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Telemedizin in der Mongolei

22.09.200912:18 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Telemedizin in der Mongolei
Telemedizin in der Mongolei
Telemedizin in der Mongolei

(openPR) Deutsche Firma rüstet Krankenhäuser in der Mongolei mit Telemedizinischer Hard- und Software aus.

Die Mongolei, ein Land das vielen Menschen in Deutschland nur als Name bekannt ist. Nur wenige haben es schon einmal während einer Urlaubsreise besucht.



Als die Geschäftsführung der Firma Klughammer GmbH, Markt Indersdorf 2008 das erste Mal im Rahmen eines Entwicklungshilfeprojektes in die Mongolei reiste, übernachtete sie in der Hauptstadt Ulaanbaatar, im Hotel Edelweiß. Warum Edelweiß, wird man sich fragen. In den endlosen Bergregionen der Mongolei wachsen viele Edelweiß. Nicht wenige Mongolen sprechen auch deutsch, da zu Zeiten der DDR eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden Ländern bestand.

Auch die aktuelle politische Verbindung zwischen Deutschland und der Mongolei ist noch sehr gut. Erst vor einigen Wochen besuchte der Gesundheitsminister der Mongolei Deutschland. Die Mongolei hat ca. 2,6 Mio. Einwohner. Fast die Hälfte davon lebt in der Hauptstadt Ulaanbaatar. Der Rest lebt in ein paar kleineren Städten und die meisten leben auf dem Land als Nomaden, wo sie je nach Gegend mit Pferden, Kühen oder Kamelen durch das Land ziehen. Die Mongolei ist viermal so groß wie Deutschland und besteht hauptsächlich aus Bergen und Wüste.

Laut WHO gehört die Mongolei zu den „low income countries“, mit einem durchschnittlichen pro Kopf Einkommen von 590 $ pro Jahr. Es erstaunt daher kaum, dass die medizinische Versorgung deutlich schlechter ist als in der westlichen Welt. In der Hauptstadt gibt es zwar mehrere große Krankenhäuser aber auf dem Land stehen nur wenige Krankenstationen zur Behandlung einfacherer Erkrankungen zur Verfügung.
Dort gibt es z.T. keine Ärzte und diagnostische Geräte zur Erkennung schwererer Erkrankungen wie Tumore oder Entzündungen fehlen meistens. Deshalb sterben auf dem Lande viele Menschen an Krebs oder Tuberkulose. Die Strassen sind kaum geteert und schlecht ausgebaut, so dass es sehr lange dauert, bis ein Patient vom Land in eine Klinik in der Hauptstadt gelangt. Außerdem sind die Kosten einer solchen Reise für einen Nomaden fast unerschwinglich.

Die Firma Klughammer aus Markt Indersdorf hat zusammen mit Professor Dr. med. Dr. h.c. Martin Oberholzer der Universität Basel eine Telemedizin Software entwickelt, die es ermöglicht Bilder, Labordaten und Text aus verschiedenen Disziplinen (Pathologie, Chirurgie, Orthopädie etc.) einfach und schnell auf einer zentralen Datenbank abzuspeichern. Weltweit können Spezialisten diese Unterlagen begutachten und innerhalb kurzer Zeit therapeutische Ratschläge erteilen, wenn nötig, noch während einer Operation anhand von Schnellschnitten. Das internet-basierte System steht unter dem Namen Campus Medicus zur Verfügung. Es unterstützt auch Aus- und Fortbildung. Hierbei können „Lehrer“ und „Studenten“ über die ganze Welt verteilt sein. Die „Studenten“ können den „Lehrer“ hören und sehen, die Vorlesungsfolien vor sich auf dem Computer sehen und mit dem Vorlesungsskript neben sich ausgedruckt in Echtzeit Fragen stellen. Campus Medicus vereinfacht auch das Erstellen von Datenbanken. Hierbei werden Krankengeschichten mit Erkrankungshäufigkeiten, Wirksamkeit von Therapien etc. abgespeichert und in Statistiken ausgewertet.
Campus Medicus benötigt eine Internet Verbindung beim Fragenden (z.B. Landarzt), einen Computer und eine Bildquelle (Kamera bzw. Mikroskop) und beim konsultierenden Spezialisten (z.B. Chirurge in einem Universitätsspital) einen Computer. Diese Ausrüstung ist für wenige Tausend Euro zu haben. Zusätzlich zur Software berät die Firma Klughammer auch Kliniken und Ärzte bei der Auswahl der erwähnten Hardware und liefert diese.




