auf einer PETEK-Veranstaltung.
„Selbstständige Migrantinnen in Deutschland schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sie leisten auch einen aktiven Beitrag zur Integration. Sie sind nicht nur Gast in Deutschland, sondern wollen das wirtschaftliche Leben aktiv mitgestalten. Sie sind wertvolle Vermittler verschiedener Kulturen“, so Franken.
Das Bild der selbstständigen Migrantin mit Nähstübchen oder Obstla-den sei ebenfalls überholt. Tatsächlich gründeten Migrantinnen ihre Existenz in modernen Berufen. Im Dienstleistungsbereich, in der Tourismusbranche, Marketing, aber auch verstärkt in technischen, häufig frauenuntypischen Berufen.
Gefördert wird PETEK vom Ministerium für Gene-rationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
Mehr Informationen über Petek unter www.petekweb.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kontakt PETEK
Business-Netzwerk Migrantinnen e.V.
Essener Straße 5
46047 Oberhausen
Tel: 0208 941 89 56
eMail:
Internet: www.petekweb.de
Pressekontakt
CONTENTkompetent
Petra Lahnstein
Tel.: 06436 288 440
eMail:
Internet: www.contentkompetent.de
PETEK
Erklärtes Ziel von PETEK ist es, die Wirtschaftskraft der Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund zu stärken und sichtbar zu machen. Zudem sollen durch den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Potenziale und ihrer unternehmeri-schen Aktivitäten wichtige Akteure in der Wirtschaft, Politik und Forschung für die zunehmende Bedeutung von Migrantinnen als aktiven Wirtschaftsfak-tor sensibilisiert werden. Hiermit soll auch erreicht werden, bestehende kul-turelle Vorurteile und Stereotypen zu identifizieren, die das Bild der Migran-tinnen in der medialen Öffentlichkeit prägen.
Als Business-Netzwerk setzt sich PETEK darüber hinaus für eine kontinuier-liche Zusammenarbeit zwischen den Migrantinnen-Unternehmen und den Kommunen und den lokalen und regionalen Wirtschaftsförderern ein.
„Frauen mit Zuwanderungsgeschichte sind keine Opfer! Sie wollen auch nicht als solche dargestellt oder in Schablonen gepresst werden", sagte Frauenminister Armin Laschet zu den Ergebnissen der Literaturanalyse „Migrantinnen in den Medien" in Düsseldorf.
„Die ‚Türkin mit Kopftuch', die kein Wort Deutsch spricht, ist zu einem Synonym der Frau mit Zuwanderungsgeschichte geworden. Dieses Bild blendet einen großen Teil der Wirklichkeit - auch der türkeistäm-migen Frauen aus - und weckt zudem Assoziationen wie ‚rückständig' und ‚unterdrückt'. Solche überaus einseitigen Vorstellungen müssen wir endgültig aus unseren Köpfen verbannen und die ganze Lebens-wirklichkeit der Zuwanderinnen wahrnehmen", so Laschet. Hier komme den Medien besondere Verantwortung zu.
PETEK, das einzige Business Netzwerk Migrantinnen in Deutschland setzt sich neben der Vernetzung untereinander auch gezielt für eine bessere Darstellung der Frauen in den Medien ein. „Wie kann man vier Millionen Frauen mit Migrationshintergrund in NRW eigentlich übersehen?“, fragte Claudia Zimmermann-Schwartz bereits im Feb-ruar bei einer von PETEK organisierten Veranstaltung.
Das Netzwerk, das sich in erster Linie an Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen mit Migrationshintergrund richtet, lädt regelmäßig zu Vorträgen, Business Frühstücken und Seminaren ein. Das nächste Business Frühstück findet am 9. Oktober in Gelsenkirchen statt.
„Unternehmerinnen mit Migrationshintergrund machen Mut und sind besser integriert. Wir sollten der Gesellschaft zeigen, was wir können, dann werden wir auch wahrgenommen“, so PETEK Vorsitzende Bir-nur Öztürk. Schließlich seien die Potentiale von Frauen mit Migrati-onshintergrund für die deutsche Wirtschaft hoch.
Dies untermauert auch Prof. Dr. Swetlana Franken, Expertin für Mig-rationsthemen und Lehrbeauftragte an den Fachhochschulen Bielefeld und Köln. „Wir sind keine unvollkommenen Deutschen mit Akzent, wir Migrantinnen bringen verschiedene Sprachkenntnisse, Kul-turkompetenzen, Kreativität und neue Perspektiven mit“, so Franken auf einer PETEK-Veranstaltung.
„Selbstständige Migrantinnen in Deutschland schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sie leisten auch einen aktiven Beitrag zur Integration. Sie sind nicht nur Gast in Deutschland, sondern wollen das wirtschaftliche Leben aktiv mitgestalten. Sie sind wertvolle Vermittler verschiedener Kulturen“, so Franken.
Das Bild der selbstständigen Migrantin mit Nähstübchen oder Obstla-den sei ebenfalls überholt. Tatsächlich gründeten Migrantinnen ihre Existenz in modernen Berufen. Im Dienstleistungsbereich, in der Tourismusbranche, Marketing, aber auch verstärkt in technischen, häufig frauenuntypischen Berufen.
Gefördert wird PETEK vom Ministerium für Gene-rationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Als Business-Netzwerk setzt sich PETEK darüber hinaus für eine kontinuier-liche Zusammenarbeit zwischen den Migrantinnen-Unternehmen und den Kommunen und den lokalen und regionalen Wirtschaftsförderern ein.
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