01.09.2009 - 08:27 - Politik, Recht & Gesellschaft

Noah Sow liest aus "Deutschland Schwarz Weiss - Der alltägliche Rassismus"

Pressemitteilung von: Bahía de Cochinos

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Noah Sow: Deutschland Schwarz Weiss
An der "Interkulturellen Woche" der Stadt Castrop-Rauxel beteiligt sich auch die Kultur- und Rumkneipe "Bahía de Cochinos" (bahiadecochinos.de). Am Montag, den 28. September, liest dort um 20:00 Uhr Noah Sow.
Noah Sow, in Bayern geboren und aufgewachsen, arbeitet seit ihrem achtzehnten Lebensjahr fürs Radio. Weithin bekannt geworden ist sie vor allem als Moderatorin in Personality-Sendungen bei WDR Einslive, HR3, Radio Fritz und YouFm sowie durch zahlreiche TV-Aktivitäten.

Seit 1998 lebt Noah Sow in Hamburg. Die vielseitig talentierte Musikerin, Sprecherin, Hörspielautorin, Autorin und Produzentin hat sich auch als Komponistin und Sängerin einen Namen gemacht. Mit ihrer Band „Noah Sow & Das Heimlich Maneuver“ (www.myspace.com/noahso) ist sie auf internationalem Rock-Parkett aktiv und viele ihrer Lieder behandeln ebenfalls politische Themen.

Wegzusehen und Missstände nicht beim Namen zu nennen, kam für Noah Sow noch nie in Frage. 2001 initiierte sie die Gründung des Vereins der braune mob e.V., der ersten antirassistischen deutschen Media-Watch-Organisation (www.derbraunemob.de), für dessen Ziele sie sich als Vorsitzende aktiv einsetzt.

Auf der Grundlage ihrer langjährigen Erfahrungen als Antirassismus-Aktivistin entstand ihr Buch „Deutschland Schwarz Weiß“ (ISBN: 978-3-570-01008-2)

Wir sind mit den vielfältigsten Rassismen aufgewachsen. Im Kindergarten spielten wir „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“. Wir denken uns nichts dabei, wenn uns im Schuhgeschäft die Figur eines schwarzen Dieners aus Porzellan begrüßt. Wir stutzen, wenn die Anwältin, die vor Gericht erscheint, Schwarz ist.

Alltäglicher Rassismus beginnt nicht erst bei gewalttätigen Übergriffen. Er manifestiert sich in Aussagen wie „die deutsche Nationalmannschaft ist ja wirklich nicht sehr deutsch“ oder in der Feststellung, die Sängerin Jessye Norman trete „wie eine Stammeskönigin“ vor ihr Publikum.

Wenn wir gefragt werden, sind wir natürlich gegen Rassismus. Um ihn jedoch bewusst bekämpfen zu können, muss man ihn zunächst verstehen lernen. Und dazu müssen wir lieb gewordene „Gewissheiten“ hinterfragen.

Vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Antirassismus-Arbeit legt Noah Sow den Finger in die Wunde des unbewussten Rassismus und sorgt für jede Menge erkenntnisfördernder Stolpersteine. Sie erklärt, warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zu Ende zu lesen, als nicht zur Lichterkette zu gehen; wie selbst UNICEF-Werbungen sich rassistischer Klischees bedienen – und was Schwarze Menschen denken, wenn Weiße sie auf ihre Haare ansprechen.

Noah Sow spricht unbequeme Wahrheiten aus und stößt damit einen Erkenntnisprozess an, der Veränderungen bewirkt.

Das wird sich lohnen – für alle.

Eine Streitschrift, die eingefahrene Denkmuster aufbrechen will.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Bahía de Cochinos
Kultur- und Rumkneipe
Wittener Str. 122
44575 Castrop-Rauxel
02305-9208749
bahiadecochinos[at]gmx.de
www.bahiadecochinos.de

Booking:
Marcus Liedschulte
Wittener Str. 122
44575 Castrop-Rauxel
bahiadecochinos[at]gmx.de
02305/9208749

Die Bahía de Cochinos ist eine alternative Kultur- und Rumkneipe in Castrop-Rauxel, welche seit Juli 2007 besteht. Bis heute wurde das Kulturprogramm kontinuirlich ausgebaut. Dabei arbeiten wir bei einigen Veranstaltungen auch mit dem Kulturbüro der Stadt Castrop-Rauxel zusammen. Unsere Veranstaltungen umfassen Lesungen, Poetry Slam, Acoustic Jam Session, Konzerte und Kabarett. Ein für Castrop-Rauxel einmaliges Programm.
Auch politische Themen werden dort nicht gescheut, so wurde im Mai 2009 auch der "Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus" mit einem jüdischen Liedermacher und vorangehenden Vortrag über die Extreme Rechte vor der Kommunalwahl gefeiert.
Als Getränk steht der Rum im Vordergrund, von dem es zur Zeit 32 Sorten in der Bahía gibt.

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