openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Selbsthilfevertreter fordern psychosoziale Unterstützungsangebote für alle Krebs-Patienten

14.09.200916:04 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Resolution bei 3. Offener Krebskonferenz überreicht

Hamburg (ct) – Rund 800 Patienten, deren Angehörige und andere Interessierte informierten sich am 12. September 2009 in Hamburg bei der dritten Offenen Krebskonferenz über aktuelle Entwicklungen in der Krebsmedizin. Das Haus der Krebs-Selbsthilfe, ein Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen, forderte im Rahmen der Konferenz eine Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Krebs-Patienten. „Das, was notwendig und möglich ist, muss jedem Betroffenen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Professor Dr. Gerhard Englert, Vorsitzender der Deutschen ILCO, einer Selbsthilfevereinigung für Stomaträger und Darmkrebs-Patienten. Mit der Bitte um Unterstützung auch auf gesundheitspolitischer Ebene übergab Englert an Professor Dr. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, eine Resolution der Selbsthilfeorganisationen. Die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz wurde erstmals gemeinsam von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Hamburger Krebsgesellschaft veranstaltet und finanziert.



Wie und wo finde ich die beste Therapie? Warum bin ausgerechnet ich erkrankt? Was tun bei meiner Krebs-Erkrankung? Wie sieht die psychosoziale Betreuung aus? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen jeden Krebs-Patienten. Antworten auf viele Fragen erhielten Betroffene, Angehörige und Interessierte bei der Offenen Krebskonferenz in der Universität Hamburg. Onkologische Fachärzte, Psycho-Onkologen, Selbsthilfe-Vertreter und andere Experten auf dem Gebiet Krebs berichteten über Ursachen bösartiger Erkrankungen, neue Möglichkeiten der Tumorbehandlung und über aktuelle Erkenntnisse der Krebs-Forschung. Nach allen Vorträgen hatten die Teilnehmer Zeit für Nachfragen. Weitere Schwerpunkte des Informationstages waren psychologische und soziale Aspekte einer Krebserkrankung.

„Über 436.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs, mehr als 200.000 sterben daran“ sagte Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, bei der Eröffnung der Konferenz in Hamburg. „Sowohl die Betroffenen als auch ihre Angehörigen benötigen in dieser Situation qualitätsgesicherte Informationen, die sie allgemeinverständlich und unabhängig über ihre Erkrankung aufklären und ihnen helfen, Wege zu finden, mit der schwerwiegenden Diagnose umzugehen“, so Schipanski. Mit Veranstaltungen wie der Offenen Krebskonferenz und den regelmäßig stattfindenden Patientenkongressen wird die Deutsche Krebshilfe dem steigenden Bedürfnis der Patienten nach seriöser Information und Aufklärung gerecht.

Bei der Konferenz wurde besonders Wert auf die Beteiligung der Patientenverbände gelegt: Sie hatten das Programm aktiv mitgeplant und gestaltet. In einem eigenen Plenum „Krebs-Selbsthilfe“ – moderiert von der NDR-Journalistin Marion Förster – diskutierten Selbsthilfevertreter mit Experten und Publikum über Bedarf und Möglichkeiten in der psychosozialen Versorgung von Krebsbetroffenen. Das Fazit: Alle Patienten haben Anspruch auf eine individuelle und qualifizierte psychosoziale Unterstützung. Dafür müssen im gesamten Versorgungsprozess – von der stationären Behandlung über die medizinische Rehabilitation bis in den ambulanten Bereich – Angebote an psychosozialer Begleitung zur Verfügung stehen.

Stellvertretend für das Haus der Krebs-Selbsthilfe in Bonn forderte Englert: „Die Unterstützungsangebote der Krebs-Selbsthilfeorganisa¬tionen sind ab dem Zeitpunkt der Diagnose in die Versorgung einzubeziehen.“ Dabei handele es sich vor allem um Gespräche mit geschulten Gleichbetroffenen oder um authentische und patientenorientierte Informationen zum Leben mit der Erkrankung und ihren Folgen.

