02.09.2009 - 08:30 - Politik, Recht & Gesellschaft

Waffenrecht modernisieren - aber mit Vernunft und Augenmaß

Pressemitteilung von: Junge Liberale Bayern

Straubing, 01.09.09. In Straubing kamen am Montag, den 31.08.09 die Präsidentin des Bund Bayerischer Schützen, Sigrid Schuh, und der Bundestagskandidat der Jungen Liberalen Bayern, Manfred Krönauer, zu einem Informationsgespräch zusammen. Dabei stand vor allem die entbrannte Diskussion um das deutsche Waffenrecht im Mittelpunkt.

Hierzu erklärte Manfred Krönauer nach dem Gespräch: "Der in unseren Sportvereinen von unbescholtenen Vereinsmitgliedern ausgeübte Schießsport hat nichts mit den Verbrechen von Amokläufern zu tun! In weniger als 0,1% aller Straftaten werden legale Schusswaffen verwendet - in allen anderen Fällen handelt es sich um illegale Waffen." Eine Verschärfung des Waffenrechts beschränke daher maßgeblich die Freiheit vieler vernünftiger Sportler, doch die meisten Gewalttäter würden nicht erreicht. Sie würden fast ausschließlich ihre Straftaten mit illegalen Waffen begehen.

Philipp Frankenfeld, Direktkandidat der FDP-Straubing, weist darauf hin, dass Straftaten nur mit präventiven Maßnahmen wirkungsvoll begegnet werden könne. Immer mehr Verbote, die mangels Personal ohnehin nicht durchgesetzt werden könnten, seien der falsche Weg. Krönauer forderte deshalb nach dem Gespräch eine Ausweitung der Sachaufklärungsarbeit. "Im Unterricht müsste das Thema 'Gewaltprävention' aufgenommen werden und vorbeugende Aktionen in Zusammenarbeit mit der Polizei müssten vor Ort durchgeführt werden." Außerdem nimmt der Bundestagskandidat die Eltern in die Pflicht: "Kein Staat kann Eltern ersetzen, die als erstes einen psychisch labilen Zustand ihres Kindes erkennen müssen. Wenn die Erziehung versagt, nützen auch keine Verbote mehr", mahnte der Kandidat.

Dem Schützenverband sicherte Krönauer seine volle Unterstützung zu. Gerade das jüngst diskutierte Verbot des sportlichen Bewegungsschießens (sogenannten IPSC-Schießens) lehnt Krönauer strikt ab. Er werde sich bei einem Einzug in den Deutschen Bundestag für eine vernünftige und sachorientierte Fortentwicklung des Waffenrechts im Interesse der Sportschützen, Jäger und Sammler einsetzen, erklärte er abschließend.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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