Geh wählen

Pressemitteilung von: freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs)
PR Agentur: fzs

Am Sonntag, dem 27. September 2009 finden die Bundestagswahlen statt.

fzs (Berlin). Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften ruft alle Wahlberechtigten auf, an diesem Sonntag ihre Stimmen abzugeben.

Wer wählen geht, hat mit der abgegeben Stimme einen Einfluss darauf, wie sich die Politik in den nächsten vier Jahren gestalten wird. Durch die Wahl werden nicht nur die politischen Mehrheiten entschieden, sondern auch die Schwerpunkte, mit denen sich die PolitikerInnen befassen werden.

"Für uns als studentischem Dachverband ist es von Bedeutung, dass Bildung stärker in den politischen Mittelpunkt rutscht" erklärt Anja Gadow, Mitglied des Vorstandes beim fzs. "Dabei ist es uns besonders wichtig, dass die Ausgaben für Bildung endlich signifikant steigen, ohne dass dieses Geld von anderen sozialen Strukturen abgezweigt wird" fügt Gadow hinzu.

Die politischen Entwicklungen der letzten Jahre haben zu einer Verschärfung der sozialen Selektion in der Bildung geführt. Diese Entwicklung ist teilweise durch die Länder verursacht, teilweise aber auch durch die Bundespolitik. "Es wird endlich Zeit, dass das BAföG-System umgestaltet wird. Dieses Finanzierungsinstrument muss elternunbabhängig und bedarfsgerecht gestaltet werden" fordert Florian Kaiser, ebenfalls Mitglied im Vorstand des fzs, vehement. "Ein Umstieg von der gesellschaftlichen Finanzierung auf Stipendiensysteme verstärkt die soziale Selektion weiter . (Den Satz kann ich nicht nachvollziehen)" ergänzt Kaiser besorgt.

Bei der letzten Föderalismusreform hat der Bund viele Kompetenzen im Bereich des Hochschulwesens an die Länder abgeben. "Dies war eine falsche Entscheidung" äußert Thomas Warnau, Mitglied des Vorstandes vom studentischen Dachverband, verärgert. "Die Unterschiede in den einzelnen Bundesländern sind extrem.Außerdem hat der Bund so seine Chance verspielt, Bildungsgebühren generell zu verbieten" erklärt Warnau seinen Ärger.

"Bei der BA/MA-Reform hat die Politik noch einiges nachzubessern" stellt Juliane Knörr, ebenfalls Mitglied des fzs-Vorstands, klar. "Allen Bachelor-AbsolventInnen muss die Möglichkeit zu einem Masterstudium gegeben werden. Es kann nicht sein, dass der Mehrheit der Studierenden dieser Zugang verwehrt wird, weil das deutsche Bildungssystem völlig unterfinanziert ist." fordert Knörr. "Außerdem sollte die Politik Fehlentscheidungen und -entwicklungen erkennen und bekämpfen, anstatt diese zu glorifizieren."

"Bildung stellt in unserer Gesellschaft die wichtigste Ressource überhaupt dar. Dies ist nicht nur unter kapitalistischen Aspekten zu sehen, sondern auch unter sozialen und demokratischen. Deshalb muss Bildung ein gewichtiger Gegenstand der Bundespolitik sein" betont der fzs-Vorstand gemeinsam

Damit der freie Zugang zu Bildung allen Menschen ermöglicht werden kann ist es von Bedeutung, dass alle WählerInnen ihre Stimmen nutzen und sich gegen soziale Selektion und für freie Bildung entscheiden.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Florian Kaiser, , Tel.: 0157 72532231
Juliane Knoerr, , Tel.: 0178 3317763
Thomas Warnau, , Tel.: 0157 72532230

Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) e.V. ist der Dachverband von Studierendenvertretungen in Deutschland.
Mit rund 80 Mitgliedshochschulen vertritt der fzs eine Million Studierende in der Bundesrepublik. Der fzs ist Mitglied in der European Students' Union (ESU) und auf internationaler Ebene in der International Union of Students (IUS).

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