Zu den acht Selbsthilfeorganisationen im Haus der Krebs-Selbsthilfe gehören neben der Deutschen ILCO auch die Frauenselbsthilfe nach Krebs, der Arbeitskreis der Pankreatektomierten für Menschen ohne Bauchspeicheldrüse, der Bundesverband der Kehlkopfoperierten, die Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe, die Deutsche Hirntumorhilfe, der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs.

Resolution und Interviewpartner auf Anfrage!

Bonn, 14. September 2009

Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 349471
 197

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Selbsthilfevertreter fordern psychosoziale Unterstützungsangebote für alle Krebs-Patienten“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Krebshilfe e.V.

Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Stiftungsprofessur: Selbsthilfe im Fokus
Neuer Lehrstuhl in Freiburg erforscht Arbeit der Krebs-Selbsthilfe Bonn/Freiburg (mas) – Besuche am Krankenbett und Gespräche mit Gleichbetroffenen, Onlineberatung, Gremienarbeit: Die Krebs-Selbsthilfe hat sich seit ihrem Bestehen in den letzten vier Jahrzehnten sehr stark entwickelt. Nicht nur in der Rolle des individuellen Beraters für Betroffene und Angehörige, auch in der Gesundheitspolitik ist sie ein wichtiger Akteur. Allerdings blieb die Erforschung der Selbsthilfearbeit bisher auf der Strecke: Wie wirken die Angebote der Selbsthilfe …
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
3,2 Millionen Euro für krebskranke Menschen
Zehn Jahre „Willkommen bei Carmen Nebel“ zugunsten der Deutschen Krebshilfe Berlin/Bonn (hg) – Bereits zum zehnten Mal präsentierte Carmen Nebel am vergangenen Samstag, dem 29. September, die ZDF-Spendengala „Willkommen bei Carmen Nebel“ live aus dem Velodrom Berlin. Mit großem Erfolg bat die Moderatorin bei ihren über 3,6 Millionen Zuschauern um Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Unterstützt wurde sie dabei von zahlreichen prominenten Gästen. „Es ist wichtig, dass wir die Eltern auffangen. Sie brauchen den Austausch mit anderen Eltern, d…
01.10.2018

Das könnte Sie auch interessieren:

