(openPR) (openPR) - München, 17.09.2009 +++ Reisende ins tropische Afrika, nach Südostasien, Indien oder Südamerika sollten sich unbedingt über das Risiko einer Malariainfektion beraten lassen. +++
Malaria gehört zu den häufigsten importierten Erkrankungen. Jährlich kehren etwa 500 bis 600 Personen mit dieser hochfieberhaften Plasmodieninfektion nach Deutschland zurück. 86% der in die BRD eingeschleppten Fälle haben sich im tropischen Afrika infiziert (Nigeria, Ghana, Kamerun, Togo, Elfenbeinküste, Kenia, Burkina Faso), der Rest in Asien, Ozeanien und Südamerika. In 81% handelt es sich um die potentiell tödlich verlaufende Malaria tropica. Lebensgefährlich bedroht sind vor allem Schwangere und Kinder.
Malaria lässt sich verhüten. An erster Stelle dabei steht die Expositonsprophylaxe gegen die vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiven Mücken. Das gelingt mittels Insektiziden (z.B. NobiteR) imprägnierter, heller Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen) und dem Auftragen von Repellents auf die Haut. Unabdingbar für Kinder sind imprägnierte Moskitonetze über Bettchen und Spielfläche.
Für die Regionen mit hohem Risiko(gesamtes tropisches Afrika, Papua Neuguinea, Salomonen, einzelne Gebiete in Indien und Südamerika) empfiehlt die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft DTG zusätzlich eine kontinuierliche Chemoprophylaxe mit LariamR, MalaroneR oder Doxycyclin. Da in Kambodscha und den Grenzgebieten Thailands zu Kambodscha, Laos und Mynanmar zunehmend Resistenz gegen MefloquinR vorkommt, sind dort MalaroneR oder Doxycyclin besser geeignet.
In Gebieten mit niedrigem Infektionsrisiko ist die Mitnahme einer Notfalltherapie (ResochinR, MalaroneR, LariamR, oder RiametR) angezeigt. Das Infektionsrisko in einem Land hängt entscheidend vom konkreten Reiseziel, –Zeit, –Stil und –Dauer ab.
Ganz wichtig, so das Forum Reisen und Medizin e.V.: Jedes unklare Fieber nach einem Tropenaufenthalt ist immer auf Malaria verdächtig! Und noch etwas, Malariamedikamente sollten nicht im Ausland gekauft werden, in Inhalt und Dosierung entsprechen sie oft nicht den geforderten Standards.
Aktuelle Informationen über Malaria: http//www.dtg.org
Informationen zu Malaria, Prophylaxe und Therapie sind unter www.dtg.org oder www.leitlinien.net abrufbar.
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