28.08.2009 - 16:57 - Kunst & Kultur
Eine literarische Wiederentdeckung - Iven Kruse: Der dritte Bismarck. Holstein während der Weimarer Republik
Pressemitteilung von: Volker Griese
Vor dem Hintergrund der 1919 heftig geführten Auseinandersetzung um die deutsch-dänische Frage, vor dem Hintergrund aufkommender Animositäten zwischen linken und rechten Parteigruppierungen und der Landvolk-Bewegung entfaltet Kruse seine Handlung im 1925 erschienenen und sogleich konfiszierten Werk in dem sich genau die politischen Strömungen wiederfinden, wie sie sich in weiten Teilen Deutschlands, aber eben auch in dem Teil Holsteins, in dem die Handlung spielt, anzutreffen war.
Kruse gelingt es sein Heimatland geschichtlich, kulturell und landschaftlich zu schildern und so neben dem politischen Akzent vor allem auch ein Heimatbuch zu schaffen, das für manchen "Schleswig-Holsteiner und Hamburger intimen Reiz" besitzt (Hamburger Fremdenblatt, 1925). Noch heute lassen sich viele Spuren im Handlungsdreieck Bornhöved, Altekoppel, Wankendorf im Kreis Plön wiederfinden.
Das Buch handelt davon, wie eine Schar ehemaliger Offiziere in Holstein im Jahre 1919 eine landwirtschaftliche Musterkolonie gründen und sich bemühen, die Landbevölkerung durch eine Art Volkshochschule kulturell und politisch zu bilden. Sie geraten dadurch in Konflikt mit den Kommunisten des benachbarten Dorfes. Diese äußere Handlung wird dabei immer wieder durchbrochen durch Kruses, in längeren Ausführungen eingeflochtene Gedanken zur Lage und Zukunft Deutschlands am Neubeginn nach dem großen Krieg.
Nicht zuletzt aufgrund der Prophetie über die sich ankündigende "geistlose Pöbelherrschaft" gehörte das Werk mit Stand vom 31. Dezember 1938 unter der NS-Herrschaft zum „schädlichen und unerwünschten Schrifttum“.
Johannes (Iven) Kruse, 1865 als Sohn des Schmieds in Ruhwinkel, Kreis Plön, geboren, absolvierte die einklassigen Dorfschule und bildete sich autodidaktisch weiter. Den Schleswig-Holsteinern ist er vor allem als Namensgeber von Straßen in Ruhwinkel, Bornhöved und Büdelsdorf bekannt, doch wirkte er als freier Schriftsteller und Zeitungsredakteur u.a. in Cuxhaven, Hamburg, Kiel und Neumünster. Protegiert von Detlev v. Liliencron, gefeiert von Theodor Fontane und Hermann Löns war Kruse mit denjenigen seiner Novellen, die in Holstein spielen sowie niederdeutscher und hochdeutscher Lyrik als Dichter von Bedeutung auch über die engen Heimatgrenzen hinaus.
Iven Kruse (Hrsg. Volker Griese)
Der dritte Bismarck. Holstein während der Weimarer Republik.
Broschur: 454 Seiten mit Frontispiz, einer Karte der Handlungsorte, einem Nachwort zum politischen und lokalen Umfeld sowie einem Anmerkungsapparat des Herausgebers
Verlag: Frank Rudolph
Sprache: Deutsch
ISBN: 3929671115
Das Buch ist ab sofort im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Volker Griese
Bahnhofstraße 32
24601 Wankendorf
Tel.: 04326-1417
email:
Volker Griese, Jahrgang 1965, Dipl.-Ing. und Privatgelehrter ist seit 1987 literaturwissenschaftlich tätig. Neben der zeitweisen Mitarbeit an der Herausgabe der historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays verfasste er Schriftstellerchroniken zu Karl May, Theodor Storm, Fritz Reuter sowie Detlev von Liliencron und tritt als Herausgeber der Werke Iven Kruses hervor.
Kruse gelingt es sein Heimatland geschichtlich, kulturell und landschaftlich zu schildern und so neben dem politischen Akzent vor allem auch ein Heimatbuch zu schaffen, das für manchen "Schleswig-Holsteiner und Hamburger intimen Reiz" besitzt (Hamburger Fremdenblatt, 1925). Noch heute lassen sich viele Spuren im Handlungsdreieck Bornhöved, Altekoppel, Wankendorf im Kreis Plön wiederfinden.
Nicht zuletzt aufgrund der Prophetie über die sich ankündigende "geistlose Pöbelherrschaft" gehörte das Werk mit Stand vom 31. Dezember 1938 unter der NS-Herrschaft zum „schädlichen und unerwünschten Schrifttum“.
Johannes (Iven) Kruse, 1865 als Sohn des Schmieds in Ruhwinkel, Kreis Plön, geboren, absolvierte die einklassigen Dorfschule und bildete sich autodidaktisch weiter. Den Schleswig-Holsteinern ist er vor allem als Namensgeber von Straßen in Ruhwinkel, Bornhöved und Büdelsdorf bekannt, doch wirkte er als freier Schriftsteller und Zeitungsredakteur u.a. in Cuxhaven, Hamburg, Kiel und Neumünster. Protegiert von Detlev v. Liliencron, gefeiert von Theodor Fontane und Hermann Löns war Kruse mit denjenigen seiner Novellen, die in Holstein spielen sowie niederdeutscher und hochdeutscher Lyrik als Dichter von Bedeutung auch über die engen Heimatgrenzen hinaus.
Iven Kruse (Hrsg. Volker Griese)
Der dritte Bismarck. Holstein während der Weimarer Republik.
Broschur: 454 Seiten mit Frontispiz, einer Karte der Handlungsorte, einem Nachwort zum politischen und lokalen Umfeld sowie einem Anmerkungsapparat des Herausgebers
Verlag: Frank Rudolph
Sprache: Deutsch
ISBN: 3929671115
Das Buch ist ab sofort im Buchhandel oder bei Amazon erhältlich
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24601 Wankendorf
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Volker Griese, Jahrgang 1965, Dipl.-Ing. und Privatgelehrter ist seit 1987 literaturwissenschaftlich tätig. Neben der zeitweisen Mitarbeit an der Herausgabe der historisch-kritischen Ausgabe der Werke Karl Mays verfasste er Schriftstellerchroniken zu Karl May, Theodor Storm, Fritz Reuter sowie Detlev von Liliencron und tritt als Herausgeber der Werke Iven Kruses hervor.
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