Patientenorientierung in der Krebsmedizin stärken
Patientenorientierung in der Krebsmedizin stärken
… dem physiotherapeutischen Bereich diskutierten in Bonn-Bad Godesberg über Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Versorgung von Krebs-Patienten. Denn die Unterstützungsangebote der Krebs-Selbsthilfeorganisationen sind unverzichtbarer Bestandteil der psychosozialen Versorgung. Dennoch gibt es nach wie vor viele Vorurteile gegenüber Selbsthilfegruppen. …
Deutsche Krebshilfe Preis 2009 verliehen
Deutsche Krebshilfe Preis 2009 verliehen
… Deutschen Krebshilfe auch von Seiten der Ärzteschaft bestätigt: „Frau Schulte hat mit ihrer Tätigkeit einen Paradigmenwechsel in der Onkologie angestoßen und umgesetzt: Selbsthilfevertreter sind in der modernen Onkologie gleichberechtigte Mitglieder in der onkologischen Partnerschaft – auf Augenhöhe und aktiv mitbestimmend. Dies gilt für die Gesundheitspolitik …
Heide Simonis setzt sich für Patientenrechte ein
Heide Simonis setzt sich für Patientenrechte ein
… Simonis das Informationsangebot auf der Internetplattform „Medfindex“, einem Online-Portal des Ombudsvereins mit Gesundheits-Glossar und Kontaktadressen von Selbsthilfegruppen, ausweiten. „Selbsthilfevertreter sind wichtige Akteure bei der Schaffung von Patientenkompetenz“, begründet Simonis ihr Vorhaben. Wichtig in diesem Zusammenhang sei auch, dass …
Bild: „Hyperthermie kann ältere Krebs-Patienten bei belastenden Therapien der Schulmedizin stärken.“Bild: „Hyperthermie kann ältere Krebs-Patienten bei belastenden Therapien der Schulmedizin stärken.“
„Hyperthermie kann ältere Krebs-Patienten bei belastenden Therapien der Schulmedizin stärken.“
„Die Wärmetherapie kann die Konstitution älterer Krebs-Patienten stärken, wenn diese altersbedingt geschwächt und zusätzlich durch Strahlen- oder Chemotherapie belastet sind. Die Hyperthermie zielt dann besonders darauf ab, das Immunsystem und Wohlbefinden der Erkrankten zu stärken, um durch diese Komplementärmedizin die konventionelle Onkologie zu unterstützen …
Patiententag „Kopf-Hals-Tumoren“ am 20. September 2017
Patiententag „Kopf-Hals-Tumoren“ am 20. September 2017
… Von 14:00 bis 17:00 Uhr informieren Ärzte und medizinisches Fachpersonal über Entstehung, Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten von Kopf-Hals-Tumoren. Daneben werden die Unterstützungsangebote der Ernährungsberatung und Strategien zur Bewältigung der Krankheit vorgestellt. Nach dem Vortragsprogramm haben die Teilnehmer Gelegenheit ihre Fragen an …
Krebs - Starker Gewichtsverlust verhindert Heilung
Krebs - Starker Gewichtsverlust verhindert Heilung
Forscher untersuchen molekulare Ursachen für Auszehrung Heidelberg (ng) – Krebs-Patienten verlieren im Laufe der Erkrankung oftmals sehr viel an Gewicht. Dieser extreme Zustand der Abmagerung wird als Auszehrung oder Kachexie (griech.: „schlechter Zustand“) bezeichnet. Der ungewollte Gewichtsverlust beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten. …
„Selbsthilfegruppen sind keine Kaffeekränzchen“
„Selbsthilfegruppen sind keine Kaffeekränzchen“
’Tag der Krebs-Selbsthilfe’ fordert eine verlässliche Finanzierung der Selbsthilfe und die Stärkung ihrer Rechte Bonn (ct) – Die Unterstützungsangebote der Krebs-Selbsthilfeorganisationen sind unverzichtbarer Bestandteil der psychosozialen Versorgung von Krebs-Patienten. Ihre Finanzierung muss daher über die Regelversorgung durch die Kostenträger im …
Bild: Universitäres Krebszentrum Leipzig: Seit fünf Jahren Rundum-Betreuung auf höchstem Niveau
Universitäres Krebszentrum Leipzig: Seit fünf Jahren Rundum-Betreuung auf höchstem Niveau
… gro?, beschreibt Lordick. „Da müssen wir den Patienten das Licht am Ende des Tunnels aufzeigen“. Besonders jungen Menschen mit Krebserkrankungen helfen die Unterstützungsangebote, trotz Krebs ihre Lebensziele wie Ausbildung oder Familiengründung weiterzuverfolgen. Denn viele Krebserkrankungen können heute besser behandelt werden. „Für unserer Patienten …
Medizin – Psychoonkologie – Selbsthilfe: Ein Netz, das trägt
Medizin – Psychoonkologie – Selbsthilfe: Ein Netz, das trägt
… Fachpersonal die Gelegenheit, sich kostenfrei auf dem Campus der Universität in Metternich über aktuelle Entwicklungen in der Onkologie zu informieren, Behandlungs- und Unterstützungsangebote in der Region kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Krebstag ist bei der Ärzte- und der Psychotherapeutenkammer als Fortbildung zertifiziert …
Chemotherapie: Wenn die Übelkeit nicht aufhört
Chemotherapie: Wenn die Übelkeit nicht aufhört
… Häufige Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind Übelkeit und Erbrechen. Gegen diese Beschwerden gibt es medikamentöse Behandlungsverfahren. Doch bei rund einem Drittel aller Krebs-Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, sind diese Medikamente nicht ausreichend wirksam. Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg sind den Ursachen dafür auf der …
Sie lesen gerade: Selbsthilfevertreter fordern psychosoziale Unterstützungsangebote für alle Krebs-Patienten