(openPR) Themen der krisengeschüttelten Automobilindustrie haben uns in den letzten Wochen in den Medien begleitet. Neben der Abwrackprämie, der möglichen Rettung von OPEL oder den endlosen Verhandlungen mit General Motors gab es auch Details über Beziehungen zwischen den Konzernen und Zulieferern zu erfahren.
Zum Beispiel welche Bedingungen der Hersteller von Abgasrückführventilen erfüllen muss, damit sein Produkt in den Werken eines Automobilkonzerns in die Fahrzeuge eingebaut wird und er zum „Zulieferer“ wird. Beschrieben werden diese Qualitätsstandards für die Deutsche Automobilindustrie in Regelwerken (VDA 6.x.). Diese besagen, dass der potenzielle Zulieferer das Vorhandensein eines ganzheitliches Qualitätsmanagements nachweisen muss. Die Erfüllung dieser Bedingung soll dem Autohersteller sichern, dass der Hersteller in der Lage ist, sein Produkt stets in hoher und gleichbleibender Qualität, in angeforderter Stückzahl und innerhalb vorgegebener Fristen zu liefern.
So oder so ähnlich muss man im Bundesministeriums für Gesundheit gedacht haben, als die Idee der Einführung eines praxisinternen Qualitätsmanagements zum Beschluss in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses am 17.11.2006 wurde.
Die Regelwerke der Automobilindustrie basieren auf den Normen der DIN EN ISO 9001-er Serie. All diesen Normen und Regelwerken ist ein Ansatz gemein: immer die beste Qualität zu liefern, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und somit das erfolgreiche Bestehen des Unternehmens am Markt zu sichern.
Wenn dem Praxisinhaber einer Zahnarztpraxis also mitgeteilt wird, dass die Norm DIN EN ISO 9001:2008 (Anm.: DIN EN ISO 9001:2000 war gültig bis Dezember 2008) Grundlage seines Qualitätsmanagementsystems sein sollte, steckt dieser Gedanke darin.
Es ist genau das, was jeder Praxisinhaber jeden Tag in seiner Praxis tut! Und wenn das so ist, dann ist der Weg zum eingerichteten praxisinternen Qualitätsmanagement bereits eingeschlagen. Es gilt gemeinsam mit dem gesamten Team diesen Praxisalltag zu dokumentieren und zu beschreiben, hierbei Potenziale zu entdecken und Ziele zu formulieren. Zusammen mit den Dokumenten der gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen und Richtlinien wird ein praxisindividuelles und –internes Qualitätsmanagement mit Leben zu erfüllt.
Für die beratende Begleitung in allen Phasen der Umsetzung stehen die erfahrenen und zertifizierten Qualitätsmanagement Beauftragten der QM Profis zur Verfügung . Diese erstellen ein auf die jeweilige Praxis zugeschnittenes, individuelles Beratungsangebot. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass Kosten für diese Beratungsdienstleistungen zu 50 % förderfähig sind.
Was vielen Praxisinhabern heute lediglich wie ein immenser bürokratischer (Zusatz-) Aufwand erscheint, könnte zukünftig ein wichtiges Instrument der Praxisführung werden. Ein gelebtes Qualitätsmanagement ist die Chance in Bewegung zu sein und den steigenden Anforderungen des Marktes und der Patienten stets gewachsen zu sein!
Um noch einmal auf den Hersteller von Abgasrückführventilen zurückzukommen: So wie ein Automobilkonzern nur Geschäftsbeziehungen zu einem Partner eingeht, der das Vorhandensein eines Qualitätsmanagementsystems nachweisen kann, könnte zukünftig vielleicht auch die Wahl des Patienten oder anderer Vertragspartner von diesem Qualitätsmerkmal geleitet werden.
Sylvia Baur – Die QM Profis
www.qm-profis.de
