Auf diese Möglichkeit der Diagnoseerstellung wurde vor einem Jahr das Swiss Surgical Team (SST) in der Schweiz aufmerksam. Der Leiter dieses Teams, Herr Dr. Beat Kehrer fährt bereits seit 11 Jahren, jährlich mit ca. 20 Ärzten in die Mongolei um dort vor Ort praktische Entwicklungshilfe zu leisten. Hauptsächlich Chirurgen, Anästhesisten und Gynäkologen operieren zusammen mit ihren mongolischen Kollegen und unterrichten Ärzte in der Mongolei. Die Ärzte des SST arbeiten unentgeltlich während ihres Urlaubes.
Auf Grund der langjährigen Erfahrung in der Mongolei erkannte das SST schnell das Potential von Campus Medicus. Diese Plattform ist nicht nur für die Unterstützung der Ärzte auf dem Land durch die Zentrumsspitäler in Ulanbaatar zur diagnostischen Unterstützung und Lehre äußerst hilfreich, sondern auch für die Ärzte in diesen Zentrumsspitälern, die damit Diskussionen und Erfahrungsaustausch mit internationalen Spezialisten über das Internet praktizieren können.
Das SST kooperiert in der Mongolei mit der UN und der WHO. Diese Institutionen legen auch großen Wert auf statistische Erfassung von Krankheitsursachen, Erkrankungen, deren Behandlungen und Behandlungsverläufen, um damit die Entwicklung innerhalb des Landes zu erfassen und zu verfolgen (epidemiologische Auswertung).
Nach ausführlichen Gesprächen im Jahr 2008 zwischen dem SST, der Universität Basel und der Firma Klughammer waren sich alle bald einig, Campus Medicus in der Mongolei einzusetzen. Das Projekt wird auch durch die DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit) des Schweizerischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten durch einen namhaften Beitrag unterstützt. Im März 2009 fuhren alle Beteiligten in die Mongolei zu intensiven Gesprächen mit Ärzten, Vertretern der UN und der WHO über die Umsetzung des telemedizinischen Projektes.

Das mongolische Gesundheitsministerium und das SST einigten sich darauf, mit der Installation der Hard- und Software im Juni 2009 in der Mongolei zu starten. Die Hardware wurde von Markt Indersdorf nach Berlin und von dort nach Ulaanbaatar per Flugzeug geschickt. Die Geschäftsführerin der Firma Klughammer, Frau Anneliese Schmaus sprach vom größten Auftrag, den die Firma jemals für ein Entwicklungsland erhielt. In den nächsten drei Jahren werden alle staatlichen Krankenhäuser in der Mongolei mit Telemedizinsystemen ausgerüstet werden. Ende Mai 2009 fuhr der Softwareentwickler der Firma Klughammer zusammen mit 24 Schweizer Ärzten in die Mongolei, um die mongolischen und Schweizer Ärzte in Ulaanbaatar und in der Region Dornod nahe der chinesischen Grenze in Campus Medicus einzuweisen. In der Region Dornod kommen speziell Ärzte aus entlegenen Gegenden zusammen, um von Herrn Elias Klughammer in die Handhabung der Software eingewiesen zu werden. Da in den ländlichen Gegenden die englische Sprache nicht von allen Ärzten beherrscht wird, steht die Oberfläche der Campus Medicus Software in mongolischer Sprache mit kyrillischen Schriftzeichen zur Verfügung.

Ziel des SST Telemedizin Projektes in der Mongolei ist es, die mongolischen Ärzte solange zu begleiten, bis sie selbstständig die Hard- und Software einsetzen können. Die mongolischen Menschen sind stolz und ehrgeizig. Sie werden in wenigen Jahren dieses Ziel erreichen.

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