(openPR) Der Tag der „Frankfurter Rheuma-Orthopädie“ fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt – und wieder mit zahlreichen interessanten Fachvorträgen. Schirmherrin der Veranstaltung am 20. Juni war erneut Oberbürgermeisterin Dr.h.c. Petra Roth.
Von 9 bis 17 Uhr konnten die Besucher des Tages in der Alten Oper, Frankfurt mehrere Vorträge führender Rheuma-Orthopäden verfolgen und sich an den Ausstellungsständen mehrerer Unternehmen informieren. Das Motto des Tages – Intensive Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten – hebt den Informationsaustausch hervor, der in den letzten Jahren wesentliche Entwicklungen bei Selbsthilfegruppen, Ärzten und anderen Betroffenen unterstützt hat.
Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Veranstaltungen in den Jahren 2007 und 2008 hatte die Journalistin und PR-Managerin Claudia Rehart in diesem Jahr das Konzept des Tages weiter entwickelt. Insgesamt gab es zwölf Fachvorträge zu diesen Themen:
• Rheuma erhöht das Herzinfarktrisiko
• Sozialrechtliche Behandlung von Rheumapatienten
• Minimal invasive Therapiemöglichkeiten
• Das Rheumaknie: Aktuelle schonende Therapieverfahren
• Neues aus der Fachgesellschaft der Orthopädischen Rheumatologie ARO
• Biologika-Therapie der rheumatoiden Arthritis – was kommt danach?
• Patientenverfügung – wichtiger denn je! Deutsche Implantat Stiftung e.V. Frankfurt
• Moderne Versorgung des rheumatischen Rückfußes
• Patientenbericht: Trotz schwerer RA stets guter Dinge
• Rheumatische Instabilität der Halswirbelsäule
• Stationäre und ambulante Rehabilitation bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken
Durch den "3. Frankfurter Rheuma-Orthopädie-Tag" führten Prof. Dr. med. Stefan Rehart und Prof. Dr. med. Fridun Kerschbaumer. Berichtet wurde sowohl über den Stand der Grundlagenforschung als Motor des wissenschaftlichen Fortschritts als auch über die Anwendung rheumatischer Forschung in der Diagnostik und Therapie.
Das Immunsystem, so erfuhren die Besucher, ist in nahezu alle Prozesse unseres Organismus involviert und entscheidet in einer permanenten Auseinandersetzung mit Eindringlingen und Umweltfaktoren zwischen „selbst“ und „fremd“. Entsprechend stellt es die Weichen auf Toleranz oder Abwehr. Sowohl die Gene als auch Umweltfaktoren bestimmen, ob ein Mensch an Gelenkrheuma erkrankt. Der erbliche Anteil einer rheumatoiden Arthritis verteilt sich dabei auf verschiedene Gene. Erheblichen Einfluss übt der Konsum von Zigaretten aus: Rauchen verschlechtert den Verlauf der Krankheit und führt zu höherem Therapiebedarf.
In Deutschland leiden etwa ein Viertel der Bevölkerung an Funktionseinschränkungen durch muskuloskelattale Erkrankungen. Zieht man den Kreis enger und erfasst alle Betroffene mit klinisch manifesten, behandlungsbedürftig chronischen Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates, sind es etwa 10 Millionen Deutsche. Knapp sieben Millionen Menschen haben schwere chronische Rückenschmerzen, rund sechs Millionen Kniegelenksarthrose und vier Millionen eine Polyarthrose in den Händen. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen 1,5 Millionen – zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Hinzu kommen etwa 15.000 rheumakranke Kinder.
In vielen Landkreisen von Hessen gibt es zu wenig Rheumatologen und Rheumaorthopäden, daher erfahren Rheumapatienten immer längere Wartezeiten. Diagnose und Therapie werden deutlich erschwert, wenn ein Patient ein halbes Jahr auf einen Arzttermin warten muss. Während des 3. Frankfurter Rheuma-Orthopädie-Tags hatten Betroffene die Möglichkeit, zu diesem Thema und anderen Problemen Fragen zu stellen, rasche Antworten zu erhalten und regen Austausch mit Gleichbetroffenen zu pflegen.
Großer Dank ging an die Industrieaussteller, ohne deren Teilnahme die Buchung der historischen Alten Oper, Frankfurt nicht möglich wäre. Die Flyer und Ausstellungsstücke an den Ständen gaben den Besuchern zusätzlich wertvolle Hinweise und Tipps im Umgang mit der Krankheit. Die Rheuma-Liga Hessen hatte wieder einen kostenfreien Infostand, der ebenfalls gut besucht war. Neben dem Vortrag gehörte ein Gewinnspiel der Deutschen Implantat Stiftung e.V. Frankfurt zum Programm des Tages.
Die Referenten haben auf ihre Honorare verzichtet. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Patienten mit kompetenten Informationen das Leben ein Stück leichter zu machen. Die Besucher dieses Tages der Frankfurter Rheuma-Orthopädie waren, so war in Gesprächen zu erfahren, sehr zufrieden mit den angebotenen Informationen und der Atmosphäre des Tages.
Weitere Informationen:
Claudia Rehart (Initiatorin/Konzeptentwicklerin) www.cr-marketing.de –
Anfragen zum 4. Frankfurter Rheuma Orthopädie Tag 2010
richten Sie bitte an:
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