28.07.2004 - 11:37 - Industrie, Bau & Immobilien

Elternrat initiiert Projekt, HTWK legt Entwürfe vor

Pressemitteilung von: Gesamtelternrat Leipziger Kindertageseinrichtungen

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Phase 1 "Kritik und Wunsch" der Beteiligten
Eltern wollen auch bei der Modernisierung von Kindertagesstätten mitreden: Deshalb hat der Gesamtelternrat Leipzig (GER) gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) ein Modellprojekt gestartet, wie so ein typischer Funktionsbau verändert werden könnte. Architekturstudenten der HTWK haben am Beispiel des 1969 gebauten Kindergartens in der Nordstraße verschiedene Entwürfe gefertigt. Die bei einem Sommerfest schon einmal präsentierten Arbeiten des Pilotprojektes "Spielraum - Lernraum - Gestaltungsraum" sollen im Herbst im Jugendamt ausgestellt werden, hieß es.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

"Junge Eltern haben heute ganz andere Ansprüche, wollen sich mit der Enge und Tristesse der Zweckbauten nicht abfinden", sagt Cornelia Jaenichen, die sich im Gesamtelternrat engagiert: "Deshalb haben wir unsere Wünsche formuliert, die die Studenten aufgegriffen haben." Auch Projektleiterin Ute Doffing ist überzeugt: "Die Entfaltung von Motorik und Fähigkeiten unserer Kinder findet zu einem beträchtlichen Teil in Räumen außerhalb der elterlichen Wohnung statt, deshalb müssen die auch geeignet sein." Bauliche Veränderungen, etwa Brandschutzmaßnahmen, würden jedoch in der Regel ohne Rücksicht auf die konzeptionelle Arbeit der jeweiligen Einrichtung realisiert.


Wie auch dem GER-Sprecher Thomas Kujawa ist den beiden Frauen klar, dass die Entwürfe schon allein aus Geldmangel nicht gleich umgesetzt werden können. Sie möchten aber, dass das Jugendamt die kreativen Ideen der Eltern nutzt - anstatt sie "auszubremsen". Thomas Kujawa: "Die Amtsleitung hat das verstanden, in den Einrichtungen selbst stoßen wir aber an einige Grenzen." Die Eltern sind bereit, Drittmittel einzuwerben, haben sich beispielsweise sogar mit dem Projekt um den Agenda-Preis beworben. "Leider hat es nicht geklappt", so Cornelia Jaenichen. Der Workshop soll künftig auch im Internet dokumentiert werden. Geplant ist zudem, einen "pädagogischen Musterraum" zu errichten. "Es ist ein Unterschied, ob ein Konzept frei zugängliche Räume oder verschiedene Ebenen benötigt", erklärt Doffing. Das Ziel: Die Ideen sollten einfach nachnutzbar sein, sobald Geld vorhanden ist.

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