(openPR) Öffentliche Apotheken und Pharmaindustrie bleiben Wunscharbeitgeber – Nur jede Zehnte kann sich eine Beschäftigung in einer Versandapotheke vorstellen.
Sindelfingen, 16. September 2009 | Die Nachfrage nach Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) ist ungebrochen. Mit rund 52.000 wurden im vergangenen Jahr mehr PTA in Deutschlands Apotheken beschäftigt als jemals zuvor – Tendenz steigend. Während die Auslastung der PTA-Schulen bundsweit auf hohem Niveau verweilt, äußern Apotheker vielerorts Kritik an der Ausbildungsqualität. Eine Umfrage von TEAMWORK health care an der sich 547 angehende PTA von 39 Schulen aus ganz Deutschland beteiligten, untersuchte daher in diesem Frühjahr wie zufrieden die Schülerinnen selbst mit ihrer Ausbildung sind und wo sie ihre berufliche Zukunft sehen.
Ausbildungsqualität: Gut vorbereitet in den Job
„Anspruchsvoll“ – So lautet das Fazit der PTA-Schülerinnen fragt man sie nach ihrer Einschätzung zum Schwierigkeitsgrad der Ausbildungsinhalte. Während gut jede Dritte (35,6%) diese als „schwer“ bezeichnet, geben 60,7 Prozent der Befragten an dieser sei „mittel“. Lediglich 2,9 Prozent würden die Ausbildungsinhalte als „leicht“ bezeichnen. Dementsprechend fühlen sich drei von vier PTA-Schülerinnen (74,8%) durch ihre Ausbildung „gut“ auf den Berufstart vorbereitet, knapp jede Zehnte sogar „sehr gut“ (9,1%). Dem gegenüber stehen rund 15 Prozent der Befragten, die sich nicht gut (13,3%) oder schlecht (1,1%) auf den Jobeinstieg vorbereitet sehen.
Öffentliche Apotheken erste Wahl bei PTA-Schülerinnen
Auf die Frage „Wo können Sie sich vorstellen nach Beendigung Ihrer Ausbildung zu arbeiten?“ nannten 74,2 Prozent der PTA-Anwärterinnen, die noch keine konkrete Arbeitsstelle in Aussicht haben, die öffentliche Apotheke als ihren Wunscharbeitgeber. Mehr als die Hälfte (57,2%) der Schülerinnen kann sich außerdem vorstellen in der Pharmaindustrie zu arbeiten. Die Krankenhausapotheke wird von 44,1 Prozent der Befragten als potentieller Arbeitgeber genannt, wohingegen nur jede Zehnte (10,6%) sich vorstellen kann zukünftig in einer Versandapotheke angestellt zu sein.
Informationsveranstaltungen an Schulen die Ausnahme
Während jede dritte PTA-Schülerin während ihrer Ausbildung bereits an einer Informationsveranstaltung eines potentiellen Arbeitgebers teilnehmen konnte, gab die überwiegende Mehrheit der Befragten (63,4%) an dazu noch keine Gelegenheit gehabt zu haben. Dabei schätzen Experten den Wert solcher Veranstaltungen durchaus hoch ein: „Wir gehen davon aus, dass öffentliche Apotheken und die Pharmaindustrie sich auch deshalb einer hohen Beliebtheit unter den Schülerinnen erfreuen, da sie an den Schulen sichtbar werden, sich selbst und ihre Stellenprofile vor Ort präsentieren“, erklärt Norbert Fuhrmann, verantwortlich für Personalberatung und –vermittlung beim Apothekendienstleister TEAMWORK health care.
51,4 Prozent der Auszubildenden, die an einer solchen Informationsveranstaltung teilgenommen haben, sagten diese sei auf Initiative einer öffentlichen Apotheke zustande gekommen. 43,8 Prozent wurden über die Arbeit in der Pharmaindustrie informiert. Krankenhausapotheken (4,9%) spielen in diesem Zusammenhang keine Rolle, während keine einzige der befragten Schülerinnen auf diesem Weg Auskünfte über die Arbeit in einer Versandapotheke erhielt.
Ausbildungskosten: Überwiegend eigenfinanziert
Anders als in den meisten herkömmlichen Ausbildungsberufen müssen angehende PTA die ersten beiden Schuljahre aus der eigene Tasche finanzieren. Darüber hinaus fallen an privaten Schulen weitere Gebühren an. 58,1 Prozent der befragten Schülerinnen gaben an die daraus entstehende finanzielle Belastung komplett alleine zu tragen. Gut jede Dritte (37,7%) erhält demnach Mittel aus dem so genannten Schüler-BAföG. Von einer Förderung der Arbeitsagentur (0,9%) oder einem Stipendium (0,7%) profitieren hingegen nur die Wenigsten.












